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Musisch-Ästhetische
Erziehung in den Berliner Rahmenplänen |
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"Erziehung und Unterricht sind untrennbar miteinander verbunden., Aufgabe der Grundschule ist es, den Kindern Hilfen zur persönlichen Entfaltung zu geben, Selbstvertrauen und Selbständigkeit unter Beachtung der Ansprüche anderer zu entwickeln und sie so zu verantwortlichem Handeln in der Gemeinschaft zu erziehen. Aufgabe der Grundschule ist es, die Kinder in ihrer intellektuellen, emotionalen, schöpferischen, manuellen und körperlichen Entwicklung planvoll zu fördern und sie allmählich zum systematischen Lernen zu führen." (Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule, A II, Die Grundschule, I, S. 1.) |
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"Die Grundschule soll in ihrer gesamten Arbeit die schöpferischen Fähigkeiten der Kinder fördern und sie zum phantasievollen und gestaltenden Umgang mit Wirklichkeit anregen." (Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule, A II, Die Grundschule, I, S. 2.) |
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"Die Schüler müssen vielfältige Gelegenheiten zur Eigentätigkeit und zum entdeckenden Lernen erhalten. Auf diese Weise wird zugleich eine Grundlage für die Entwicklung des begrifflichen Denkens und der Abstraktionsfähigkeit geschaffen." (Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule, A II, Die Grundschule, II, S. 3.) |
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Die
musisch-ästhetische Erziehung kann und darf demzufolge nicht »Alles«
und somit »Nichts« sein. Die Sache/der Lernbereich (Schwerpunktsetzung!)
und die Lernvoraussetzungen der Kinder bedingen die Inhaltsauswahl und
weist auf sachstrukturell sinn-volle Verbindungen zu anderen Lernbereichen
hin. Es stellt sich letztlich die Frage, wo (und wie) Elemente Musisch-Ästhetischer
Erziehung im vorfachlichen Unterricht i. A. bzw. in den jeweiligen Lernbereichen
i. Bes. integriert werden sollten/könnten. |
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»Kreativer
Umgang mit Sprache regt zu eigenständiger Sprachgestaltung und zum
Nachdenken über Sprache an.« »Mündlicher
Sprachgebrauch ist einerseits Unterrichtsprinzip, andererseits Unterrichtsgegenstand
und umfaßt die Aspekte Gespräch, Sprecherziehung, Darstellendes
Spiel.« »Sprecherziehung
fördert die Fähigkeit des Sprechers, Sprache gut artikuliert
und der Sprecher/Hörer-Situation angemessen zu benutzen. Darüber
hinaus sollen die Schüler lernen, Sprechrhythmus, Melodieführung
und Lautstärke zur Unterstützung ihrer Redeabsichten einzusetzen;
Gestik und Körperhaltung sollen Verständigung unterstützen.
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Sprecherziehung |
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»Das
Darstellende Spiel trägt zur Persönlichkeitsbildung der Kinder
bei; es fördert Kreativität und hilft, kognitive und emotionale
Fähigkeiten zu entwickeln. Darstellendes Spiel gestaltet Realität
nach, nimmt sie vorweg oder entwirft eigene Wirklichkeiten, die unsere
Realität durchbrechen. »Das
Darstellende Spiel vermittelt intensive personale und soziale Erfahrungen
und fördert die Zusammenarbeit mit anderen Lernbereichen und Fächern
der Grundschule, von denen auch Anregungen ausgehen können. Steht
am Ende kontinuierlicher Arbeit eine Aufführung, so werden den Schülern
besonders nachhaltige Erlebnisse vermittelt. Schüleraufführungen
können Fest und Feier in der Schule bereichern und über die
Schule hinaus wirken. Theaterbesuche (Puppenspiel, Kinder- Jugendtheater)
unterstützen die Arbeit am Darstellenden Spiel. Anregungen durch
Film und Fernsehen werden aufgegriffen.« |
Darstellendes Spiel |
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Beim
Lesen wird die Bedeutung eines Textes produktivÐschöpferisch erschlossen,
seine Inhalte und Bedeutungsebenen werden im fortschreitenden Prozeß
freigelegt. »Aufgabe
des weiterführenden Leseunterrichts ist es, die Lesefertigkeit zu
steigern, die Lesefähigkeit zu erweitern, eine altersgemäße
Lesemündigkeit zu entwickeln. Dieses läßt sich nur erreichen,
wenn die Schüler Freude am Lesen empfinden (sich Stimmungen hingeben,
Lektüre genießen) (...), mit Texten produktiv umgehen (vortragen,
darstellen, inszenieren, zusammenstellen, verändern).«
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Lesen |
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»Die
Schüler sollen erfahren, daß sowohl das Schriftbild als auch
der Einsatz graphisch-gestalterischer Mittel von der Schreibabsicht mitbestimmt
werden und zum Textverständnis beitragen. Dies gilt für das
Schreiben in Heften und auf Arbeitsblättern ebenso wie an der Wandtafel
und am Tageslichtprojektor. Der Bezug zur Bildenden Kunst sollte genutzt
werden.« |
Schreiben |
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»Im
Vordergrund der ästhetischen Erziehung steht damit die gestaltende
und phantasiebetonte Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Das heißt,
im Bereich Bildende Kunst sollen die Schüler eigentätig auf
kreativen Wegen zu individuellen Ergebnissen kommen, mit denen sie anschaulich
vergegenständlichen, was sie von der Wirklichkeit begriffen haben.
(...) Vorrangige Aufgabe kunstpädagogischer Tätigkeit in den
Klassen 1 bis 6 ist die Förderung eines ganzheitlichen Lernens mit
"allen Sinnen", wobei zwar die fachlichen Schwerpunkte auf dem Gesichtssinn
und dem Tastsinn liegen, die Einbeziehung aller Sinne aber anzustreben
ist, damit die Schüler ihr Wahrnehmungsvermögen und ihr bildnerisches
Ausdrucksvermögen möglichst umfassend erweitern. Beim Herstellen
und Betrachten von ästhetischen Objekten, Funktionen und Situationen
werden sinnliche, emotionelle, intellektuelle und kommunikative Erfahrungen
gesammelt.« »Im
vorfachlichen Unterricht der Klassen 1 und 2 werden die ästhetischen
Aktivitäten der Kinder vor Beginn der Schulzeit in (...) Formen ästhetischen
Lernens aufgenommen (...)«, weiterentwickelt und sprachlich verarbeitet.
»Damit die Schüler ihren Erfahrungsschatz erweitern und differenzieren
können, soll ihnen vermittelt werden, wie sie in ästhetischen
Aktivitäten sachgerechte Grunderfahrungen machen können. In
den Klassen 3 und 4 werden die ästhetischen Aktivitäten weiterhin
in den vorfachlichen Unterricht eingegliedert. Durch Verknüpfung
mehrerer Lernbereiche sollen Sinn-Zusammenhänge erlebt werden, welche
die Orientierung in der Erfahrungs- und Lebenswelt der Kinder unterstützen.
Entdeckendes Lernen, Anregung der Phantasie und die Entfaltung des individuellen
Ausdrucks sollen dabei besonders im Vordergrund stehen. Mehr und mehr
werden auch sachgerechte Verfahren ästhetischer Aktivitäten
verfügbar und sollen angewendet werden zur praktischen und theoretischen
Auseinandersetzung mit der direkt erfahrenen und durch Massenmedien vermittelten
Umwelt.« |
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»Aufgaben
des Musikunterrichts in der Grundschule sind... unterschiedliche AktionsÐ
und Darbietungsformen (zu präsentieren), die... Erlebnis- und Genussfähigkeit
zu steigern, Freude an Musik und mit Musik zu empfinden und schöpferische
Kräfte zu entwickeln...« »Wie
in anderen Fächern (Lernbereichen), so ist auch im Musikunterricht
regelmäßige Zusammenarbeit mit anderen Fächern bei Projekten
und fächerübergreifenden Inhalten anzustreben. Deutsch, Sport,
Werken,... Bildende Kunst.« |
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Schulsport
soll zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, Erhaltung der Gesundheit
und zur individuellen Persönlichkeitsentfaltung im sozialen Kontext
beitragen. Klassenstufe
1/2. Klassenstufe
3/4 Gymnastik
Klasse 1/2 Gymnastik
Klasse 3/4 (Vgl.: a.a.O., S. 12.) |
©opyright Dagmar Wilde, Berlin, Januar 2000
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06.04.2003