Punkt, Linie und Fläche / Sachinformation "Zeichnen"

 

Gestaltungsmittel Punkt und Linie

Zeichenwerkzeuge

"Blei"stift

Zeichenkohle

Kreide

Feder

Zeichentinte und Zeichentusche

Zeichengründe

 

Gestaltungsmittel Punkt und Linie

Im Bereich der Grafik stehen für eine Gestaltungsabsicht drei Grundelemente zur Verfügung, die auch als bildnerische (grafische) Mittel bezeichnet werden: der Punkt, die Linie und die Fläche.

Der Punkt kann für sich als kleinster und unscheinbarstes Element der Grafik keine Wirkung in Anspruch nehmen. Das vorrangige bildnerische Mittel ist die Linie. Sie entsteht als Spur einer Bewegung - durch die Aneinanderreihung mehrerer Punkte (tatsächliche Reihung, lückenhafte Reihung, bei der das Auge die Lücken optisch schließt) - und beschreibt über die Stärke sowie über die Richtung ihren Verlauf. Daraus lassen sich verschiedene Wirkungen ableiten. So spricht eine Linie für die Dynamik, mit der sie ausgeführt wurde.

Das bildnerische Mittel "Linie" übernimmt in der Grafik ganz unterschiedliche Funktionen: Die Linie charakterisiert Bewegungsspuren, bestimmt den Umriss von Formen und bietet Möglichkeiten an, flächenbildend über ihre Verdichtung Körperhaftigkeit und Stofflichkeit zu deuten und und Oberflächen zu beschreiben.

Die Linie nimmt im Punkt ihren Anfang nimmt und ist ihrem Wesen nach unendlich. Kurze Linien bezeichnet man als Strich. Linien können entsprechend der ausgeführten Bewegung gekrümmt oder gerade verlaufen, können in ihrem Verlauf Umrisse von Formen bestimmen, als Grenzen von Flächen erscheinen oder der Binnendifferenzierung einer Form dienen.

Die Linie, ein Punkt in mehr oder weniger bewusster, gezielter Bewegung, birgt vielfältige Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten. Das Aufbringen von Punkten bzw. Linien auf Papier lässt immer Flächen, Hell-Dunkel-Differenzierung, Schraffuren, Strukturen durch Verdichtung und Streuung entstehen.

Wenn von einer grafischen Struktur gesprochen wird, wird eine der flächenbildenden Funktionen der Linie herausgestellt. Eine Struktur ergibt sich aus dem Gefüge mehrerer Linien, die durch ihre Anordnung - über den Umriss hinaus - die Materialeigenschaften und die Plastizität, die sich mit der Form verbinden, bezeichnen. Die Plastizität kann ohne Berücksichtigung materialer Aspekte über eine Schraffur dargestellt werden.

Ein Linienbündel, das in der Richtung des Verlaufs und in den Abständen eine Regelhaftigkeit aufweist, bezeichnet man als Schraffur. Schraffuren beziehen ihre Wirkung aus der Richtung des Linienverlaufs, aus deren Stärke und aus den Abständen, die Linien zueinander in Beziehung setzen. Hell-Dunkel-Differenzierung ist auf den Kontrast der Dunkelwerte des Linienbündels zu dem der Grundfläche zurückzuführen. Unterschiedliche Abstände erzeugen Grauwerte verschiedener Intensität.
Strukturen können ebenfalls Grauwerte, vor allem aber auch stoffliche Qualitäten erzeugen.
In Abhängigkeit von Form und Duktus lassen sich unterschiedliche Wirkungen erzielen. Die Linie kann gerade oder gekrümmt sein, Verbindungen schaffen, Flächen markieren, als Kontur Formen umreißen. Mit der Linie lassen sich mittels Schraffur, Verwischen, Lavieren über Hell-Dunkelabstufungen Plastizität und Materialität erzielen. Mit der Linie lässt sich (z. B. mittels konstruierter Linearperspektive) Raumillusion erzeugen. Die Linie kann als selbstständige Bewegungslinie, Umrisslinie (Kontur) zur Flächen- und Formbildung und als Element zur Flächengliederung und -gestaltung (Hell-Dunkel-Effekt durch Schraffur - Parallelschraffur, Kreuzschraffur - eingesetzt werden.

Zeichnen meint planmäßiges "Zeichen setzen": nicht jeder Strich ist eine Zeichnung - die Striche müssen als lineare Gebilde begriffen werden können, müssen Linien sein, die Bildmitteilungen transportieren, müssen auf Ausdruck zielen.


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Zeichenwerkzeuge

Es ist nicht unerheblich, mit welchen Wermitteln Linien und Strukturen dargestellt werden. Jede Technik erzielt eigene Wirkungen: weiche Zeichenstifte erleichtern die Modulation von Linien, harte erzeugen klare, sachlich wirkende, markante Striche.
Zum Zeichnen können u.a. Bleistift, Silberstift, Filzstift, Kohle, Kreide, Wachskreiden (trockene Materialien) sowie Federn mit verschiedenen Tuschen und Tinten (flüssige Materialien) verwendet werden. Mit der Wahl des Werkmittels wird gleichzeitig der gestalterische Spielraum festgelegt.


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Werkzeug "Blei"stift

Bleistifte sind eigentlich, vom Material her, Graphit-Stifte. Sie bestehen aus einer Mischung aus Graphit und Ton sowie verschiedenen Beigaben, wie Antimon, Walrat, Wachse, Schellack, Harze, Gummi, Lampenruß. Unterschiedliche Dosierungen der Bestandteile und Brenntemperaturen führen zu unterschiedliche Härtegraden. (Die Bezeichnung "Bleistift" resultiert daraus, dass man ursprünglich Blei als Ausgangsmaterial ansah und erst später entdeckte, dass es sich um Graphit handelte.) Die zu einem "Faden" gepressten Grundstoffe werden zur Weißglut gebracht und, um die Schreibeigenschaften zu verbessern, in ein Bad aus Fetten und Wachs getaucht. Die Umhüllung besteht zumeist aus Zedernholz.

Der erste Bleistift wurde 1664 in England hergestellt. Er bestand aus einer Mischung von Graphit, Wasser und Leim, die getrocknet, in kleine Stücke zersägt und zur Stabilität mit Draht umwickelt wurde. Später wurden die Minen in Holz gebettet. Ab 1760 entstanden in Europa verschiedene Bleistiftfabriken. Die Mine erfuhr im Laufe der Zeit zahlreiche Variationen (z. B. Tintenblei, Farb- oder Buntstifte) und wird heute fast nur noch in synthetischer Form in den Handel gebracht.

Graphitminen besitzen unterschiedliche Härtegrade, die sich in den englischen Bezeichnungen H (hard), B (black) und F (firm) widerspiegeln. Neutral sind HB und der etwas weichere F-Stuft. Extrem harte Stifte (6 H, 7 H, 8 H) sind für Spezialverfahren vorbehalten. Harte und sehr harte Bleistifte (H, 2 H, 3 H, 4 H, 5 H, F) zeichnen einen grauen, spröden Strich, sie sind zum Vorzeichnen, Zeichnen und Durchpausen geeignet. Weiche Stifte (B) zeichnen schwärzer und fettiger. Sehr weiche Stifte (6 B, 5 B) mit starker Schwärze eignen sich gut für Schattierungen, weiche Stifte (4 B, 3 B) zum Skizzieren und Schattieren, mittelweiche Stifte (2 B, B, HB) zum Skizzieren und Zeichnen. Kopierstifte enthalten wasserunlösliche Teerfarbstoffe, Farbstifte zusätzlich Mineralfarbstoffe.

Bleistifte ermöglichen das Zeichnen klarer Linien und Strukturen sowie das Erzeugen flächenhafter Hell-Dunkel Kontraste. Die Vielfalt der Wirkungen wird durch das Aufsetzen des Stiftes, die Art des Spitzens und der verwendeten Papiersorte sowie den variablen Druck erreicht. Der Bleistift ist für die Anfertigung von Entwürfen besonders geeignet, da Korrekturen von Linien durch Radieren leicht möglich sind. Durch Verwendung von Bleistiften unterschiedlicher Härtegrade lassen sich differenzierte Grau-Schwarz-Werte und Linien herstellen.

Folgende grafische Verfahren tragen dazu bei, einer Bleistiftzeichnung stärkere räumliche Wirkung (Hell-Dunkel) zu geben: Schraffur (Parallelschraffur, Kreuzschraffur); Punktur, Strichlagen (gebogen, gezackt).

Voraussetzungen

Mit keinem Mittel sind die Schüler so vertraut, wie mit Bleistiften. Trotzdem ist das Wissen darüber oft gering. Da man relativ schnell und dennoch dauerhafter als mit Kohle Skizzen anfertigen kann, ist der Bleistift ein geeignetes Material für Studien und Entwürfe. Er genügt jedoch auch den Ansprüchen "finaler Kunstwerke". Motivierend wirkt schließlich, daß fast alle Schüler das Gefühl haben, mit dem vertrauten Bleistift bereits etwas zu können.

Für die Alltagsarbeit des Zeichenunterrichts sollte man eine der mittleren Stärken (HB, Nr.2; B; H) wählen. Die Skala der im Handel erhältlichen Stifte reicht gewöhnlich von 8B bis 8H. Je weicher der Bleistift ist, desto leichter verwischt er, auch "spitze Striche" sind wegen der schnellen Abreibung kaum möglich. Umgekehrt sind harte Bleistifte oft zu grau und spröde. Um stärkere Farbtöne zu erreichen, drücken die Schüler so sehr auf das Papier, daß der Strich sich stark einkerbt und zu verkrampft wird.


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Werkzeug Zeichenkohle

Holzkohle ist das wohl natürlichste Zeichenmittel, zu den Urerfahrungen der Menscheit gehört die Kenntnis der abreibend schwarzen Eigenschaft des verkohlten Holzes (wie die der roten Erde, des Rötels). Ab dem 16. Jh. fand Zeichenkohle regelmäßig und häufig als selbständiges Zeichenmittel Verwendung.
Zeichenkohle besteht aus verglühten Holzstengeln, Kohlenstangen sind meist aus verkohlten Wein- oder Weidenruten hergestellt. Kohlestifte sind holzgefasste Retortenkohle-Minen, erhältlich in 6B (extraweiche), 4B (weich), 2B (mittel) und HB (hart). Retortenkohle gibt es auch in Stücken.
Zeichenkohle zeichnet einen kräftigen tiefschwarzen Strich, da Kohle weich und leicht verwischbar ist, kann man sehr schnell mit ihr arbeiten und auch gut korrigieren, allerdings eignet sich Kohl damit auch nicht für Darstellungen, die auf Detailgenauigkeit zielen. Die Kohle vor allem als Material für Skizzen beliebt. Da es schnell zu Beschädigungen kommen kann, muss man Kohlezeichnungen fixieren. Fixative zum Aufblasen oder -sprühen bestehen meist aus schwachen Lösungen von Zaponlack, Schellack oder Kolophonium. Sie bilden sie einen beständigen Film auf der Zeichnung.

Werkzeug Kreide

Unter dem Sammelbegriff "Kreide" sind viele verschiedene Arten und Qualitäten zu unterscheiden: Stein- oder Naturkreide (das klassische, relativ harte Material, das in seinem Strich von Braungrau bis Tiefschwarz reicht), Kunstkreide (aus Lampenruß unter Beimischung verschiedener Bindemittel hergestellt, in diversen Härtegraden bis zu ganz weich verfügbar, von besonders satter Schwärze), Fettkreide (aus Farbpigmenten - Kohlestaub - mit öligen oder fetten Bindemitteln bestehend), Wachskreiden und Lithokreide (in Stiftform, von sehr dunkler, kräftiger Strichqualität), Weiße Kreide (aus natürlich vorkommendem mineralischem Kalk (Kalziumkarbonat), z. B. als sogenannte Schneiderkreide, Speckstein, in Stangen gegossener Gips oder zu Griffeln geschnittener Pfeifenton verfügbar), Rötel (ein Gemenge aus (rötlichem) Eisenocker und Ton, seit der Antike als Anstrichfarbe verwendet, seit der Renaissance in Stiftform in Gebrauch), Pastellkreiden (mit weißer oder schwarzer Tonerde ausgemischte und mit wasserlöslichem Bindemittel (z.B. Gummi arabicum) versetzte Farbpigmente, in verschiedensten Farbabstufungen verfügbar, übereinander mischbar, verwischbar, durch Samtigkeit und Zartheit des Auftrags, Nuancenreichtum mögliche Kontrastwirkungen von besonderem Reiz), Wachskreiden (Bindemittel Wachs oder Paraffin).


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Werkzeug Feder

Neben Pinseln wurden schon frühzeitig Federn, z. B. Schwungfedern von Gänsen, zum Zeichnen und Schreiben benutzt. Noch ursprünglicher ist die Feder (Rohrfedern) aus Schilfrohr oder Bambus. Schreib- und Zeichenfedern aus Metall gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert. Sie werden in Federhalter gesteckt. Tuschefüller mit Reservoir gibt es mit verschiedenen Zeichenspitzen (z. B. 0,1; 0,2; 0,4; 0,5; 1,2 mm...). Die Strichstärke bleibt hier immer gleich.

Mit verschiedenen Federarten lassen sich beim Zeichnen unterschiedliche Wirkungen erzielen - hauchdünne Linien, gleichmäßige Umrisse sind genauso möglich wie breitflächiger Auftrag, alle Punktier- und Strichelformen sowie deutlicherer Hell-Dunkel-Kontrast.

Federarten

Rohr-und Bambusfedern (seit der Antike verwendet) - mit einer schräg angeschnittenen Spitze aus Rohr bzw. Bambus geschnitten - weisen einen lebendigen und nuancierten Strich auf, erzielen massive Linien, die wegen der geringen Tuscheaufnahme nur kurz ausgeführt werden können und ermöglichen eine besonders kraftvolle, heftige - aber nicht genau berechenbare - Strichführung

Kielfedern (seit dem 12. Jh. als Zeichenmittel geläufig) - Schwingenfedern von Gänsen, Schwänen oder anderen Vögeln - sind geschmeidiger und weicher als Rohrfedern und zeichnen sich durch Feinheit der Strichführung und Geschmeidigkeit des Duktus‘ aus

Metallfedern (seit 1830 produziert) variieren in Elastizität und Stärke. Sie besitzen einen Spalt, der das Abfließen der Tinte ermöglicht und sind in allen Arten, Größen, Breiten, Stärken, Elastizitätsgraden usw. erhältlich.

Metallfedern können bezüglich ihrer Strichform klassifiziert werden:

  • Schnurzugfedern erzeugen einen gleichmäßigen, dicken Strich, der einen abgerundeten Ansatz aufweist, da die Spitze der Feder in einer abgewinkelten runden Platte endet

  • Bandzugfedern ermöglichen - entsprechend der Haltung der Feder - Variationen in der Strichbreite, da die Federspitze schräg angeschnitten ist

  • spitze Zeichenfedern erzeugen einen gleichmäßig dünnen Strich, unabhängig von der Federhaltung



Werkmaterial Zeichentinte

Tinte (lat. tincta aqua = gefärbtes Wasser) ist eine Sammelbezeichnung für Schreib- und Zeichenflüssigkeiten. Bereits frühe italienische Zeichnungen wurden mit Eisengallustinte (bestehend natürlichen Gerbstoffen, Tannin und Gallussäure, Eisensalzen und Farbstoffen) gefertigt. Diese Tinte ist schwarz, nimmt aber mit der Zeit durch Oxidation eine braune Färbung an. Weitere Tintenrezepte: Regenwasser, Weingeist, Eisensulfat, Gummi arabicum (1650); Wasser, Weingeist, Kupfersulfat, Kandiszucker (1792).

Seit dem 19. Jh. gibt es chemische Tinten, die meist blau oder violett sind. Tinte wird stärker als Tusche vom Papier aufgesogen.
Es gibt relativ lichtechte, pigmenthaltige Tinten, deren Pigmentpartikel nicht löslich sind und sich nach einiger Zeit vom Lösungsmittel trennen, und farbstoffhaltige Tinten, bei denen sich die Farbstoffe gänzlich im Lösungsmittel auflösen und deren Grad an Lichtechtheit gering ist. Darüber hinaus unterscheiden sich Tintensorten in ihrer Wasserfestigkeit. Einige sind nach dem Trocknen wasserfest, andere hingegen können jederzeit mit dem Pinsel vermalt werden.

Werkmaterial Zeichentusche

Tusche (frz. toucher = berühren) ist seit dem 3. Jh. v. Chr. in China bekannt. Sie ist eine schnell trocknende, stark pigmentierte Farbe, die in Form eines dünnen mattglänzenden Films aufgetragen wird. Tusche besteht aus feinsten Kohlepigmenten, versetzt mit wasserlöslichen Bindemitteln, z. B. tierischem Leim.

Bister, ein löslicher Extrakt von Holzruß, mit Leim und Wasser vermischt, von rötlicher oder gelblichbrauner Färbung, je nach Art des verbrannten Holzes, weitgehend lichtbeständig, jedoch wasserlöslich, gegen 1800 von der Sepia verdrängt.

Sepia, natürlicher, aus dem Sekret des Tintenfisches gewonnener Farbstoff von kühl-braun-grau-violetter Färbung, der zwar seit der Antike zum Schreiben verwendet, jedoch erst Ende des 18. Jahrhunderts von Künstlern benutzt.

Die modernen Tuschen sind nicht mehr aus den traditionellen Grundstoffen Ruß und Kohle verfertigt, sondern aus Gasruß, verseiftem Schellack und Gummi arabicum. Tuschen sind in vielen Sorten und Farben erhältlich, z. B. als farbige Ausziehtuschen (Farbstofflösungen und Schellack, nicht lichtecht), farbige Pigmenttuschen (sog. Spezialtuschen, lichtecht, lichtpausfähig). Tusche oder schwarze Farbe kann auch mit dem Pinsel auf das Papier gebracht werden. Dabei geht man zumeist von einem deckenden Auftrag aus. Setzt man einen Borstenpinsel ein, können linear wirkende Strukturen erzeugt werden, wenn der Pinsel nur noch eine geringe Menge an Farbe enthält, also beinahe trocken ist.


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Zeichengründe

Als Zeichengrund kam im Laufe der Geschichte praktisch jedes Material zur Verwendung. Zeichnen ist allerdings dem Aufkommen und der Verbreitung des Papiers besonders verbunden. Der Papyrus ist das früheste Schreib- und Zeichenmaterial (von dem sich auch der Name des Papiers herleitet). Vom 6. bis zum 14. Jh. übernahm dem Pergament - enthaarte, eingeweichte, in Kalk zur Verseifung des Fettgehaltes "geäscherte", in Rahmen gespannte, geschabte Tierhäute - eine dominierende Rolle. Es wurde durch das in China erfundene und im 13. Jh. von den Arabern in Europa verbreitete Papier abgelöst.

Die Wahl des Zeichengrundes ist eng mit der Wahl des Zeichenwerkzeugs verbunden. Federn geben beim Zeichnen wesentlich weniger Tinte ab als Pinsel. Deshalb sollte das Papier nicht zu saugstark sein. Sind die Federn scharfkantig, können sie leicht im Papier hängen bleiben, wodurch Papier und Feder beschädigt werden. Folglich sollte das Papier eine glatte Oberfläche besitzen. Haben Federn keine scharfe Spitze (Bambus oder Rohrfedern), können sie auch auf rauhem Untergrund verwendet werden.

Literatur

Kunst+Unterricht 229/1999.
Kunst+Unterricht 88/1984.
Kunststunde, Blatt 8. Dietzenbach o. J.
Kunststunde, Blatt 229. Dietzenbach 1998.
Stach, Walter / Zens, Herwig: Kunst-Begriffe. Stuttgart 1993.


 

Dagmar Wilde / Seminarpapier FS VU / 09/99


Literaturhinweise: Bildnerische Entwicklung im Grundschulalter

Zeichnen in der Grundschule - Bildnerische Entwicklung von Kindern

 

 

 

©opyright Dagmar Wilde, Berlin, April 2001

letzte Aktualisierung 06.04.2003

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