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schriftliche Ausarbeitung von Carsten Nix zu den Fachseminarveranstaltungen
am 22.03.00 ("Wir lesen ein Buch... Kinderbücher im verbundenen Sprachunterricht
- Schritte der Unterrichtsplanung), 05.04. und 12.04.00 ("Die kleine Hexe..."
- Texte szenisch und musikalisch umsetzen)
Textanalyse
zum Kinderbuch
"Die kleine Hexe"
von Otfried Preußler
Mögliche
Anknüpfungspunkte zum Bereich "Texte verfassen"
Was
wird erzählt?
Die
kleine Hexe wohnt mit ihrem weisen, sprechenden Raben Abraxas in einem
kleinen Hexenhaus mitten im tiefen Wald. Sie ist mit 127 Jahren für
eine Hexe noch sehr jung und hat erst wenig Erfahrung im Hexen. So verbringt
sie einen Großteil des Tages damit ihr Hexenbuch zu studieren und
sich im Hexen zu üben.
Ihr
sehnlichster Wunsch ist es in der Walpurgisnacht mit ihrem Besen auf den
Blocksberg zu reiten, um dort mit den anderen (älteren) Hexen zu
tanzen, was ihr aufgrund ihres Alters jedoch noch verboten ist. (1)
Trotz
der Warnung von Abraxas mischt sie sich in dieser Nacht unter die zahlreichen
ums Hexenfeuer tanzenden Hexen. Nach einer Weile wird sie von ihrer Muhme
(2) Rumpumpel, einer Wetterhexe, entdeckt, die sie verrät und zur
Oberhexe bringt. Als Strafe für das Mittanzen ohne Erlaubnis wird
der kleinen Hexe der Besen weggenommen und sie muss den weiten Heimweg
zu Fuß zurücklegen. Zuvor trifft sie aber noch mit der Oberhexe
eine Vereinbarung: Sollte es ihr bis zur nächsten Walpurgisnacht
gelingen eine gute Hexe zu werden, darf sie - sofern sie dann die schwierige
Prüfung vor dem Hexenrat besteht - im nächsten Jahr mittanzen.
Nach
einem beschwerlichen Heimmarsch überlegt die kleine Hexe zunächst,
wie sie sich an der Wetterhexe Rumpumpel rächen kann. Abraxas erinnert
sie aber an ihr Versprechen eine gute Hexe zu werden, welches sie dann
nicht einhalten könnte und worüber sich Rumpumpel freuen würde.
So fasst die kleine Hexe den Beschluss nur noch Gutes zu vollbringen.
Fortan
studiert sie noch länger in ihrem Hexenbuch bis sie alle wichtigen
Hexenkunststücke auswendig hexen kann. Ihr neu erworbenes Hexenwissen
nutzt sie, um in den folgenden Monaten viele gute Taten zu vollbringen:
Sie hilft alten Weibern beim Holzsammeln, bringt den strengen Revierförster
zur Vernunft, unterstützt ein armes Mädchen beim Papierblumenverkauf,
rettet zwei Pferde vor einem brutalen Bierkutscher, zeigt zwei verirrten
Kindern den richtigen Weg, rettet deren Ochsen vor dem Erschießen,
wärmt einen Maroni-Verkäufer, beschützt spielende Kinder
vor zwei Spielverderbern, lässt in der Fastnacht Pfannkuchen und
Fastnachtskrapfen regnen, veranstaltet für die Tiere im Wald eine
Fastnacht, heilt einen Kegelbruder von seiner Spielsucht und schützt
das Gelege von Abraxas' Bruder und Schwägerin vor Nesträubern.
Kurz
vor Ende des Hexenjahres wiederholt die kleine Hexe noch einmal alle Hexenkunststücke,
um für die nahende Prüfung vorbereitet zu sein. Schließlich
tritt sie vor den Hexenrat und beweist ihr Können. Alle ihr von den
Hexen gestellten Aufgaben löst sie ohne Probleme. Als die Oberhexe
ihr schon die Teilnahme an der Walpurgisnacht erlauben will erhebt Rumpumpel
Einspruch. Die Wetterhexe berichtet dem Hexenrat von den Taten der kleinen
Hexe, die sie während des vergangenen Jahres heimlich beobachtete.
Die kleine Hexe bestätigt diese Angaben voller Stolz. Da wird die
Oberhexe wütend und erklärt der verständnislosen kleinen
Hexe, dass nur Hexen, die immer Böses hexen, gute Hexen sind. Somit
ist die kleine Hexe eine schlechte Hexe, weil sie stets Gutes hexte.
Zur
Strafe soll sie den Scheiterhaufen für das Hexenfeuer errichten.
Doch die kleine Hexe schmiedet diesmal wirklich einen Racheplan. Kurz
vor Mitternacht in der Walpurgisnacht hext sie alle Besen und Hexenbücher
der anderen Hexen herbei, hext diesen das Hexen ab und steckt den Scheiterhaufen
aus Besen und Büchern in Brand.
Die
kleine Hexe umtanzt allein mit ihrem Raben Abraxas das lodernde Feuer
und ist nun die einzige Hexe auf der Welt, die hexen kann.
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Wie
wird erzählt?
Das
127 Seiten umfassende Buch ist in 20 Kapitel von überschaubarer Länge
gegliedert. Die Rezeption wird ferner durch kurze prägnante Überschriften
gestützt, in denen jeweils auf das zentrale Ereignis verwiesen wird.
Preußler
verwendet die auktoriale Erzählweise, die für die nötige
Orientierung sorgt, durch die Vorgänge zu erklären und einzuordnen
sind und wodurch dem kindlichen Leser ein Gefühl der Sicherheit vermittelt
wird.
Die
Erzählung besteht vor allem aus kleineren Episoden und Dialogen.
Für die Lesenden ist diese Art der Darstellung sehr kurzweilig. So
gibt es auch keine langatmigen Beschreibungen von Einzelheiten und verzögernde
oder hemmende Momente, die den Erzählfluss behindern. Da auch die
Figurendarstellung auf ausführliche Beschreibungen verzichtet, werden
die Personen/die Tiere vor allem durch ihre Handlungen charakterisiert.
Allerdings wird durch diese Erzählweise nur wenig Raum für die
Entwicklung der Protagonisten geboten.
Sprachlich
fallen einige Begriffe auf, die heute nicht mehr zum alltäglichen
Sprachgebrauch gehören: Wurzelknorren, Muhme, Buckelkorb, Klaubholz
etc. Die meisten dieser Wörter lassen sich jedoch aus dem Kontext
erklären bzw. deuten und stören das Lesen nicht.
Die
erzählte Zeit beträgt ungefähr ein Jahr. Die Geschichte
beginnt kurz vor der Walpurgisnacht und endet ein Jahr später zur
gleichen Zeit. Einige der erzählten Episoden führen dem Leser
den zeitlichen Ablauf des Jahres durch die Thematisierung von Jahreszeiten
und bestimmten Festen (der Maronimann im Winter, die schneemannbauenden
Kinder, Fastnacht in der Stadt und im Walde, Ausbrüten der Eier zwischen
Ostern und Pfingsten) vor Augen.
Wie
im Märchen ist in diesem Kinderbuch der Erzählerbericht weitgehend
auf die Handlung konzentriert, ohne zeitliches Davor und Danach und ohne
Kommentar. Man wird beim Lesen an die schlichte poetische Erzählsprache
der Grimmschen "Kinder- und Hausmärchen" erinnert.
"Die
kleine Hexe" ist zu den fantasieorientierten Kinderbüchern zu rechnen.
Das 1957 erschienene Buch weist viele märchenhafte Merkmale auf:
-
typische
Märchenfiguren: Hexen, Rabe
-
Vermenschlichung
von Tieren: sprechender Rabe
-
Beginn
der Geschichte mit "Es war einmal ..."
-
glückliches
Ende
-
zauberhafte
und wunderbare Ereignisse
-
Gegensatz:
gut/böse
Auch
stilistisch erfüllt es wichtige Anforderungen, die man an ein typisches
Märchen stellt. So hat es einen klar gefügten Aufbau, eine innere
Ordnung (Wunsch nach Teilnahme am Hexentanz am Anfang, Verwirklichung
des Wunsches am Ende; das Gute siegt, das Böse unterliegt), besitzt
die Merkmale der "Flächenhaftigkeit" (Einfachheit und Eindringlichkeit
der Gestalten, die sich in klar abgegrenzten, gegensätzlichen Charakteren
niederschlagen) und der Eindimensionalität (Realität und Fantasie
existieren ganz selbstverständlich nebeneinander). (3)
Preußlers
Geschichte ist in der Abgrenzung zu den klassischen Märchen (Volksmärchen,
Kunstmärchen) eher zu den neuen Märchenarten (veränderte
und moderne Märchengeschichten) zu rechnen. Diesen neuen Märchenformen
gegenüber lassen sich unterschiedliche Haltungen ausmachen. Als Befürworter
stellt Doderer die Frage, ob nicht moderne Märchenfiguren wie "die
kleine Hexe [...] aussagekräftiger für das Lebensgefühl
von Jungen und Mädchen des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts sind
als die von Wilhelm Grimm im Zuge einer restaurativen Pädagogik zurechtstilisierten
Kinder, deren Verhalten durch Gehorsam, Hingabe und Ehrfurcht gesteuert
wird" (4)
Grundsätzlich
kann Kinderliteratur in fantastische und realitätsorientierte Kinderbücher
unterschieden werden. Nach Maier sind mit "realistisch" jene Geschichten
gemeint, die ausschließlich wirklich mögliche Tatsachen und
Ereignisse beinhalten, während sich "fantastisch" auf solche Bücher
bezieht, "die sich als Produkte der umwandelnden Vorstellungskraft manifestieren,
indem sie Zustände und Vorgänge beschreiben, die von der Wirklichkeit
anerkannten und erfahrbaren Welt abweichen". (5)
Sahr
sieht diese grobe Unterscheidung jedoch problematisch, da sie all jene
literarischen Formen nicht erfassen kann, die zwischen diesen beiden Polen
liegen und als Mischformen zu sehen sind. Für ihn sind aber gerade
dies die didaktisch interessanten Positionen, die darauf hinweisen, dass
es neben der unwirklichen und märchenhaften Fantasie im Kinderbuch
auch eine Form fantastischer Literatur gibt, die "weltzugewandt" ist.
(6)
Was
bei der Lektüre sofort auffällt, sind die vielen (39) liebevollen
halb- bis ganzseitigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Winnie Gebhardt-Gayler,
die den Text illustrieren und die Wirkung einzelner Szenen unterstützen.
In
den ersten Kapiteln wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der den Wunsch
der kleinen Hexe thematisiert am Hexentanz in der Walpurgisnacht teilnehmen
zu dürfen. Diese Spannung wird während der gesamten Geschichte
gehalten und findet erst im letzten Kapitel ihre Klärung. Doch auch
im Mittelteil wird während der einzelnen Episoden eine Spannung aufgebaut,
die am Ende des Kapitels auch gleich wieder gelöst wird. In diesen
Episoden, in denen die kleine Hexe sich bewähren will und ihre guten
Taten vollbringt, kommt es des Öfteren zur Begegnung zwischen der
fantastischen Welt der Hexe und ihrer Fähigkeit zu zaubern und der
realen Welt der Menschen. Aus diesem Umstand erwachsen viele komische
Situationen.
Von
der ersten Seite an übernimmt die kleine Hexe für den Leser
die Rolle der Sympathieträgerin. Dies hat unterschiedliche Gründe.
Diese liegen einerseits in ihrer Andersartigkeit. Sie ist anders als die
Menschen, weil sie eine Hexe mit den je typischen Eigenschaften ist. Sie
unterscheidet sich aber auch von ihren Artgenossen, da sie noch sehr jung
und auch klein ist. Darüber hinaus - wie spätestens am Ende
der Geschichte deutlich wird - ist sie auch noch eine gute Hexe im Sinne
einer Hexe, die Gutes tut. Die Vollbringung dieser guten Taten, bei denen
sie oft listig vorgeht, aber niemals wirklich boshaft wirkt, tragen ihren
Teil dazu bei die kleine Hexe einfach mögen zu müssen. Nicht
zuletzt versteht es Preußler auch durch seine einfache, humorvolle
und liebevolle Beschreibung der kleinen Hexe und der Handlung den Leser
dazu zu bringen sie ins Herz zu schließen. Man spürt den Wunsch
die Hexe kennenlernen zu wollen. Die Fähigkeit des Autors die Leser
für seine Figuren zu interessieren und zu begeistern lässt sich
auch auf andere seiner Werke übertragen und mag der Grund dafür
sein, dass auch heute noch seine Geschichten von Kindern in zahlreichen
Ländern gelesen werden.
Der
Rabe Abraxas übernimmt in vielen Situationen die Rolle des Gewissens
der kleinen Hexe. Er rät ihr ab auf den Blocksberg zu reiten, erinnert
sie an ihr Versprechen nur noch Gutes zu tun, spricht ihr Mut zu usw.
Nach Sahr und Born ist es eine alte Erkenntnis, dass sich Tiere als Handlungs-
und Identifikationsfiguren für Kinder als günstig erweisen.
Der Rabe ist im Gegensatz zu beispielhafteren Werken der Gattung "Tierbuch"
nur bis zu einem gewissen Grade typisiert, dennoch lassen sich aber auch
in seiner Beschreibung Wesenszüge ausmachen, die sonst nur für
Menschen zutreffen. So hat seine Darstellung streckenweise Modellfunktion
für menschliche Einstellungs- und Verhaltensnormen. Weiterhin fällt
Preußlers anthropomorphe "Zeichnung" des Raben sowie der Tiere im
Kapitel "Fastnacht im Walde" auf. Mensch und Tier stehen auf einer Ebene.
Es gibt keinerlei Distanz und Verständigungsprobleme zwischen ihnen.
So denken, sprechen und auch handeln die Tiere teilweise "menschlich".
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Über
den Autor
Otfried
Preußler wurde 1923 als Sohn eines Lehrers im nordböhmischen
Reichenberg geboren. Dort verlebte er Kindheit und Jugend und besuchte
die Volksschule und die Oberschule für Jungen. 1942 wurde er Soldat
und geriet 1944 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1949 entlassen ging
er nach Oberbayern, absolvierte in München ein pädagogisches
Studium, wurde anschließend Volksschullehrer und blieb bis 1970
im Schuldienst tätig. Mit seiner Frau lebt Preußler heute in
Rosenheim.
Seit
Beginn der 50er Jahre betätigte er sich nebenberuflich als Schriftsteller.
Er schrieb zunächst Hörspiele für den Kinderfunk und schließlich
auch die ersten Kinderbücher. Für seine Werke erhielt Preußler
zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Seine Bücher liegen in mehr
als 80 fremdsprachigen Übersetzungen vor und auch seine Bühnenstücke
zählen zu den meistgespielten des zeitgenössischen Kindertheaters.
Preußler
sieht sich nach seinem Selbstverständnis als einen "vergleichsweise
simplen Geschichtenerzähler ohne alle gesellschaftspolitischen Ambitionen,
mehr aus dem Herzen, als mit dem Kopf schreibend". (8) Seine Texte enstehen
aus dem täglichen Umgang mit Kindern. So prüft er jeden neuen
Text, indem er ihn Kindern vorliest und sich ihrer Kritik stellt.
Zur
Entstehungsgeschichte der kleinen Hexe sagt Preußler selbst:
"Eines
Abends behaupteten unsere kleinen Töchter vor dem Zubettgehen, sie
hätten schreckliche Angst. - Angst wovor? - "Vor den bösen Hexen!"
Ich versuchte ihnen klarzumachen, dass man sich heutzutage vor bösen
Hexen nicht mehr zu fürchten brauche, weil es keine mehr gebe. -
"Und warum gibt es keine mehr?" - Ja, warum eigentlich? Ich gestehe, dass
ich mir bis dahin keinerlei Gedanken darüber gemacht hatte. immerhin
dauerte es nicht allzu lang, bis die Antwort gefunden war. Auf diese Weise
sind die Geschichten von der kleinen Hexe entstanden. Später habe
ich sie zur Probe meinen Schulkindern erzählt - und noch später
habe ich sie dann aufgeschrieben: für unsere drei kleinen Töchter
und für alle Kinder, die wissen möchten, weshalb man sich heutzutage
vor bösen Hexen nicht mehr zu fürchten braucht." (9)
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Eine
Auswahl weiterer Kinderbücher von Otfried Preußler
Der
kleine Wassermann - 1956,
Der Räuber Hotzenplotz - 1962,
Das kleine Gespenst - 1966,
Die Abenteuer des starken Wanja - 1968,
Krabat - 1971,
Die Flucht nach Ägypten - 1984,
Mein Rübezahlbuch - 1993
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Literatur
Doderer,
Klaus: Literarische Jugendkultur. Kulturelle und gesellschaftliche Aspekte
der Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland. Weinheim, München
1992.
Maier,
K. E.: Jugendliteratur. Formen, Inhalte, pädagogische Bedeutung.
Bad Heilbrunn 1980 (8. Aufl.).
Merkelbach,
Valentin (Hrsg.): Romane im Unterricht. Baltmannsweiler 1999.
Pleticha,
Heinrich (Hrsg.): Sagen Sie mal, Herr Preußler ... Festschrift für
Otfried Preußler zum 75. Geburtstag. Stuttgart, Wien, Bern 1998.
Sahr,
Michael/Born, Monika: Kinderbücher im Unterricht der Grundschule.
Baltmannsweiler 1985.
Sahr,
Michael: Leseförderung durch Kinderliteratur. Baltmannsweiler 1998.
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Mögliche
Anknüpfungspunkte zum Bereich "Texte verfassen"
-
bis
Seite 10 (vor-) lesen (Ende erster Absatz: die kleine Hexe tanzt heimlich
in der Walpurgisnacht ums Hexenfeuer) - Kinder sollen vermuten, wie
es weitergeht
-
Schüler
erfinden zu der Vielzahl der Episoden aus dem Mittelteil eine weitere
hinzu, in der die kleine Hexe eine gute Tat vollbringt - die Situationen
sind austauschbar und bauen nicht zwangsläufig aufeinander auf
-
die
Textvorlage kann als Ausgangspunkt für das Verfassen eigner Zaubersprüche
der Kinder dienen, die etwas mit der Handlung zu tun haben können,
aber nicht müssen
-
eine
der "gute-Tat-Episoden" wird nur so weit (vor-) gelesen, bis den Schülern
das Problem/die Notlage deutlich wird - die Schüler sollen sich
ausdenken, wie die kleine Hexe wohl diesmal helfen könnte
-
bis
S. 116 unten ("... eine schlechte Hexe." ) (vor-) lesen - die Kinder
sollen vermuten, wie Rumpumpel beweist, dass die kleine Hexe eine
schlechte Hexe ist - evtl. auch das Ende der Geschichte erfinden lassen
-
die
Kinder schreiben nach der Lektüre des Buchs ihre Meinung/einen
Kommentar zu der Frage "Wann ist eine Hexe eine gute bzw. eine schlechte
Hexe?"
-
die
Kinder sammeln in Form eines "Sachberichts" Informationen zum Thema
"Hexen"
-
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Anmerkungen
(1)
"Blocksberg" ist der Name mehrerer dt. Berge und Höhen, vor allem
des Brockens, der in der Sage als Aufenthaltsort dämonischer Wesen
und als Versammlungsort der Hexen - besonders in der Walpurgisnacht -
gilt.
Die neun Tage vor dem ersten Mai sind die Walpurgistage, die Nacht davor
heißt Walpurgisnacht. In dieser Nacht sollen die auf dem Blocksberg
versammelten Hexen besondere Zauberkräfte entfalten.
(2)
Muhme = Mutterschwester/Tante oder ältere weibliche Verwandte
(3)
Vgl. Sahr 1998, S. 36 u. S. 46.
(4)
Doderer 1992, S. 144; vgl. Sahr 1998, S. 94 f.
(5)
Maier 1980, S. 102; vgl. Maier 1980, S. 96.
(6)
Vgl. Sahr/Born 1985, S. 123 f.
(7)
Vgl. ebd., S. 127 ff.
(8)
Vgl. Pleticha (Hrsg.) 1998, S. 210.
(9)
Vgl. ebd., S. 160.
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