
Zu
Beginn stellten sich die Teilnehmer des Workshops vor und formulierten ihre
Erwartungen und Interessent. Die Gruppe setzte sich
zum einen aus Lehramtsanwärtern
des VU-Seminars von Frau Wilde und zum anderen aus zwei Lehrern in Leitungspositionen,
einer Schulleiterin und einem Konrektor, zusammen.
Nachdem auch der Leiter der Arbeitsgruppe, Herr Hense, sich und seinen beruflichen
Werdegang vorgestellt hatte, erläuterte er den Ablauf des Workshops.
Um
den Begriff Selbstevaluation zu füllen, folgte im Anschluss ein Inputreferat
zum Thema. Mittels eines Beamers, wurde das in Power-Point verfasste Referat
dargeboten. Nachdem einige von uns - gut konditionierte Lehramtsanwärter
- den Text mitschrieben, teilte Herr Hense schon jetzt das Hand-Out aus.
Den Inhalt des Referats kann der geneigte Leser dort nachlesen.
Als groben Überblick hier nur soviel: Nach der Definition und der Charakterisierung
dessen, was Evaluation bedeutet, sowie der daraus resultierenden Kritik, folgte
eine Arbeitsdefinition des Begriffs Selbstevaluation mit deren Merkmalen, Zielen
und Funktionen.
Dann
gab Herr Hense einen Einblick in die Zusammenarbeit des Evaluationsteams
der LMU München mit dem Projekt ForMeL G. Das allgemeine Vorgehen bei
einer Selbstevaluation, dargestellt in acht Schritten, wurde mit Hilfe
von konkreten Beispielen aus dem SEMIK -Verbund, erläutert.
Der Vortrag war sehr gut strukturiert und die Präsentation gelungen. Die
Power-Point -Vorlagen waren sehr gut gestaltet, beinhalteten die wichtigen
Begriffe und boten einen Überblick. Die graphischen Anteile verdeutlichten
Zusammenhänge, besonders das Bild zum Unterschied Fremdevaluation und
Selbstevaluation hat sich mir eingeprägt.
Herr Hense wirkte bei seinem Vortrag sehr kompetent. Er ging auf Nachfragen ein und erklärte sich auch bereit, weitere Literaturempfehlungen an die daran interessierten Teilnehmer zu senden. Im anschließenden Gruppengespräch stellte sich für unsere Gruppe von Lehramtsanwärtern heraus, dass wir die Schritte des Vorgehens bei einer Selbstevaluation, als hilfreich für unsere Prüfungsarbeit, hinsichtlich der Auswertung, empfanden.
Ute Trenczek (Fachseminar VU, Dagmar Wilde)
Nach
einer kurzen Vorstellungsrunde referierte Herr Hansen zunächst allgemein über
Selbstevaluation (in Abgrenzung zur Fremdevaluation) und berichtete
dann von der Selbstevaluation im Projekt ForMeL G und deren Ergebnissen.
Unterstützt
wurde dieser Vortrag durch eine PowerPoint-Präsentation, die
einzelnen Folien bekam jeder Teilnehmer des Workshops als Handout.
Anschließend
hatten die Teilnehmer genügend Zeit für Fragen und Diskussion
zum Referat.
Auf
Wunsch der Teilnehmer wurden dann folgende Problemstellungen diskutiert:
Entscheidungshilfe: Brauchen wir eine Selbstevaluation? Ist sie
sinnvoll durchzuführen?
(Zu diesem Punkt hatte Herr Hense ebenfalls ein Handout für die Teilnehmer
vorbereitet.)
Selbstevaluation im eigenen Unterricht: Welche Möglichkeiten habe ich?
(Herr Hense stellte hierzu spontan eine überzeugende PowerPoint-Präsentation über
Methoden und Instrumente der Selbstevaluation zusammen.)
Da ich bis zu diesem Nachmittag nur über geringes Wissen über Selbstevaluation verfügte, war ich froh über verschiedene handfeste Definitionen. Ein wenig fehlten mir dabei jedoch konkrete Beispiele, die den Themenkomplex mit Sicherheit noch besser veranschaulicht hätten. Der Workshop war nicht nur sehr informativ sondern auch äußert gut strukturiert, somit also sehr lohnenswert.
Miriam Hein (Fachseminar VU, Dagmar Wilde)
12.6.03 - WS/A 12, Raum 205, 11:30 – 13:00 Uhr „Qualität sichern ... aber wie? Selbstevaluation als Ansatz zur schulischen und unterrichtlichen Qualitätsentwicklung“ (Jan Hense, LMU-München)
hense@emp.paed.uni-muenchen.de
http://www.emp.paed.uni-muenchen.de
http://www.fwu.de/semik
(Arbeits-)Definition
und allgemeine Merkmale von Selbstevaluation:
"Als Selbstevaluation werden Verfahren bezeichnet, bei denen die Praxis
gestaltenden Fachleute identisch sind mit den Evaluatoren, d.h. die Akteure überprüfen
ihre eigene Tätigkeit und deren Konsequenzen." (Müller-Kohlenberg & Beywl,
2002)
Fremd- vs. Selbstevaluation:
Trennung
von Beobachter und Beobachtetem – ja oder nein?
Ziele und Funktionen von Selbstevaluation:
Verbesserung der eigenen pädagogischen Praxis.
Rechenschaft ablegen durch den Nachweis von Wirkungen.
Erkenntnisgewinn über die Bedingungen und Folgen beruflichen Handelns.
Professionalisierung der beteiligten Praktiker.
Ü
berzeugungshilfe zur Durchsetzung eigener Interessen.
Selbstevaluation im Projekt ForMel G:
Wissenschaftliche Begleitung durch LMU München.
Vorgehen bei einer Selbstevaluation:
Allgemeinen
Evaluationsbereich klären.
Zieldimensionen und Standards bestimmen.
Indikatoren festlegen.
Instrumente finden bzw. erstellen.
Daten sammeln.
Daten auswerten und interpretieren.
Feedback geben.
Konsequenzen ziehen und umsetzen.
Methode des Referenten:
Einstieg
und Vorstellungsrunde
Inputreferat
Fragen und Diskussion zum Inputreferat
Arbeit an ausgewählten Problemstellungen der Teilnehmer
Ergebnis des Workshops:
Verständliche Definition und Erläuterung der Anwendungsbereiche der Selbstevaluation. Workshopteilnehmer erhielten Checkliste für eine Selbstevaluation. Bei Interesse sind weitere Materialien unter der o.g. Emailadresse zu erhalten. Die Arbeit an ausgewählten Problemstellungen der Teilnehmer fiel sehr kurz aus. Unser Problem: Erstmal eine Problemstellung FINDEN!
Persönliche Einschätzung:
Sehr viel Theorie, wenig Praxis. Trotz sehr unterschiedlicher Teilnehmer- bzw. Interessentengruppen (6 Referendare, 2 Schulleiter) hätte der Referent für beide Gruppen Beispiele für Problemstellungen finden können, anhand derer man das o.g. Vorgehen bei einer Selbstevaluation hätte durchspielen können.
Anette Krauel (Fachseminar VU Dagmar Wilde)
Inhalt
In diesem Workshop ging es um folgende Aspekte: Was versteckt sich hinter dem Begriff Selbstevaluation? Wie wurde diese im Projekt ForMel G durchgeführt? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für andere Bereiche der Evaluation, bzw. welche Ergebnisse sind übertragbar?
Methode
Zunächst wurde der Ablauf des Workshops von Herrn Hense erläutert, woran sich eine kurze Vorstellung der Teilnehmer und seiner Person anschloss. Es folgte ein Inputreferat, welches durch eine Beamerpräsentation samt identischem Handout visuell unterstützt wurde. Im Anschluss an das Referat konnten Fragen an Herrn Hense gestellt werden, bevor der Workshop schließlich mit einer ca. 10minütigen "Gruppenarbeit" sowie kurzer Zusammenführung endete.
Ergebnis
Wie bereit aus der Didaktik bekannt, müssen auch im Bereich der Selbstevaluation stets die Methoden an die Ziele angepasst werden. Daraus folgt, dass zunächst Evaluationsschwerpunkte (z.B. Medienkompetenz, Schulentwicklung, Lernzuwachs RS) bestimmt werden müssen, für die dann entsprechende Verfahren (z.B. Fragebogen, Foto-/Videodokumentationen etc.)entwickelt werden. Es empfiehlt sich, im Vorfeld dieser Erhebungen eine konstante Gruppe zu bilden, welche durchgehend für die Durchführung des Projekts verantwortlich ist. Selbstverständlich sollten auch die Rahmenbedingungen zu Beginn festgelegt werden.
- Evaluation ist nötig und möglich, sie bedarf jedoch gründlicher Vorbereitung und muss an den Untersuchungsgegenstand angepasst werden.
Persönliche Einschätzung
Herr Hense war sehr gut vorbereitet und hat einen guten Überblick über das weite Feld (Selbst-)Evaluation vermittelt. Für mich haben sich dabei einige Begriffe geklärt und gleichzeitig viele neue Fragen eröffnet, die sich jedoch im Rahmen dieses Workshops nicht alle klären ließen. Allerdings bot Herr Hense an, konkrete Anfragen per E–Mail zu senden, er würde dann entsprechende Literatur o.ä. zurückmailen. Mich persönlich hat der Workshop inhaltlich bereichert, da ich mich zuvor nur unwesentlich mit diesem Thema auseinander gesetzt hatte. Leider war der Hintergrund der Teilnehmer sehr unterschiedlich (2 Schulleiter, 6 Referendare) und das Referat etwas ausgedehnt, so dass die Diskussion sehr kurz und dabei auf für mich nicht zentrale Aspekte des Themas fokussiert war.
Viola Goehlich (Fachseminar VU Dagmar Wilde)