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Dagmar Wilde SS 00 / FUB 12413 S "Planung von Unterrichtssequenzen zum Texte verfassen in der Grundschule"Journalschreiben als seminarbegleitende TätigkeitJuliane Thielmann 05.06.2000Thesen und Fragen zum Texte verfassenReflexion zum Seminartreffen am 22.5.2000Arbeit am Buch - Abraham / Beisbart / Koß / Marenbach: Praxis des Deutschunterrichts. Donauwörth 1998.3 zentrale Thesen zum Texte verfassen1) 2) 3) 3 Fragen zum Texte verfassen1) Mündlichkeit bereitet Schriftlichkeit vor (Themenöffnung, -klärung, Ideenspeicher, Handlungspole etc.) - Mündlichkeit lässt sich aber nicht in Schriftlichkeit umformen (nun schreibt es so auf, wie ihr es eben erzählt habt...) 2) Leistungen würdigen, kommentieren (auch wertend) - nicht unbedingt immer mit "Nummern", viele Einzelleistungen ergeben ein Bild des Könnensstandes und der Entwicklung... 3) kreatives Schreiben ist nicht unbedingt frei von Kriterien, wenn Kriterien existieren, können Leistungen beurteilt werden (auch im Bereich des kreativen Schreibens... dazu z. B. Merkelbach, Spinner...) 3 leitende Thesen zur Unterrichtsplanung1) 2) ...das haben Sie ja schlichtweg genial formuliert! Respekt!! 3) ...hierzu mein Widerspruch: und in gleicher Gewichtung die Sachorientierung! (Ausgewogenheit zwischen Sach- und Kindorientierung ist unverzichtbar!) 3 Fragen zur Unterrichtsplanung im Lernbereich Deutsch/ Texte verfassen1) Das richtet sich - meiner Erfahrung nach - z. T. nach den Anforderungen des Adressaten, dem Sie die Planung aushändigen. 2) Literaturtipp: Liebnau, Ulrich: Eigensinn. Kreatives Schreiben - Anregungen und Methoden. Frankfurt/M. 1999 (2. A.) (Diesterweg). Reflexion zum Seminartreffen am 22.5.2000Juliane Thielmann Journaleintrag zum 22.05.2000 - Thema: Sachanalyse zu "Freiem Schreiben"Mir ging es in der letzten Seminarsitzung ebenfalls so, dass ich eher unbefriedigt den Raum verließ, da mir nicht klar wurde, was eine Sachanalyse zum Thema "Freies Schreiben" an Aspekten enthalten muss und was die abgrenzenden Kriterien zur Bedingungsanalyse und zur didaktischen Analyse sind. Alle Beispiele, die von den einzelnen Gruppen genannt wurden, fielen nach meinen bisherigen Vorkenntnissen aus dem Fachdidaktikkurs zu meinem Fach in die Bereiche der anderen Analyse, aber nicht in die Sachanalyse. Ich verstand die Sachanalyse bisher immer als abgegrenztes Gebiet, dass eigentlich keine didaktischen Aspekte umfasst und sich auch nicht mit den Vorkenntnissen oder den benötigten Fähigkeiten, die die Schüler aufweisen sollten, auseinandersetzt. Ich dachte, dass in die Sachanalyse Fakten zu dem betreffenden Thema gehören, die aber mit dem Unterrichten selbst noch nicht viel zu tun haben. Da ich gar nicht genau weiß, was Freies Schreiben eigentlich ist, wie es wann und durch wen in der Schule eingesetzt wurde und welche Überlegungen hinter dieser Art Schreiben stehen, hatte ich angenommen, dass die Beantwortung dieser Fragen einen Teil der Sachanalyse darstellen würden, sah mich aber in dieser Annahme weder in der Gruppenarbeit noch bei der Besprechung der Ergebnisse bestätigt. Freies Schreiben ist aber eben keine "Sache" (kein Sachthema wie z. B. "Wetter", sondern ein didaktisch-methodischer Ansatz, damit lösen sich die Grenzen zwischen Sachklärung und didaktischer Analyse im Feld Texte verfassen auf - genau darin liegt die Schwierigkeit, die Sie weiter oben benannt haben... Die einzelnen Gruppen nannten Dinge wie Rechtschreibung, Grammatik, stilistische Mittel und die Abgrenzung von Textsorten als Aspekte, die die Sachanalyse näher betrachten sollte. Ist damit gemeint, dass die Rechtschreib- oder Grammatikprobleme, die bei dieser Art Schreiben auftreten könnten, schon vorher bedacht und analysiert werden sollen? Oder soll die Rolle, die Rechtschreibung oder Grammatik beim Freien Schreiben spielen sollte, erläutert und begründet werden? (Letzteres kann ich mir als der Sachanalyse zugehörig besser vorstellen als das zuerst genannte!) Es kommt immer darauf an... Ich weiß, die Antwort kann Sie zur Zeit nicht recht befriedigen, aber es kommt wirklich darauf an, was für eine Schreibaufgabe Sie genau auswählen, um zu klären, was genau in die Sachklärung gehört (Schreiben einer Fantasiegeschichte zu einem Bild oder Schreiben eines Dialogs zu einem Bild - welche Mitztel der wörtlichen rede erfordert ein Dialog - damit sind wir bei der Rechtschreibung - , zu welchem Bild - damit gerät in den Blick "Was zeigt das Bild, wie ist es aufgebaut etc., damit geraten u. U. aber auch Begrifflichkeiten, die für das Schildern der Handlung erforderlich sind in den Blick - die Abbildung könnte z. B. eine Telefonleitung, aber auch eine Stromleitung darstellen etc....) Nach dem Seminar versuchte ich, etwas über Freies Schreiben herauszufinden. In der EWI-Bibliothek gibt es nicht sehr viele Informationsquellen zum Thema Freies Schreiben, aber einige Artikel in Zeitschriften gibt es doch und auch in dem Buch "Praxis des Deutschunterrichts" von Abraham, Beisbart u.a. ist ein Abschnitt dem Freien Schreiben gewidmet. Eine Zusammenfassung dieser Artikel würde ich als sinnvoll für die Sachanalyse sehen. Na bitte... Eine eindeutige Stellungnahme von Frau Wilde, was in die Sachanalyse gehört und wie sie sich von den anderen Analysetypen abgrenzt, fände ich sehr hilfreich und würde mich sehr freuen. Na ja, ich habe es oben versucht, konkret wäre es z. B. bei den Unterrichtsentwürfen auf der Website zu überprüfen (zumindest nachzulesen, was dort von den Verfassern in der Sachanalyse aufgeführt wurde - was ich kläre ist nicht unbedingt auch das, was ich dann letztlich schriftlich festhalte...) 27.05.2000 - Nachtrag -Bei der Beschäftigung mit Teil III des Buches "Praxis des Deutschunterrichts" fand ich zum Thema Sachanalyse folgenden Abschnitt ( S.255): " In den Lernbereichen Mündlicher und Schriftlicher Sprachgebrauch gibt es nur bedingt die Möglichkeit, fachwissenschaftliche Grundlagen zur Klärung der Sachverhalte heranzuziehen. Hier fällt die Sachanalyse weitgehend mit den didaktischen Überlegungen zusammen. Zur Auseinandersetzung mit den Fragen, was das Wesen einer Diskussion ausmacht oder wie es um die Aufsatzformen steht, kann auch die Orientierung im systematischen Teil dieses Buches beitragen. (...) Darüber hinaus sollte Teil II mit der Vorstellung der Tätigkeiten und Handlungsweisen auf entsprechende Sachinformationen hin durchgesehen werden." Ich denke, dieser Abschnitt beantwortet meine Fragen und bestätigt mich in meinen "Ansprüchen" an eine Sachanalyse. Es handelt sich beim "Freien Schreiben" um einen Ausnahmefall in Bezug auf die Sachanalyse, da hier didaktische Überlegungen nicht weitestgehend ausgeklammert werden können. Meine Verwirrung ist zumindest teilweise behoben. Das freut mich - die Verwirrung war aber vor allem ein wichtiger Lern-Schritt für Sie. Es gibt eben nicht immer den raschen Input-Output... dazu ist die "Sache" meist zu komplex (nicht nur die Sache "Sachanalyse"...) Literaturhinweise zur Sachklärung im Bereich Texte verfassenFragestellungen zur Unterrichtsplanung im Bereich Texte verfassen
Arbeit am Buch: "Praxis des Deutschunterrichts" (Abraham / Beisbart / Koß / Marenbach: Praxis des Deutschunterrichts. Donauwörth 1998.)Teil I, Abschnitt 1: Miteinander reden- Mündlicher Sprachgebrauch"Die Öffnung schulischer Gespräche in Richtung natürlicher Gespräche gelingt nicht von heute auf morgen. Der Lehrer sollte nicht in jedem Fall versuchen, alle Schwierigkeiten z.B. durch Verbote zu vermeiden. Schüler müssen auch lernen, sich in nicht-idealen Gesprächen zu behaupten." (Zitat, Seite14) Teil I, Abschnitt 2: Texte schreiben- Schriftlicher Sprachgebrauch
Schreiben in der Schule muss leisten:Stärkung der individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Befähigung, angemessene Texte zu schreiben- orientiert an Themen, Situationen, Lesern, Sprachniveaus, Stilvarianten...
heutiger Didaktikstand: Lösung vom Kanon der Aufsatz-Schulformen durch:
Weitere Prinzipien:
Schreibaufgaben besser vorher nicht mündlich besprechen, sondern einen direkten Weg zur Schreibaufgabe (z.B. schriftliche Antwort auf einen Brief) nach der Lektüre des Textes finden Teil I, Abschnitt 3: Umgehen mit Texten
Pragmatische Kommunikation: der Text ist ein Gebrauchstext, er muss dem Wahrheitskriterium genügen, der Text will in die wirkliche Welt eingreifen Ästhetische Kommunikation: Wahrnehmungs- und Deutungsangebote, die der Text macht, sollen vom Leser wahrgenommen werden. Durch den Text angestoßen wird eine fiktive Wirklichkeit aufgebaut Teil I, Abschnitt 4: Sprachbetrachtung"Wieviel Grammatik braucht der Mensch?" 2 Konzepte:
Teil I, Abschnitt 5: Rechtschreibenneue didaktische Position: Rechtschreiben hat dienende Funktion Teil I, Abschnitt 6: Integrativer Deutschunterricht
Methodische Aspekte: Spiel und Medien Projektunterricht:
Teil II, Assoziatives Schreiben
Teil II. Computergestütztes Schreiben und Revidieren
Teil II, Freies Schreiben
Teil II, Nacherzählen
Teil II, Précis schreiben
Teil II, Sachtexte verfassen: Berichten/Beschreiben
Teil II, Schreiben nach Texten
Teil II, Schreibkonferenzen organisieren
Textinteresse statt Benotungsinteresse Bereitschaft, seinen Text als überarbeitungswürdig zu sehen, statt erste Texte als zu benotende Leistung abzuliefern Interesse am anderen und an seinen Geschichten Teil II, Standardisierte Texte verfassen
Teil II, Überarbeiten eigener Texte/ Textrevisionen durchführen
Teil II, Umschreiben von Texten
Teil III, Planung einer UnterrichtseinheitSachanalyseist vor allem unter Planungsaspekten zu sehen:
Didaktische AnalyseBeschäftigung mit.
Kriterien, nach denen ich versuche, zu legitimieren:Kriterium des Exemplarischen Kriterium der Gegenwartsbedeutung Kriterium der Zukunftsbedeutung Kriterium der Realisierbarkeit Kriterium der Zugänglichkeit Kriterium der Lernvoraussetzungen
Methodische ÜberlegungenANTWORT AUF DIE FRAGE WIE?!Entscheidungen in folgenden Bereichen müssen getroffen werden:
Ihre engagierte Auseinandersetzung mit der Literatur finde ich beachtlich! |
©opyright Juliane Thielmann, Berlin, Juni 2000
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06.04.2003