
Am Beispiel von 3 Projekten wird aufgezeigt, wie Textverarbeitung in Verbindung mit Lesen zum Aufbau von schriftsprachlichen Fähigkeiten in der Grundschule eingesetzt werden kann.
Klasse 3/4: Ein Maulwurf-Buch mit Geschichten und Sachinformationen erstellen
Medieneinsatz: CD-ROM Löwenzahn Nr. 1; Luis Murschetz: Maulwurf Grabowski, Lexikon.
Klasse 4/5: Ein Buch mit Lerngeschichten schreiben
Medieneinsatz: Kindertext; Kinderklassiker.
Klasse 5/ 6: Ein Märchenbuch erstellen
Medieneinsatz: Arbeitsmaterialien; Märchenbuch; Internet.
Rückblicke
Anhand von 3 Projekten, die Frau Dr. Blatt mit Studenten an Hamburger Grundschulen durchgeführt hatte, erläuterte sie den Teilnehmern ihre Auffassung vom Einsatz des Computers im vorfachlichen Unterricht – insbesondere zum Wissenserwerb im Sachkundeunterricht (Thema: Maulwurf) und zum Aufbau schriftprachlicher Fähigkeiten (Erstellen von Büchern). Ihre in seminaristischer Form dargebotenen Beispiele, die durch ein umfangreiches Skript und eine Computerpräsentation unterstützt wurden, waren interessant und anregend. Sie stellte des öfteren Rückfragen, um die Meinungen und Erfahrungen der Teilnehmer zum Thema Computer im Unterricht einfließen zu lassen, und gab Raum für Diskussionen. Dabei wurde deutlich, dass die Teilnehmer den Computer als ein Werkzeug unter vielen begreifen mit seinen Möglichkeiten und Grenzen – auf jeden Fall mit Impulsen für das Lernen und einer neuen Form von Lernen (die so neu wiederum auch nicht ist!). Diskutiert wurden u.a. die Durchführbarkeit solcher Projekte (Technikausstattung / Möglichkeiten für Teilungsunterricht etc.), der Erwerb sozialer Kompetenzen (keine Vereinzelung, sondern Kooperation / Huckepackprinzip-wir fliegen zusammen los) und der Abbau von Versagensängsten beim Schriftspracherwerb am Computer.
Die
auch im Skript enthaltenen Literaturhinweise und Internetadressen (einschließlich
der URL von Frau Dr. Blatt) sind eine gute Hilfe für die Kolleginnen
und Kollegen, um das im Workshop Erfahrene und Diskutierte nachzuvollziehen.
Von Frau Dr. Blatt wurde selbst angemerkt, dass sie lieber mit den Workshopteilnehmern
etwas am Computer erarbeitet hätte. So gesehen war es eher ein Seminar
als ein Workshop.
Ulrich Negraszus, Berlin