Miteinander
lernen bedeutet:
ohne die anderen kann ich nicht lernen und arbeiten
- die anderen können ohne mich nicht lernen und arbeiten...
Konzeption
des Seminars
Es
wird eine selbstgesteuerte und selbstverantwortliche Auseinandersetzung
mit dem Thema angestrebt, die neben der Bearbeitung von Inhalten (Fachwissen)
den Erwerb bzw. den reflektierten Einsatz von Methoden des Lernens
(Methodenkompetenz) einschließt.
Zum
einen soll eine Theoriebildung zum Schreiben i. A. und zum Schreiben
in der Grundschule i. Bes. erfolgen. Zum anderen soll eine praktische
Entfaltung des eigenen Schreibens stattfinden, indem Schreiben als
Mittel zum Lernen genutzt und erfahren wird.
In
z. T. arbeitsteiligem Vorgehen sollen möglichst viele Facetten
zum Problemkreis erfahren und erarbeitet werden. Aus fachlich-didaktischen
Prämissen sowie individuellen Schreiberfahrungen sollen Kriterien
an Schreibanlässe, Schreibprozesse, Schreibhilfen, Schreibprodukte
und deren förderliche Begleitung und Bewertung erarbeitet werden.
Indem
Lern- und Arbeitsmethoden bei der Auseinandersetzung mit Inhalten
reflektiert eingesetzt werden (Umgang mit Texten, Gruppenarbeit, Ergebnispräsentationen,
Visualisierungen, Moderationsstrategien, Aktivierung von Zuhörerinnen
etc.), sollen Formen des Lernens kennen gelernt bzw. angewendet werden,
die Sie als Lehrende dazu befähigen bzw. ermutigen, Arrangements
und Methoden veränderter Lehr-/Lernkozepte im (Grundschul)Unterricht
zu realisieren.
Um
neue "Lernkulturen" in Verbindung mit der Nutzung "Neuer Medien" zu
erproben stehen Seminarpapiere online zur Verfügung und es ist
angestrebt, die Arbeitsprozesse (auch als Zwischenergebnisse) im Internet
zu kommunizieren sowie die Ergebnisse des Seminars im Internet zugänglich
zu machen.
Ziel
ist es, am Ende des Semesters theoretische Grundlagen, unterrichtspraktische
Konkretionen sowie Methodenkompetenzen (hinzu)gewonnen zu haben.
Erwartungen
an die Teilnehmer/innen
Jede(r)
steuert ihren/seinen Lernprozess selbst, dazu muss jede(r) aktiv werden:
Erfahrungen einbringen, Informationen verarbeiten, Lerninteressen
äußern, Lernbedürfnisse offen ansprechen, selbständig
weiterarbeiten...
Die
Arbeit im Seminar soll nicht rezeptiv, sondern produktiv erfolgen.
Ich stelle Ihnen dafür Sachinformationen, Diskussionsimpulse,
Literatur, Beratung und Gesprächsbereitschaft zur Verfügung.
Die Arbeitsgruppen stellen dem Plenum Erkenntnisse, Fragen und Ideen
vor. Ihren Kompetenzerwerb steuern Sie selbst in der Arbeit in Ihrer
Gruppe und im Plenum.
Aktives
Lernen
in der Seminargruppe
Die
Arbeit verläuft nur dann konstruktiv, wenn sich alle Teilnehmer/innen
aktiv und engagiert einbringen (Veranstaltungen und Arbeitsgruppen
als Trainingsfeld für mündliche Rede...), nicht auf Informationen
warten, sondern sich Informationen beschaffen.
Die Arbeitsergebnisse entstehen in der gemeinsamen
Arbeit - dafür ist die vor- und nachbereitende sowie begleitende
Lektüre unverzichtbar. Die Texte des Readers sind für alle
Teilnehmer/innen Pflichtlektüre. Vertiefende Titel bietet die Literaturliste.
Im
Verlauf des Semesters können einzelne Seminarveranstaltungen
von Teilnehmer/innen vorbereitet und gestaltet werden. Leitfragen
für entspr. Themenschwerpunkte werden vorab besprochen. Literatur
findet sich im Literaturverzeichnis (und steht im Reader zur Verfügung).
Fragestellungen
können von verschiedenen Arbeitsgruppen (unter Verwendung unterschiedlicher
Quellen, unter unterschiedlicher Akzentuierung der Arbeitsschwerpunkte
etc.) bearbeitet werden.
Inhalt
und Form der Präsentationen und Handouts sollten zum Schluss
jeder Veranstaltung bzw. zum Ende des Seminars ein Feedback durch
die Gruppe erhalten (Informationsgehalt, didaktisch-methodische Aufbereitung,
formale Anforderungen usw.), um den Referenten Anerkennung, konstruktive
Kritik und Hinweise zur Weiterarbeit zu eröffnen.
Anforderungen
an alle Teilnehmer/innen
Aktive
Teilnahme an den Seminarveranstaltungen (produktive Mitarbeit, konstruktives
Umgehen mit vorbereitender/nachbereitender Lektüre).
Text
"Biografisches Schreiben" in Druckfassung und in digitaler Fassung
zur Einstellung auf der Website für das Seminar. (Näheres
in der 1. Veranstaltung)
Max.
2 begründet entschuldigte Fehlzeiten.
Leistungsnachweise
für Scheine
Leistungen
wie oben aufgeführt.
Präsentation
der Arbeitsergebnisse, Arbeitsprozesse in der Gruppe zu einem ausgewählten
Aspekt, d. h. teilnehmerorientierter Kurz-Vortrag,
gestützt durch Thesenpapier (oder Gliederung mit wesentlichen
Aussagen, MindMap etc.).
sowie zum Ende des Semesters vorzulegendes
Journal
zu Arbeitsprozessen und -ergebnissen, erarbeiteten Kenntnissen und
Erfahrungen, die im Zuge der Bearbeitung des persönlichen Arbeitsschwerpunkts
gewonnen wurden. In digitaler Form zur Einstellung auf der Website
für das Seminar ausgehändigt.
Max.
2 begründet entschuldigte Fehlzeiten
Form
von Präsentationen
Präsentationen
der Gruppenarbeits(zwischen)ergebnisse sollten in freier Rede erfolgen
und unbedingt Aufgaben für die Zuhörer beinhalten (Ausprobieren,
Vermuten, Zusammenfassen, Visualisieren), möglichst verschiedene
Sozialformen (Einzel-/ Partner-/Gruppenarbeit) sowie Veranschaulichungen
integrieren (Tafelbilder, Plakate).
Ihre
methodischen Kreativität ist gefordert! Versuchen Sie., Ihre
Arbeit möglichst anschaulich und möglichst komprimiert zu
präsentieren. Hilfsmittel können sein: Plakate, Grafiken,
Mind-Maps, Thesenpapiere, Wandzeitungen, Tafelbilder... Beziehen Sie
die Zuhörer/innen in Ihre Präsentation ein, wo dies sinnvoll
bzw. möglich ist.
Erwartungen
an die Journale
Das
Journal stellt einen Versuch dar, die herkömmlichen Referate-Skripts
durch eine Dokumentationsform zu ersetzen, die den Schreiber/innen
einen vertiefteren Zugang zu ihren persönlichen Lernergebnissen
erschließt und den Leser/innen Einblicke in Wege und Ergebnisse
der Auseinandersetzung mit einer Fragestellung eröffnet.
Bei
der Anlage der Journale ist experimentelles Vorgehen erwünscht:
Finden Sie - in Zusammenarbeit mit anderen - Ihre eigenen Wege und
Dokumentationsformen.
Ihre
Aufgabe besteht darin, die Erkenntnisse, Fragen, Gedanken, Prämissen
aus der Fachliteratur (mit Quellenangaben, Zitaten etc.), die Sie
im Rahmen Ihrer Lektüre und Ihres Austauschs in Ihrer Arbeitsgruppe
gewonnen haben, zu dokumentieren (Schreiben zur Vergewisserung für
sich selbst) als auch für Leser/innen zu dokumentieren (Schreiben
im Diskurs mit Leserinnen, Diskussionsanstöße, Informationen,
Offenes anbietend).
Formalia
Grenzen
des Experimentellen:
Berücksichtigen Sie bitte bei allen schriftlichen Ausführungen
die Neuregelung der Deutschen Rechtschreibung. (Betrachten Sie das
als Trainingsfeld - für den Unterricht ist die Orientierung an
der Neuregelung seit Jahren verbindlich!)
Alle
Seminarpapiere sollten inhaltliche und formale Kriterien an wissenschaftliche
Arbeiten (Zitierweise, Quellen-/Literaturangaben etc.) erfüllen.
(Betrachten Sie das als Trainingsfeld für Ihre Examensarbeiten.)
Bitte
lassen Sie mir alle schriftlichen Ausarbeitungen sowohl in Papierform
als auch in digitaler Fassung (auf Diskette oder per E-Mail-Anlage)
zukommen.
Literaturempfehlung:
Bünting,
KarlDieter u.a.: Schreiben im Studium. Ein Trainingsprogramm. Frankfurt/M.
1996 (Scriptor).
PabstWeinschenk, Marita: Reden im Studium. Ein Trainingsprogramm. Frankfurt/M.
1995 (Scriptor).
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