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Kerstin Schultze / Fachseminar VU (Deutsch/MAERZ) 03/98
Thomas Trautmann ist es gelungen einen kurzweiligen Text zu verfassen, der jedem Unterrichtenden gute Anregungen hinsichtlich der Verbesserung seiner Fragetechniken gibt.
Der Text beleuchtet die häufigsten Fehlerquellen bei unterrichtlichen Fragen. Diese werden durch zahlreiche Beispiele verdeutlicht. Des Weiteren regt er Möglichkeiten der Problemlösung an. Die durch diesen Text erreichte Sensibilisierung für richtiges Fragen sowie das vermittelte Wissen über Fragestrukturen und Inhalte sind ein erster Ansatz falsches Fragen zu vermeiden.
Die drei im Text behandelten Rubriken weisen zahlreiche Unterpunkte auf. Diese werden im Folgenden stichpunktmäßig aufgeführt:
Die Alternativfragen
Die Fragen ohne Antworterwartung
Die rhetorischen Fragen (Floskelfragen)
Kränkungsfragen (Ironie- und/oder Sarkasmusfragen)
Metasuggestionsfragen (individuelle und/oder kollektive "Druck"fragen)
Die Nötigungsfragen
Die unbeantwortbaren Fragen
Die Fragen unangenehmer und/oder diskriminierender Inhalt
Die Zweifelsfragen
Strukturfehler bei Fragen beziehen sich i.d.R. nicht auf die Sinnhaftigkeit der Frage, sondern auf ihre Formation.
"Journalistenfragen" (Fragewörter stehen am Ende und überraschen den Interviewten) -Der Einsatz falscher Fragewörter
Die indiffeiente Fragestruktur
Die Kettenfragen
Die Katarakt-oder Kaskadenfragen
Die Fehlfragen (Fragerichtung und -zweck sind nicht ersichtlich)
Die Statementfragen
Die Gegenfragen
Die Frageantworten
Die Rumpffragen (Fragen ohne Frageworte; ihr Aufforderungscharakter resultiert aus einer veränderten Sprachmodulation am Satzende sowie Füllwörtern)
Die "Ein-Wort"- Fragen
Die Kinder über- und unterfordernde Fragen
Sprache ist steuerbar
Verwendung komplexer Aufgabenstellungen (Die Aufgabenstellungen ersetzen die Unterrichtsfragen)
Offene Fragestellungen wählen
Zielklarheit
Wegeklarheit
Sprachsicherheit
Schaffen von Feedback
Auf Körpersprache achten
Aus Misserfolgen lernen
Selbstkontrolle
Immanente Übung
Fazit:
Dieses Papier gibt nur einen kurzen Überblick, hofft aber dennoch das Interesse
des Lesers geweckt zu haben.
©opyright Kerstin Schultze, Berlin, Januar 2000
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06.04.2003