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Carsten
Nix
1. SPS Hellersdorf (L)
Klasse 3 / 18 Schülerinnen/11 Schüler
Berlin, den 18.03.1999
"Von Hexen, Geistern und Gespenstern!" Thema der Unterrichtssequenz: "Mit Schrift gestalten"
1. Std.: Einführung in die
Wochenplanarbeit im Lernbereich Deutsch
2. Std.: Präsentation der Fantasiegeschichten
3. Std.: "Teufelstanz/Hexentanz": Scherenschnittfiguren auf Buntpapiercollage
4. Std.: Wochenplanarbeit
5. Std.: Wochenplanarbeit
6. Std.: Wochenplanarbeit
7. Std.: Fortführung "Teufelstanz/Hexentanz"
8. Std.: Wochenplanarbeit
9. Std.: Fortführung "Teufelstanz/Hexentanz"
10. Std.: Wochenplanarbeit
11. Std.: Beginn der Arbeit "Planen/Schreiben/Überarbeiten/Schreiben" einer
Hexengeschichte. 1. Phase: Planen
12. Std.: Beendigung "Teufelstanz/Hexentanz"
13. Std.: Beendigung der Wochenplanarbeit
15. Std.: Mit Schrift gestalten
11
16. - 19. Std.: Fortführung und Beendigung der Arbeit
"Planen/Schreiben/Überarbeiten/Schreiben" einer Hexengeschichte
- Die Schüler/Innen üben sich im schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch, indem sie Geschichten mit Fantasiefiguren erfinden und erzählen; ein Gedicht sprechend durch die Variation des Sprechklangs gestalten., freie Texte schreiben und dabei unterschiedliche Vorgaben nutzen.
- Die Schüler/Innen bilden vorbegrifflich die Verbform Partizip und erkennen dabei Regelhaftigkeiten.
- Die Schüler/innen klären das Wortfeld 'sprechen'.
- Die Schüler/Innen üben die GWS-Wörter und erkennen die Kürze des Selbstlautes vor Doppelmitlauten.
- Die Schüler/Innen verfassen eine eigene Hexengeschichte.
- Die Schüler/Innen üben sich in der Füllung des Formats und der Bewegungsdarstellung.
- Die Schüler/innen beachten die Einhaltung der Gesetzmäßigkeiten des Scherenschnitts und üben sich in der Handhabung der Schneidetechnik.
- Die Schüler/innen ordnen farbige Einzelfiguren zu einem "Flammenbild" unter Berücksichtigung der Farbeffekte.
- Die Schüler/Innen üben sich im kreativ-gestalterischen Umgang mit Schrift.
- Die Schüler/innen gelangen durch positive Erfahrungen mit und durch Schrift zu einer positiven Einstellung zur Schrift.
- Die Schüler/Innen üben sich im selbständigen Umgang mit einer (Mit Schrift gestalten-) Kartei.
Die Schüler/Innen üben sich im kreativen Umgang mit Schrift, indem sie in Form verschiedener Aufgaben mit und an Schrift gestalterisch tätig werden.
Die Schüler und Schülerinnen
-
stimmen sich mit der Phantasiereise auf die folgende Stunde ein. Auf ihrer inneren
Reise entspannen sie sich und lassen die Phantasie schweifen, was ihnen bei
der folgenden gestalterischen Tätigkeit helfen kann.
- nennen/wiederholen die zu beachtenden Prinzipien des Umgangs mit einer (Lern-)
Kartei.
- üben sich im kreativ-gestalterischen Umgang mit Schrift.
- gelangen durch positive Erfahrungen mit und durch Schrift zu einer positiven
Einstellung zur Schrift.
- üben sich im selbständigen Umgang mit einer (Mit Schrift gestalten-)
Kartei.
Im Mittelpunkt der Stunde steht der kreativ-gestaltende Umgang mit der Schrift. Bei vielen Kindern stellt sich im Verlauf der Schulzeit eine negative Haltung gegenüber allem Geschriebenen ein. Die Gründe dafür lassen sich in der oft einseitigen Erfahrung mit Schrift finden. Vieles, was in der und für die Schule geschrieben wird, kann kontrolliert, korrigiert und bewertet werden, weil es schriftlich festgehalten wurde. "Diese überwiegend instrumentelle Funktion der Schrift führt zu einer Vernachlässigung der Schreibkultur (Muße beim Schreiben, Körperhaltung, Gestaltung des Arbeitsplatzes, Wahl geeigneter Schreibgeräte) und leistet so dem allgemein beklagten Schriftverfall Vorschub.... Positive Erfahrungen mit Schrift sollen zu einer positiven Einstellung zu Schrift führen. Durch kreativen Umgang soll Schrift von ihrem verschulten Charakter befreit und als Mittel begriffen werden, eigene Empfindungen auszudrücken, die Umwelt zu interpretieren, Einzelphänomene künstlerisch zu gestalten." (Gabriele Krichbaum 1989).
Neben dem oben genannten Stundenziel soll mit dieser und der folgenden Stunde in die grundlegende Arbeit mit der Westermann-Kartei "Mit Schrift gestalten" von Gabriele Krichbaum und Gunda Kawel eingeführt werden. Zu diesem Zweck wurden fünf verschiedene Aufgaben, auf Karteikarten dargestellt, ausgewählt, die die Schüler/innen in beliebiger Reihenfolge und auch nicht in ihrer Gesamtheit bearbeiten sollen. Die Karteikarten sind im Wesentlichen der Westermann-Kartei nachempfunden, jedoch inhaltlich-thematisch der Unterrichtseinheit "Von Hexen, Geistem und Gespenstern!" angepasst. Bei der Auswahl der fünf Aufgaben wurde darauf geachtet, dass keine Einführung in bestimmte Techniken erforderlich ist. Alle notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Bearbeitung der vorliegenden Karteikarten wurden den Schüler/Innen der Klasse 3a zuvor schon bei anderen Arbeiten "abverlangt". Die Arbeitsanweisurigen sind so formuliert, dass die Kinder selbständig mit den Karten arbeiten können. Vorgaben in Bezug auf Schreibgeräte, Farben oder zu wählende Papierformate wurden nur bedingt gegeben. So müssen die Kinder nach verschiedenen Realisierungsmöglichkeiten suchen und diese auch ausprobieren und sich mit Mitschülern oder dem Lehrer beraten.
Bei der späteren Verwendung soll die Kartei den Unterricht ergänzen. Sie bietet sich besonders für den Einsatz im Rahmen der freien Arbeit und/oder der Arbeit nach dem Wochenplan an.
Die Schüler/innen der Klasse Ja sind irn Rahmen des Unterrichts mit der Klassenlehrerin des öfteren schriftgestalterisch tätig geworden. In der vorangegangenen UE "So ein Wetter!" legten die Schüler/Innen ein kleines Büchlein mit Wetterwortbildern an. Auch im Umgang mit (Lern-) Karteien haben die Kinder schon einige Erfahrung, dies 'edoch auf die Lembereiche Deutsch und Mathe bezogen.
In der Einstiegsphase soll den Schüler/Innen die Möglichkeit gegeben werden, über eine Phantasiereise das Thema der UE wachzurufen. Ihre Gedanken und Phantasien helfen beim anschließenden brainstormartigen Zusammentragen von Wörtern, die in Verbindung zum Thema der UE stehen, geeignetes Wortmaterial zu finden. Die genannten Wörter werden schriftlich festgehalten, um bei der folgenden Bearbeitung der schriftgestalterischen Aufgaben als Hilfe und Anregung zu dienen.
Die zu bearbeitenden Aufgaben haben unterschiedliche Anforderungsniveaus, um den besonders im künstlerischen Bereich stark unterschiedlichen Leistungsniveaus der einzelnen Kinder gerecht zu werden.
In der abschließenden Präsentations- und Reflektionsphase haben die Schüler/innen Gelegenheit, zum Arbeitsprozess und zu ihren eigenen und zu den Arbeiten der Mitschüler/innen unter verschiedenen Gesichtspunkten Stellung zu nehmen.
Krichbaum, Gabriele (Hrsg.): Schrift gestalten - Gestalten mit Schrift. Arbeitskreis Grundschule. Frankfurt am Main 1987.
Krichbaum, Gabriele/Kawel, Gunda: Mit Schrift gestalten. Kartei. Westermann Schulbuchverlag. Braunschweig 1989.
Teml, Helga/Teml, Huber: Komm mit zum Regenbogen. Phantasiereisen für Kinder und Jugendliche. Linz 1994.
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Begrüßung
- L. leitet Phantasiereise an/liest vor.
- Sch. begeben sich auf innere Reise und entspannen sich.
Aktions-, Sozialform, Medien: Lehrervortrag, frontal, Phantasiereise "Phantasiegeschichten"
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L. bittet Sch. in den Sitzkreis.
- Sch. nennen Wörter, die ihnen zur UE "Von Hexen, Geistern und Gespenstern!"
einfallen.
- L. schreibt Wörter auf ein Plakat.
- L. nennt Stundenvorhaben.
- L. zeigt Beispielarbeiten irn Sitzkreis.
- Sch. und L. besprechen gemeinsam die zu beachtenden Prinzipien bei der Arbeit
mit
Karteien.
- L. verweist auf Arbeitshinweise an der Tafel (in Form von Bildkarten und Schrift).
Aktions-,
Sozialform, Medien: Sitzkreis, Lehrer-Schüler-Gespräch, Plakat, Beispielarbeiten,
Bildkarten als Arbeitshinweise an der Tafel
- Sch. arbeiten an verschiedenen Aufgaben (Karteikarten siehe Anhang). - "In Wachs gekratzt" - "Der Wörterfresser" - "Die Hexejongliert" - "Der besondere Apfel" "Zeitungsgespenst" - L. berät und hilft auf Nachfrage.
Aktions-, Sozialform, Medien: Einzelarbeit, Gruppentische, Karteikarten, Arbeitsmaterialien: farbiges Papier, schwarzes Papier, Zeitungspapier, Wachsmaler, Buntstifte, Filzer, Bleistift, Klebstoff, Schere
- Sch. zeigen ihre fertigen bzw. angefangenen Arbeiten den Mitsch./dem L. - (Mit-) Sch. äußern sich zu präsentierten Arbeiten und zur vorangegangenen Arbeitsphase in Bezug auf - "Wirkung" - "Gestalterische Merkmale" - "Umsetzung/Beachtung der Karteikartenhinweise" - "Umgang/Probleme mit der Arbeit mit Karteikarten - Sch. "heften" ihre Arbeiten an die Magnetwand. - L. gibt Ausblick auf die nächste Stunde.
Aktions-,
Sozialform, Medien: Sitzkreis, Unterrichtsgespräch, fertige/angefangene
Arbeiten,
Magnettafel
©opyright Carsten Nix, Berlin, März 1999
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06.04.2003