
Menschen
lernen durch Handeln und konstruieren aus ihren Erfahrungen eine individuelle
Sicht der Welt.
Wie greift Lernsoftware in diesen natürlichen Lernprozess ein?
Welche Folgerungen lassen sich daraus für Auswahl und Einsatz von Lernsoftware
ziehen?
Rückblicke
Vorstellung des Workshopleiters
Ronald Hindmarsh stellte sich zunächst den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
kurz vor. Nach einem Studium der Informatik arbeitete er fünf Jahre als
wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, bevor er sich mit einem Fachgeschäft
für Lernsoftware in Bremen selbständig machte. Seit einem Jahr konzentriert
er sich auf beraterische Tätigkeiten für diesen Bereich. Seine Auseinandersetzung
mit dem Konstruktivismus ergab sich eher zufällig und entsprang seinem
persönlichen Interesse.
Vorstellung
der Teilnehmer
In einer kurzen Vorstellungsrunde berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
kurz über ihren persönlichen Hintergrund und über ihre Motivation,
sich für diesen Workshop zu entscheiden. Dabei stand teils eher das Interesse
am Konstruktivismus, teils eher die Frage nach sinnvoller Software für
den Grundschulbereich im Vordergrund. Durch eine kurze Abfrage stellte sich
heraus, dass das Vorwissen der Teilnehmer zum Thema Konstruktivismus von „schon öfters
gehört“ bis „beschäftige mich beruflich damit“ reichte.
Präsentation
zum Workshopthema
Der Rest des Workshops bestand im wesentlichen aus einer PowerPoint-Präsentation
von Herrn Hindmarsh (online verfügbar unter http://www.lernenampc.de/folien.htm).
Darin wollte er v.a. Antworten auf die Fragen geben, wie computerunterstütztes
Lernen aus seiner Sicht funktioniert, wie man den Computer in der Schule einsetzen
kann und welche Software für welche Zwecke geeignet ist.
Durch Zwischen- und Nachfragen der Teilnehmer kam es während der Präsentation
immer wieder zu kurzen Diskussionen. Sie drehten sich etwa um die Effektivität
von Software in Bezug auf den Lernerfolg, oder um die Frage des Rahmenplanbezugs.
Workshopaktivitäten im eigentlichen Sinne kamen darüber hinaus nicht
zum Zuge.
Resümee
Herr Hindmarsh machte selbst deutlich, dass seine in der Präsentation
dargestellte Lerntheorie im wesentlichen ein „Eigengewächs“ ist,
die sich kaum auf Theorien oder Ergebnisse der aktuellen Lehr-Lernforschung
bezieht. Leider kam für einen Workshop die Eigenaktivität der Teilnehmer
etwas zu kurz. Dennoch sorgte das sehr gewinnende Auftreten von Herrn Hindmarsh
und seine äußerst ansprechende Präsentationsweise dafür,
dass die Teilnehmer anregende und interessante Stunden verbrachten.
Jan
Hense, Universität München
Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation im BLK-Programm SEMIK