"Planung
von Unterrichtssequenzen zum Texte verfassen in der Grundschule"
Erwartungshorizont
zum Seminar im SS 2000
Miteinander
lernen bedeutet:
ohne die anderen kann ich nicht lernen und arbeiten
- die anderen können ohne mich nicht lernen und arbeiten...
Konzeption
des Seminars
Es
wird eine selbstgesteuerte und selbstverantwortliche Auseinandersetzung
mit dem Thema angestrebt, die neben der Bearbeitung von Inhalten (Fachwissen)
den Erwerb bzw. den reflektierten Einsatz von Methoden des Lernens
(Methodenkompetenz) einschließt.
Zum
einen soll eine Theoriebildung zum Schreiben zum Schreiben in der
Grundschule erfolgen, zum anderen sollen Handlungskompetenzen zur
Planung von Unterricht erworben werden. Darüber hinaus soll eine
praktische Entfaltung des eigenen Schreibens das Schreiben als Mittel
zum Lernen erfahrbar machen (Journal). Aus fachlich-didaktischen Prämissen
sowie individuellen Schreiberfahrungen sollen Kriterien an Schreibanlässe,
Schreibprozesse, Schreibhilfen, Schreibprodukte und deren förderliche
Begleitung und Bewertung erarbeitet werden.
In
arbeitsteiligem Vorgehen werden unter Bezug auf die Schreibprozessforschung,
die Schreibdidaktik, den Rahmenplan Unterrichtssequenzen zum Texte
verfassen konzipiert.
Indem
Lern- und Arbeitsmethoden bei der Auseinandersetzung mit Inhalten
reflektiert eingesetzt werden (Umgang mit Texten, Gruppenarbeit, Ergebnispräsentationen,
Visualisierungen, Moderationsstrategien, Aktivierung von Zuhörerinnen
etc.), sollen Formen des Lernens kennen gelernt bzw. angewendet werden,
die Sie als Lehrende dazu befähigen bzw. ermutigen, Arrangements
und Methoden veränderter Lehr-/Lernkozepte im Unterricht zu realisieren.
Um
neue "Lernkulturen" in Verbindung mit der Nutzung "Neuer Medien" zu
erproben stehen Seminarpapiere online zur Verfügung und es ist
angestrebt, die Arbeitsprozesse (auch als Zwischenergebnisse) im Internet
zu kommunizieren sowie die Ergebnisse des Seminars im Internet zugänglich
zu machen.
Ziel
ist es, am Ende des Semesters theoretische Grundlagen, unterrichtspraktische
Konkretionen sowie Methodenkompetenzen (hinzu)gewonnen zu haben.
Erwartungen
an die Teilnehmer/innen
Eine
Vernetzung mit dem Seminar "Texte verfassen im verbundenen Sprachunterricht"
(Fr. 14-16) ist wünschenswert, da dort die theoretische "Grundnahrung"
erarbeitet werden kann, was eine stärkere Fokussierung der unterrichtspraktischen
Konkretionen im Seminar am Montag ermöglichen würde.
Die
Arbeitsergebnisse entstehen in der gemeinsamen Arbeit - dafür
ist die vor- und nachbereitende sowie begleitende Lektüre unverzichtbar.
Die Texte des Readers sind für alle Teilnehmer/innen Pflichtlektüre.
Vertiefende Titel bietet die Literaturliste.
Die
Arbeit im Seminar soll nicht rezeptiv, sondern produktiv erfolgen.
Ich stelle Ihnen dafür Sachinformationen, Diskussionsimpulse,
Literatur, Beratung und Gesprächsbereitschaft zur Verfügung.
Die Arbeitsgruppen stellen dem Plenum Erkenntnisse, Fragen und Ideen
- entsprechend dem jeweiligen Stand Ihrer Planungsarbeit - vor. Ihren
Kompetenzerwerb steuern Sie selbst in der Arbeit in Ihrer Gruppe und
im Plenum.
Es
ist unverzichtbar, das die Teilnehmer/innen außerhalb der Seminarzeiten
regelmäßig in ihren Arbeitsgruppen an der Konzeption und
Verschriftung ihrer Unterrichtssequenz weiterarbeiten.
Leistungsanforderungen
Aktive
Teilnahme an den Seminarveranstaltungen (produktive Mitarbeit, konstruktives
Umgehen mit vorbereitender/nachbereitender Lektüre).
Text
"Biografisches Schreiben" in Druckfassung und in digitaler Fassung
zur Einstellung auf der Website für das Seminar. (Näheres
in der 1. Veranstaltung)
Journal
zu während der pers. Planungsarbeit erfahrenen Arbeitsprozessen
und -ergebnissen, erarbeiteten Kenntnissen und Erfahrungen, offenen
Fragen, weiteren Zielen etc.. In digitaler Form zur Einstellung auf
der Website für das Seminar ausgehändigt.
Schriftliche
Planung einer Unterrichtssequenz zum Texte verfassen (Klassenstufen
1-4 nach Wahl) als Gruppenergebnis zum 03.07.
Max.
2 begründet entschuldigte Fehlzeiten,
Form
der schriftlichen Unterrichtsplanungen
Möglichkeiten
der Verschriftung von Planungsentscheidungen und -begründungen
werden im Seminar erarbeitet.
Erwartungen
an die Journale
Das
Journal stellt einen Versuch dar, die individuellen Lernprozesse und
den persönlichen Lernertrag der Arbeit im Seminar sowie der Entwicklung
Ihrer Unterrichtssequenz zu dokumentieren.
Ihre
Aufgabe besteht darin, die Erkenntnisse, Fragen, Gedanken, Prämissen
aus der Fachliteratur (mit Quellenangaben, Zitaten etc.), die Sie
im Rahmen Ihrer Lektüre und Ihres Austauschs in Ihrer Arbeitsgruppe
gewonnen haben, zu dokumentieren (Schreiben zur Vergewisserung für
sich selbst) als auch für Leser/innen zu dokumentieren (Schreiben
im Diskurs mit Leserinnen, Diskussionsanstöße, Informationen,
Offenes anbietend).
Bei
der Anlage der Journale ist experimentelles Vorgehen erwünscht:
Finden Sie - in Zusammenarbeit mit anderen - Ihre eigenen Wege und
Dokumentationsformen.
Formalia
Grenzen
des Experimentellen:
Berücksichtigen Sie bitte bei allen schriftlichen Ausführungen
die Neuregelung der Deutschen Rechtschreibung. (Betrachten Sie das
als Trainingsfeld - für den Unterricht ist die Orientierung an
der Neuregelung seit Jahren verbindlich!)
Alle
schriftlichen Ausarbeitungen sollten inhaltliche und formale Kriterien
an wissenschaftliche Arbeiten (Zitierweise, Quellen-/Literaturangaben
etc.) erfüllen. (Betrachten Sie das als Trainingsfeld für
Ihre Examensarbeiten.)
Bitte
lassen Sie mir alle Ergebnisse sowohl in Papierform als auch in digitaler
Fassung (auf Diskette oder per E-Mail-Anlage) zukommen
Literaturempfehlung:
Bünting,
Karl-Dieter u.a.: Schreiben im Studium. Ein Trainingsprogramm. Frankfurt/M.
1996 (Scriptor).
Pabst-Weinschenk, Marita: Reden im Studium. Ein Trainingsprogramm. Frankfurt/M.
1995 (Scriptor).
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