Workshops im Rahmen der Berliner SEMIK-Tagung
am 18./19. Oktober 2001

 

Workshop 4

Grundlagen computergestützten Lernens aus konstruktivistischer Sicht

Dipl.-Inform. Ronald Hindmarsh, Bremen

Menschen lernen durch Handeln und konstruieren aus ihren Erfahrungen eine individuelle Sicht der Welt.
Wie greift Lernsoftware in diesen natürlichen Lernprozess ein?
Welche Folgerungen lassen sich daraus für Auswahl und Einsatz von Lernsoftware ziehen?

Einblicke

Rückblicke



Vorstellung des Workshopleiters
Ronald Hindmarsh stellte sich zunächst den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kurz vor. Nach einem Studium der Informatik arbeitete er fünf Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, bevor er sich mit einem Fachgeschäft für Lernsoftware in Bremen selbständig machte. Seit einem Jahr konzentriert er sich auf beraterische Tätigkeiten für diesen Bereich. Seine Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus ergab sich eher zufällig und entsprang seinem persönlichen Interesse.

Vorstellung der Teilnehmer
In einer kurzen Vorstellungsrunde berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kurz über ihren persönlichen Hintergrund und über ihre Motivation, sich für diesen Workshop zu entscheiden. Dabei stand teils eher das Interesse am Konstruktivismus, teils eher die Frage nach sinnvoller Software für den Grundschulbereich im Vordergrund. Durch eine kurze Abfrage stellte sich heraus, dass das Vorwissen der Teilnehmer zum Thema Konstruktivismus von „schon öfters gehört“ bis „beschäftige mich beruflich damit“ reichte.

Präsentation zum Workshopthema
Der Rest des Workshops bestand im wesentlichen aus einer PowerPoint-Präsentation von Herrn Hindmarsh (online verfügbar unter http://www.lernenampc.de/folien.htm). Darin wollte er v.a. Antworten auf die Fragen geben, wie computerunterstütztes Lernen aus seiner Sicht funktioniert, wie man den Computer in der Schule einsetzen kann und welche Software für welche Zwecke geeignet ist.
Durch Zwischen- und Nachfragen der Teilnehmer kam es während der Präsentation immer wieder zu kurzen Diskussionen. Sie drehten sich etwa um die Effektivität von Software in Bezug auf den Lernerfolg, oder um die Frage des Rahmenplanbezugs. Workshopaktivitäten im eigentlichen Sinne kamen darüber hinaus nicht zum Zuge.

Resümee
Herr Hindmarsh machte selbst deutlich, dass seine in der Präsentation dargestellte Lerntheorie im wesentlichen ein „Eigengewächs“ ist, die sich kaum auf Theorien oder Ergebnisse der aktuellen Lehr-Lernforschung bezieht. Leider kam für einen Workshop die Eigenaktivität der Teilnehmer etwas zu kurz. Dennoch sorgte das sehr gewinnende Auftreten von Herrn Hindmarsh und seine äußerst ansprechende Präsentationsweise dafür, dass die Teilnehmer anregende und interessante Stunden verbrachten.

Jan Hense, Universität München
Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation im BLK-Programm SEMIK