Lehramtsanwärter/innen berichten als friendly reporter
über die Abschlusstagung des Berliner SEMIK-Projekts ForMeL G
am 12. Juni 2003

 

Bericht über den Workshop 9 und 16

Wir entdecken Multimedia - Teil 1 und Teil 2

Wir produzieren eine kleine interaktive Multimediashow mit Texten, Fotos, Musik, Tonbeiträgen und Videos. Der "Einstieg ist gar nicht so schwer – das Ergebnis erstaunlich! Voraussetzung für die Teilnehmer/innen am Workshop: Lust zum Ausprobieren und Machen…."

Soweit der Text im Programm. Michael Vallendor aus Hamburg genehmigte sich und uns dann auch einen "satten" Einstieg von ca. 4 Minuten, der mit den Worten begann: "...also dies ist jetzt der Workshop Multimedia und so..." und endete mit dem Auftrag: "...dort stehen die Koffer, die sollten in kleinen Gruppen ausprobiert werden, es können Tonaufnahmen, Fotos und Video-Aufnahmen gemacht werden, am besten mit einem gemeinsamen Thema: Wir dokumentieren die anderen Workshops."

Und los ging es. In drei Gruppen wurden eifrig Kabel sortiert, Stecker probiert, Anleitungen geblättert…wer liest sie schon, 150 Seiten stark, in 20 Sprachen….für vier Gerate plus Zusatz???

Unser Team (2 Lehrerinnen aus Tempelhof, 2 Lehreranwärterinnen aus Charlottenburg-Wilmersdorf) setzte ziemlich schnell alle Geräte zusammen – schon ne super Leistung, fand die passenden Akkus und Batterien und ergatterte einen Platz am Strom…die Geräte mussten ja noch aufgeladen werden. Dank neuester Technik, reichte eine viertel Stunde und wir konnten starten zum Material sammeln.

Frei nach dem Motto: was unser Workshop-Leiter so schön einfach ausgedrückt hat, kann auch unseren Interview-Partnern helfen, kurz und prägnant zu beschreiben was in den anderen Workshops so läuft.

Hat geklappt: Nach den Worten: wir sind die Gruppe Multimedia und so, was läuft in diesem Workshop eigentlich so, war uns ein Lächeln sicher und wir haben viele kurze, nette Berichte und Bemerkungen erhalten. Nicht immer gelang es uns sie auch auf Band, Film oder Platte zu bannen, aber wer erwartet denn gleich alles perfekt…

Die Zeit bis zur Mittagspause war schnell vorüber und die Erwartung groß, wie wir wohl das Verarbeiten unseres "Materials" bewältigen würden.
Schon dieser erste Teil des Workshops hat uns jedenfalls einige neue, gute Erfahrungen gebracht.Das Zurechtfinden mit den neuen Medien, jedenfalls deren Nutzung, ging ziemlich schnell und unproblematisch. Es ist uns allen zuzutrauen, mikt ein bisschen Übung zu Semi(k)-Profis zu werden.


Dank dem Workshop-Leiter und den Veranstaltern.
Doro Schultz (FS VU Dagmar Wilde)


 

Semiktagung Berlin, Donnerstag den 12.Juni 2003
Workshop: Wir entdecken Multimedia (Leitung: M. Vallendor)


Der MMKoffer – ausleihbar für alle Schulen- ein Schnupperkurs
Was verbarg sich hinter dem "Wir entdecken Multimedia ?"
Idee: Produktion einer Multimediashow (Fotos, Video, Tonbeiträge, Texte)


Welche Erwartungen schwirrten in meinem Kopf herum?
Annäherung an verschied. Medien und erstes prakisches Umsetzen, Ideen für den Kunstunterricht, Dokumentationsmöglichkeiten von Projekten, Neugierde (Was geht wie wann und wozu?)

Wie fand die Entdeckungsreise statt?

Teil 1: Was ist alles im Koffer enthalten ?
Drei Koffer = drei Gruppen:
Auspacken der Geräte (Digitalfotokamera, Videokamera, MP3- Player) samt Zusatztechnik für das Notebook, Gebrauchsanweisungen überfliegen, Akkus laden, erstes Ausprobieren: Dokumentation der Tagung, Sammeln von Material: Bilder, Worte, Momente, Orte und Worte der Teilnehmer.

Teil 2: Wie gestaltet man eine multimediale Umgebung?

Notebook: Anschlüsse, Materialsichtung, Auswahl, Einspielen von Bildern und Tonbeiträgen, erste Erarbeitung einer Power-Point- Präsentation

Worum waren die Teilnehmer anschließend klüger?

Die Existenz und die Möglichkeiten des Koffers konnten überblickt werden.
Der erste Umgang mit den Geräten zeigte: Materialsammlung mit vorbereitetem Konzept wie Fragen und Wünsche wäre vorteilhafter statt Sammlung jeglichen Materials.

Persönliche Einschätzung

Das Erkunden des Kofferinhalts sowie die Materialsammlung vor Ort waren fruchtbar. Leider hat der zweite Teil einige technische Probleme mit sich gebracht, die in der kurzen Zeit nur bedingt zu erlernen waren. Aufgrund mangelnder Professionalität ergab sich eine abschließende Frustphase "keinen perfekten Film im Kasten zu haben". Einen Tag später beschloss ich die entfachte Neugier der unendlichen Möglichkeiten in Handeln, insbesondere für Dokumentationen oder Kunstprojekte, umzusetzen. Irgendwann. Wenn die Fortbildung zum MM-Koffer für ein Jahr stattfindet!

Friendly reporter: Susanne Specht (FS VU - D. Wilde)


 

Friendly reporter Susanne B. über den 2. Teil des Workshops "Multimedia∑ "und so..."

Auch der 2. Teil des Workshops "Multimedia... und so..." (Originalton Michael Vallendor, im Folgenden nur noch "der Chef" genannt) war anregend, spaßig und kurzweilig.

Inhaltlich ging es im 2. Teil darum, das im 1. Teil erstellte Material (Videofilmchen, Fotos und Tonaufzeichnungen) zu sichten, auszuwählen, zu bearbeiten und eine Form der Präsentation dafür zu finden.

Die Methode war wie im 1. Teil das bewährte Learning by doing: Die drei Kleingruppen erhielten jeweils einen Laptop und eine kleine Einführung vom Chef.

Es stellte sich dann die Frage, ob wir ein Gesamtprodukt erstellen wollen, oder jede Gruppe etwas für sich. Die Frage wurde nicht direkt beantwortet, weil wir zuerst alle einmal sichten wollten, um uns evtl. danach entscheiden zu können. Allerdings dauerte alles so lange und es gab mit der "guten neuen Technik" derart viele Unwägbarkeiten zu umschiffen, dass wir am Ende froh waren, überhaupt ein Miniprodukt in unserer Kleingruppe auf dem Bildschirm zu haben, nämlich eine Powerpoint Präsentation von ca. 30 Sekunden Länge.

Das handelnde Arbeiten unter dem Motto "Einfach drauf los" musste im 2. Teil des Workshops noch stärker vom Chef unterstützt werden, unsere Hilferufe in seine Richtung erfolgten leider in immer kürzer werdenden Abständen. Smartcard-reader, Wechseldatenträger, Photo Impact, Video Capture, Fire Wire, Audio Editor und vieles mehr sind zwar bestimmt alles außerordentlich bedienerfreundliche Programme und Zubehöre, aber irgendwie nicht beim ersten Mal...!

Doch die Hilfe vom Chef kam stets prompt, kompetent und freundlich-geduldig, sodass wir am Ende mit einem sehr guten Gefühl aus dem Workshop gegangen sind.
Ein gelungener Einblick in Multimedia, und wenn man Computer-Experten-Kinder in der Klasse hat, die in etwa genauso viel wissen wie der Chef, könnte man ja auch mal solch ein Unternehmen im Unterricht wagen...

Susanne Babenschneider (FS VU Dagmar Wilde)