"Nur
wenn wir unter Medienkompetenz nicht nur ein festes Gefüge von Fähigkeiten
und Fertigkeiten, sondern auch ein methodisches Wissen und Können
verstehen, sich mit wandelnden Bedingungen zu befassen und auf diese kritisch-konstruktiv
eingehen zu können, ist man der Aufgabe gewachsen, die Schule auch
als lernende Institution zu verstehen und auch so zu gestalten."
Stefan
Aufenanger, Medienkompetenz als Aufgabe von Schulentwicklung;
in: SchulVerwaltung spezial Heft 1/2001, S. 4-6
Medienbildung
als Schulprogramm...
"(Die)
Vermittlung von Medienkompetenz und das Erreichen von Medienbildung (können)
nur durch eine kritische Reflexion der Medien selbst erreicht werden.
Ein erster wichtiger Schritt ist deshalb, dass sich alle Mitglieder einer
Schule - also nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch Schüler
und Schülerinnen sowie auch Eltern - auf ein Schulprogramm einigen,
in dem neue Medien und Medienbildung eine Rolle spielen. Das Programm
sollte begründet werden können, um deutlich zu machen, dass
es nicht nur um einen Trend, sondern um ein ernsthaftes pädagogisches
Anliegen geht. Veränderungen und Erneuerungen müssen zwar nicht
von allen Beteiligten von Anfang an gemeinsam durchgeführt und getragen
werden. Sie sollten aber bei denen Respekt finden, die noch kritisch dem
gegenüberstehen. Dies heißt, dass das Projekt Medienkompetenz
beziehungsweise Medienbildung von einer kleinen Gruppe getragen werden
kann, die die Unterstützung der Schulleitung hat und ihre Arbeit
immer wieder kritisch selbst begleiten sollte. Sie sollte aber auch die
Gelegenheit erhalten, ihre Arbeit und Erfolge den anderen präsentieren
zu können.
Begleitend
dazu ist es notwendig, schulinterne Fortbildung nicht für die Gruppe
durchzuführen, die das Projekt trägt, sondern auch für
die anderen Kolleginnen und Kollegen. Denn nur, wenn sie ebenfalls kompetent
im Umgang und dem Verständnis von neuen Medien werden, respektieren
sie diese auch in Entwicklungsprozessen an der Schule."
Stefan
Aufenanger, Medienkompetenz als Aufgabe von Schulentwicklung;
in: SchulVerwaltung spezial Heft 1/2001, S. 4-6
Rolle
der Schulleitung
"Das
Schulmanagement muss immer kritisch diese Prozesse begleiten, darüber
hinaus auch auf die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten achten.
Es sollte den Projektgruppen den Rücken stärken und ihnen Freiräume
zum Experimentieren öffnen, ohne dass dabei das schulische Leben
gestört wird. Diese koordinierende Funktion der Schulleitung darf
in diesem gesamten Prozess nicht unterschätzt werden. Zu hoch sind
nämlich Erwartungen und Anforderungen an die Veränderung von
Schule im Rahmen eines Projektes zur Medienkompetenz, als dass dies nur
einigen Personen überlassen werden darf."
Stefan
Aufenanger, Medienkompetenz als Aufgabe von Schulentwicklung;
in: SchulVerwaltung spezial Heft 1/2001, S. 4-6
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