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Naturwissenschaften Die Ergebnisse der internationalen Vergleichsstudien (TIMSS, PISA, BIJU, PIRLS/IGLU u.a.) legen eine Qualitätsverbesserung im Bereich des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts nahe. Die IGLU-Befunde geben Anlass für Handlungsbedarf im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich: "- Bereits am Ende der Grundschule müssen beträchtliche Anteile der Schülerinnen und Schüler aufgrund ausgeprägter Leistungsschwächen als gefährdet für ihre weitere Schulkarriere und Bildungsbiographie gelten. In der Mathematik beträgt der Anteil von potentiellen Risikoschülern über achtzehn Prozent, in den Naturwissenschaften sind es über vierzehn Prozent. - Auf der anderen Seite lassen die IGLU-Befunde bei einer beträchtlichen Gruppe von Schülerinnen und Schülern sehr gute bis ausgezeichnete Voraussetzungen für eine anspruchsvolle (durchaus altersgemäße) Auseinandersetzung mit mathematischen und naturwissenschaftlichen Fragen erkennen. Speziell im naturwissenschaftlichen Bereich, aber auch in der Mathematik ist zu befürchten, dass die etwa 40 Prozent Schülerinnen und Schüler auf den beiden höchsten Kompetenzstufen noch nicht die Anregungen im Grundschulunterricht vorfinden, ihr Entwicklungspotential auszuschöpfen. - Für die Leistungen in der Mathematik und in den Naturwissenschaften lässt sich bereits im Grundschulalter eine systematische Kopplung mit dem sozioökonomischen Status feststellen. Dieser Zusammenhang ist massiv, wenn auch etwas geringer ausgeprägt als bei den PISA-Befunden für fünfzehnjährige Jugendliche. - Ebenso wie bei PISA zeichnen sich bei IGLU deutliche Leistungsdifferenzen in Abhängigkeit vom Migrationsstatus ab. Die großen (durchschnittlichen) Leistungsrückstände von Schülerinnen und Schülern mit einem Migrationshintergrund sind in Deutschland, vor allem auch im internationalen Vergleich, alarmierend. - Am Ende der Grundschulzeit bestehen systematische Mittelwertsunterschiede zwischen Mädchen und Jungen in den Mathematik- und in den Naturwissenschaftsleistungen. Auch hier zeigt der internationale Vergleich, dass eine mit dem Geschlecht assoziierte Leistungsdifferenz keineswegs "naturwüchsig" ist. - Die Übertrittsempfehlungen entsprechen nur zum Teil den Kompetenzeinschätzungen aufgrund der IGLU-Tests. Die Chancen für eine Gymnasialempfehlung sind auch bei einer Kontrolle des gemessenen Leistungsniveaus für Kinder aus oberen Sozialschichten deutlich höher. Diese Befunde weisen u.a. auf diagnostische Probleme hin. IGLU identifiziert somit bereits ausgeprägte Problemlagen im Grundschulalter, die im Verlauf der Schulzeit dann (wie PISA belegt) dramatisch anwachsen. Um Einfluss auf kumulative Entwicklungen zu nehmen, empfiehlt es sich, frühzeitig mit geeigneten Maßnahmen anzusetzen." (aus: Programmskizze zur Übertragung der SINUS-Ergebnisse auf Grundschulen)
Stärkung
der sechsjährigen Grundschule
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©opyright Dagmar Wilde, Berlin, April 2001 letzte Aktualisierung 13.11.2006Sofern
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