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Christiane Sprenger-Gräßer
1. SPS Friedrichshain (L)
Klasse 4
- Kachel aus Modelliermasse mit aufgesetztem Tiermotiv (Relief) -
1. Std.: Vorbesprechung
(Material und Motiv)
2. Std.: Eine rechteckige Grundfläche wird modelliert
3. Std.: Bauernhoftiere werden modelliert und aufgesetzt
4. Std.: Zwischenreflexion und Anschleifen des getrockneten Objekts
5. Std.: Farbige Bemalung der Grundfläche (Hintergrund)
6. Std.: Farbige Bemalung der Tiere (Vordergrund)
7. Std.: Fertigstellung und abschließende Reflexion
(Das Besprühen mit Lack erfolgt durch die Lehrerin)
2.1 Intentionen der UE
Die Schüler sollen
ihr Repertoire an technischen Mitteln und ästhetischen Darstellungsmöglichkeiten weiterentwickeln.
sich mit der Wirklichkeit fantasiebetont und kreativ auseinander setzen.
räumliche Beziehungen herstellen (Einteilen der Motivbestandteile, Figur-Grund-Beziehung im Relief, Groß-Klein- /und Vorn-Hinten-Unterscheidung).
ihre feinmotorischen Fähigkeiten weiterentwickeln (Formen, Malen auf kleiner Fläche, Details).
den Herstellungsprozess ihrer Arbeit beschreiben können.
zu ihrem Produkt und den Produkten ihrer Mitschüler zunehmend kritisch Stellung nehmen und diese sachbezogen beurteilen können.
Die Schüler beginnen mit dem farbigen Gestalten ihrer modellierten Objekte, indem sie auf die Grundfläche ein Hintergrundmotiv malen.
Die Schüler
sollen ihre Arbeitsschritte reflektieren, indem sie den bisherigen Arbeitsprozess verbalisieren, um anschließend den nächsten Arbeitsschritt zu erkennen.
sollen Vorschläge zur farbigen Gestaltung der Grundfläche (Hintergrund) machen, indem sie die Tiermotive (Vordergrund) in Bezug zu ihrem natürlichen Lebensraum setzen.
sollen auf der Grundlage des Erarbeiteten und ihrer individuellen Kreativität ihre Grundfläche bemalen.
sollen sich sachbezogen zu ihren Arbeitsergebnissen äußern.
Unbemalte Objekte der Schüler
Deckfarben, Wasserbehälter, dünne Pinsel (Nr. 1 bis 5)
Farbige Kreide
3 Tierschablonen
Tafelbild (hier nicht enthalten)
Begrüßung
L zeigt die Arbeiten der Schüler
L bittet S, den bisherigen Arbeitsprozess zu beschreiben
L fragt S nach dem nächsten Arbeitsschritt (Stundenthema - TA)
erwartetes Schülerverhalten
(Vorbereiten des Arbeitsplatzes)
S nennen die einzelnen Arbeitsschritte (Kneten der Modelliermasse, Teilen in 2 Stücke, Formen einer rechteckigen Fläche, Glätten der Risse mit Wasser, Formen der Tiere, Aufsetzen, Loch bohren, Anschleifen)
S nennen "Bemalen...'
Die Schüler beginnen gewohnheitsgemäß mit der Vorbereitung ihres Arbeitsplatzes schon vor Beginn der Stunde und setzen dies in den ersten Minuten fort, erst danach erfolgt die Begrüßung.
Allein durch das Zeigen der Arbeiten werden die Schüler motiviert sein; sie sind schon längst gespannt. wie die Arbeit fortgesetzt werden wird. Die Reflexion der bisherigen Arbeitsschritte ist m.E. eine anspruchsvolle kognitive Leistung; die Schüler üben das genaue Formulieren und durchdringen ihren komplexen Arbeitsprozess.
L bittet S, Vorschläge zum weiteren Vorgehen zu machen (zeigt eine Schülerarbeit) Womit beginnen? Warum?
Begriffe: Vordergrund und Hintergrund (TA)
L gibt als Motiv den 'natürlichen Lebensraum' der Tiere vor Welche Motive für den Hintergrund? Welche Farben wofür?
S bittet drei S zur Tafel
L bittet S um kurze Stellungnahme zu den Tafelzeichnungen (lediglich Anregungen!)
S machen Vorschläge...
S äußern sich zur Gestaltung und nennen Beispiele (Tiermotiv - Lebensraum...)
3 Beispiele für den Hintergrund werden an der Tafel gemalt (farbige Kreide)
S holen sich in der Zwischenzeit ihre jeweiligen Objekte
S äußern sich
Die Schüler wähnen beim Modellieren der Tiere ihren Zeichenfähigkeiten analoge Motive. Der nun folgende Arbeitsschritt lehnt sich daher auch an die den Schülern bekannte Vorgehensweise beim deckenden Malen an, d.h. zunächst das Malen eines Hintergrundes. Die hier vorliegende Figur-Grund-Beziehung, nämlich das deutlich sichtbare und erfühlbare Hervortreten des Tiermotivs, bietet die Möglichkeit, eine klare Unterscheidung von Vorder- und Hintergrund vorzunehmen. Auf Hilfestellungen in Form von realistischen Abbildungen als Vorlage verzichte ich, um die Fantasie und Kreativität der Schüler nicht einzuschränken. Die Schülerideen im Gespräch und an der Tafel sind Anregungen für alle Schüler. Da die Schüler unterschiedliche Tiere modelliert haben (Art, Größe, Anbringung), muss auch jedes Hintergrundmotiv individuell überlegt und gestaltet werden. Auf eine ausführliche Besprechung der möglichen Farbgestaltung verzichte ich in dieser UE; die Schüler haben inzwischen auch einige Übung im Umgang mit Farben.
L gibt kurze Arbeitshinweise
L geht zu einzelnen S und gibt - wenn nötig- Hilfestellungen
S beginnen mit dem Malen des Hintergrundes
(Schnell arbeitende S dürfen nach Absprache mit dem Bemalen des Tiermotivs im Vordergrund beginnen.)
Den Umgang mit dünnen Pinseln und das Arbeiten auf kleinen Formaten haben die meisten Schüler noch nicht geübt, so dass Hilfestellungen unterschiedlicher Art gegeben werden müssen. Um Frustrationen zu vermeiden, kann für den Hintergrund auch ein stärkerer Pinsel benutzt werden. Es muss darauf geachtet werden, dass die Schüler gut deckend arbeiten (viel Farbe und wenig Wasser), damit das Modelliermaterial die Farbe annimmt. Eine Differenzierung ist durch individuelle Betreuung gegeben, im übrigen kann das Hintergrundmotiv unterschiedlich detailliert ausgestaltet werden.
L bittet einzelne S, ihre Arbeiten vorzustellen - Warum dieser Hintergrund? - Aufgetretene Schwierigkeiten
...und die anderen S, Stellung zu nehmen
(evtl. Halbkreis)
Einige S stellen ihre Arbeiten vor, begründen ihre Hintergrundgestaltung und berichten über evtl. Schwierigkeiten
S nehmen Stellung
Anhängen der Objekte an ein Brett
S räumen ihre Arbeitsplätze auf
Evtl. wird aus Zeitgründen auf einen Kreis verzichtet. Schüler, die ihre Arbeiten vorstellen, treten vor die Klasse. Die Schüler sollen sich im Vortragen/Präsentieren ihrer Arbeit und zunehmend auch im Beurteilen üben. Sie sollen v.a. kritisch reflektieren, ob Vordergrund-Motiv und Hintergrund in Bezug gesetzt wurden.
Die Arbeiten bleiben im Klassenraum präsent, so dass die Schüler im Verlauf einer Woche weitere Ideen entwickeln und miteinander austauschen können.
©opyright Christiane Sprenger-Gräßer, Berlin, Januar 2000
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06.04.2003