Lehramtsanwärter/innen berichten als friendly reporter
über die Abschlusstagung des Berliner SEMIK-Projekts ForMeL G
am 12. Juni 2003

 

Bericht über den Tagungstag

Berlin, 16.06.03

Beitrag eines friendly reporters für die Web- Nachlese der Abschlusstagung des SEMIK-Projektes ForMel G

Am Donnerstag, dem 12.06.03 hatte ich das Glück Gast auf der Abschlusstagung des SEMIK-Projektes ForMel G sein zu dürfen. Da ich erst im November des letzten Jahres den Vorbereitungsdienst angetreten habe, hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Dementsprechend unvorbelastet bin ich in diese Situation hineingegangen.

Fruchtbare Impulse und produktiver Austausch; das war es, was uns Frau Wilde zu Beginn der Tagung wünschte. Ich für meinen Teil kann behaupten, dass keiner dieser beiden Aspekte an diesem Tag zu kurz kam. Als besonders lohnend habe ich in dieser Hinsicht den Kurs "Mutmachideen für den Unterricht mit neuen Medien - Beispiele aus dem Fachforum "Neue Medien im Deutschunterricht", gestaltet von Frau Lerner, und Herrn Dr. Plieningers Impulsreferat "Lernsoftware - Lernen mit Software?" empfunden.

Frau Lerners Kurs versprach mit seinem Namen nicht zu viel: Mut wurde mir gemacht, anregende Beispiele und Erfahrungsberichte zeigten mir, daß ein Einstieg in die Nutzung neuer Medien auch Entdeckersinn und Kreativität als Triebfedern haben kann; dass es nicht notwendig ist sich auf komplexe Lernloftware zu verlassen. Besonders positiv fiel mir auf, daß in diesem Kurs stattfand, was zu Beginn des Tages bereits betont wurde: sinnvolle Fortbildung muß selbstverständlich auch die Fortbildungsteilnehmer produktiv mit einbeziehen. In der entspannten Atmosphäre, die diesen Kurs auszeichnete, fiel es leicht unbefangen Elfchen und Weitergebgeschichten zu schreiben und so das soeben Gehörte und Gesehene durch eigenes Arbeiten noch einmal zu intensivieren. Getrübt wurde diese positive Erfahrung einzig durch das leider noch etwas unqualifizierte "Interview" eines jugendlichen Reporterteams.

Als förderlich empfand ich zudem die Gestaltung des Tagesablaufes, welche genügend Zeiträume für den bereits erwähnten produktiven Austausch ließ und es erlaubte durch Reflektion und Entspannung das Erfahrene sacken zu lassen und somit auch zu fortgeschrittener Tageszeit noch aufnahmefähig zu sein.

Hr. Dr. Plieningers Referat kam dem Aspekt der Thematik am nächsten, der auch mich nach wie vor besonders interessiert: Was unterscheidet gute Lernsoftware von überflüssiger oder gar ungeeigneter? In welchem Ausmaß und in welcher Funktion setze ich neue Medien ein? Vor welchen Fehlern sollte man in seiner Euphorie gefeit sein? Zu diesen Fragen wurden interessante Informationen gegeben. Die Form der im Anschluss erwarteten Diskussion war eventuell nicht optimal, ich glaube, dass Austauschbedarf zu diesen Fragen durchaus vorhanden war, bzw. durch Dr. Plieningers Referat angeregt wurden.

Ich nehme aus dieser Fachtagung viele Anregungen und die Gewissheit mit, dass neue Medien stetig und fortschreitend Einfluss auf unseren Unterricht haben werden und müssen, dass jedoch zu einem gekonnten Einsatz mehr als ihr Vorhandensein gehört. Ich war von Form und Inhalt dieser Tagung positiv beeindruckt und hoffe bald wieder eine solche Möglichkeit wahrnehmen zu können.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Munke
Teilnehmerin des Fachseminars VU im 1. SPS Treptow (Wilhelm Holthus)