Lehramtsanwärter/innen berichten als friendly reporter
über die Abschlusstagung des Berliner SEMIK-Projekts ForMeL G
am 12. Juni 2003

 

Bericht über den Workshop 5

Mutmachideen für den Deutschunterricht mit neuen Medien

An meinen Fächern orientiert, hatte ich mich an diesem Donnerstag für zwei Seminare entschieden.
Mein erstes Seminar befaßte sich mit den "Mutmachern" für den Deutschunterricht. Sehr anschaulich und interessant präsentierte Fr. Lerner Ideen aus der eigenen Praxis, wie man den Deutschunterricht mit der Arbeit am Computer bereichern kann. Dabei ließ sie keine Klassenstufe aus und beschrieb jeden Schritt der "Mutmacher" im Detail. Leicht und verständlich dargestellt, waren sie einfach nachzuvollziehen. Sehr gut fand ich, dass sie aus eigener Erfahrung gesprochen hat, somit Beispiele, aber auch Probleme darstellen konnte. Dies lockerte die Präsentation noch zusätzlich auf. Selbst ein "Computermuffel" wie ich, der nur die notwendigsten Bedienungsanweisungen für word und das Internet kennt, hat nach diesem Seminar erstmalig Lust und auch Ideen, den Computer im Unterricht einzusetzen. Auch wir konnten uns gleich im Seminar probieren und kleine Elfchen bzw. Geschichten schreiben.

Am Nachmittag hatte ich mich dann auf den Workshop für den Computereinsatz im Englischunterricht in den Klassen 1 bis 4 gefreut.

Zusammenfassend fand ich diesen Tag sehr angenehm und interessant. Hat man doch einen Einblick in die Möglichkeiten der Nutzung des Computers im Unterricht erhalten, die in Gesprächen ausgetauscht und somit erweitert werden konnten. Ich bin jetzt selbst gespannt, wie meine Arbeiten bzw. die meiner Schüler dann aussehen werden. Wir werden es nächstes Jahr probieren.

Grit Engelmann


Gestärkt nach der Mittagspause konnte ja fast nichts mehr schief gehen.
Beladen mit mehreren Wasserflaschen und guter Laune wurden wir von Frau Lerner freundlich begrüßt.
"Power gepointet" und bestens vorbereitet, wurden wir zunächst über den konstruktivistischen Lernbegriff aufgeklärt, auf dem die folgenden Unterrichtsbeispiele basieren:

Konstruktivismus:
Lernen ist ein aktiver, individueller Prozeß,
jede/r konstruiert ihr/sein Wissen selbst,
Grundlage sind die jeweiligen Vorerfahrungen.

Ebenfalls grundlegend für alle Überlegungen, die Unterricht betreffen, ist der erweiterte Lernbegriff, folgende Stichpunkte seien genannt:
Methoden-, Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz.
Neue Lernkultur
Konstruktivimus/ erweiterter Lernbegriff
neue Medien

Das oben abgebildete Banner zeigt exemplarisch die Grundlage für die folgenden Unterrichtsideen von Frau Lerner.

Zusätzlich sollten noch nachstehende Kriterien von den Ideen erfüllt werden:
praktikabel,
Integration in den Wochenplan,
in einer Doppelstunde durchführbar sein,
rasche Erfolgserlebnisse für Sch. und Lehrer ermöglichen.

Nachdem die Voraussetzungen aller Teilnehmer hinsichtlich der Begrifflichkeit geklärt wurden, konnte uns jetzt Mut gemacht werden:
Namensblatt gestalten
Bildergeschichten herstellen
Elfchen gestalten
"Wolf verschlingt Mädchen mit Mütze"
Weitergeb-Geschichten
"Was ist ein Walumba?"
Textverarbeitungs-Software als Instrument für Expeditionen und Gespräche in die Orthographie
Lernkartei von Elke Dieck
"Bücher lesen, Wissen testen...- Das Leseportal www.antolin.de
Spielempfehlungen von Schülern für Schüler

Interessierte Leser können unter "Neue Medien im Deutschunterricht - Präsentation von Frau Lerner" (PDF-Datei) auf der Internet-Seite der Semik-Tagung genaueres über die einzelnen Ideen nachlesen. Ich möchte dies ausdrücklich empfehlen, denn die Ideen sind nicht nur gut und praxisrelevant, sondern sie machen wirklich Mut den Computer im Deutschunterricht einzusetzen.

Nach einem kompakten Theorieteil wurden wir aufgefordert einige Ideen auszuprobieren. Wie ihr unter "Ergebnisse des Workshops 5" auf der Internet-Seite der SEMIK-Tagung sehen könnt, kam es zu tollen Ergebnissen.

Als Reporterin wurde ich gebeten ein persönliches Statement über diese Veranstaltung abzugeben.
Diese Veranstaltung...
war sehr gut vorbereitet und durchdacht,
anregend für die eigene Unterrichtspraxis,
hatte eine gute Mischung von Praxis und Theorie,
war rund: Es gab einen Anfang und wir kamen zum Ende. Das war befriedigend.

Die Inhalte...
waren schülerorientiert und praxisnah,
waren phantasievoll, kreativ, am Rahmenplan orientiert und weitgehend neu.

Die Veranstaltung hat gehalten, was versprochen wurde. Ich glaube, wir sind jetzt alle etwas mutiger!!! Ich bin ich es... Viel Glück!!!

Antje Strothoff