| |
Carsten
Nix
Lehramtsanwärter im 1. SPS Hellersdorf (L)
Berlin, Mai 2000
Stundenentwurf
für den unterrichtspraktischen Teil der Zweiten Staatsprüfung
für das Amt des Lehrers
Planen eines Textes zu einem Bild von Michael Sowa ("Zugschweine sammeln
sich", 1990)
Vorfachlicher
Unterricht - Lernbereich Deutsch - Klasse 4
Planungszusammenhang
Unterrichtsziele
Sachdarstellung
Unterrichtsvoraussetzungen
Didaktisch-methodischer
Begründungszusammenhang
Verlaufsplanung
Literaturverzeichnis
1
Planungszusammenhang
1.1
Thema der Unterrichtseinheit
Verfassen
von Texten zu einem Bild von Michael Sowa
1.2
Thematische Gliederung
1.
Std.: Planen eines Textes zu einem Bild von Michael Sowa
2.
Std.: Texte verfassen und gemeinsame Überarbeitungsgespräche
3.
Std.: Texte verfassen und Überarbeitung durch Schreibkonferenzen
4.
Std.: Texte verfassen und Überarbeitung durch Schreibkonferenzen
5.
Std.: Überarbeitung und Vorbereitung der Texte für die Veröffentlichung
6.
Std.: Veröffentlichung (Vorlesen, Kommentare, Gespräche und
Zusammenschluss der fertigen Texte zu einem Geschichtenbuch)
1.3
Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
Die
Stunde "Planen eines Textes zu einem Bild von Michael Sowa" bildet den
Auftakt der aktuellen Unterrichtseinheit. In dieser Stunde begegnen die
Schüler/innen dem Bild, setzen sich mit diesem auseinander und sollen
unter der Vorgabe bestimmter Kriterien erste Ideen für ihre Texte/Geschichten
entwickeln, formulieren und schriftlich fixieren. Der Schwerpunkt der
Stunde liegt auf dem Aspekt "planen", dennoch können Paare, die zeitig
mit dem Planen ihrer Texte fertig werden, auch schon mit einem ersten
Entwurf beginnen. Dies rechtfertigt sich in der Tatsache, dass das Planen
und Schreiben von Texten als rekursiver Prozess zu verstehen ist, dass
also auch noch während der Schreibphase immer wieder Planungsaspekte
in den Blick genommen werden können und müssen. Am Ende der
Stunde sollen einige der Schülerarbeiten vorgestellt und kriterienorientiert
ausgewertet werden.
Die zweite Stunde beginnt ebenfalls mit der Vorstellung und Besprechung
einiger Textideen, um einen inhaltlichen Bezugspunkt zur vergangenen Stunde
herzustellen. Die gemeinsame Auswertung der Ergebnisse sowie weitere Tipps
und Schreibhinweise zur nun beginnenden Phase des Verfassens erster Entwürfe
stellen die Grundlage der weiteren Stunden dar. Nach dieser ersten Schreibphase
sollen am Stundenende exemplarisch anhand einiger Schülerarbeiten
Überarbeitungsgespräche im Plenum stattfinden, die Anregung
und Orientierung für einen möglichen Ablauf der Überarbeitungsphasen
der kommenden zwei Stunden liefern sollen.
In der dritten und vierten Stunde der Einheit schreiben die Schülerlinnen
weiter an ihren Texten und überarbeiten diese in der ihnen schon
vertrauten Form von Schreibkonferenzen.
Im Mittelpunkt der fünften Stunde steht die Endüberarbeitung
und Reinschrift der Schülerarbeiten als Vorbereitung für die
in der nächsten Stunde folgenden Veröffentlichung.
Die letzte Stunde bringt den Kindern den verdienten Lohn für die
Arbeit der vergangenen Stunden: sie dürfen ihre fertigen Texte der
gesamten Klasse vorlesen und somit veröffentlichen. Diese Endphase
der Einheit zum Texte verfassen ist in der Regel durch den Stolz und die
Freude der Autorenkinder einerseits, und andererseits durch Lob, Würdigung
und sachliche Kritik der Zuhörer geprägt. Die Gestaltung eines
Geschichtenbuches ermöglicht die dauerhafte Präsentation der
Texte als gemeinsame Leistung alter Schülerlinnen im Klassenraum,
weiche z. B. auch zu Anlässen wie Elternabenden gezeigt werden kann.
1.4
Bezug zum Rahmenplan
Im
allgemeinen Teil des Rahmenplans für die Grundschule im Fach Deutsch
werden zum Teilgebiet "Texte verfassen" verschiedene Ziele und Aufgaben
formuliert.
Demnach sollen die Kinder lernen ihre Schreibabsichten erfolgreich zu
verwirklichen, indem sie Fähigkeiten erwerben,
Im
Plan der Klasse 4 wird als mögliche Schreibform die Fantasiegeschichte
genannt, die unter bestimmten inhaltlichen und sprachlichen Gestaltungsgesichtspunkten
realisiert werden soll. Unter dem Aspekt der Unterrichtsgestaltung wird
ferner darauf hingewiesen, dass in differenzierendem Vorgehen auf planvolles
Schreiben hingewirkt werden soll. Im Anhang des Rahmenplans finden sich
darüber hinaus zum Gebiet "Texte verfassen" Hilfen zur Unterrichtsplanung.
So soll durch das Aufgreifen, das Schaffen oder das Vorstellen eines Schreibanlasses
Motivation bei den Schüler/innen aufgebaut werden. Im nächsten
Schritt folgt die Phase des Aufbereitens bzw. Planens. Hier kommt es zum
inhaltlich-sachlichen Erschließen, indem das Thema eingegrenzt,
Ideen gesammelt, am Textaufbau gearbeitet und ein Schreibplan erstellt
wird.
zurück
nach oben
2
Unterrichtsziele
2.1
Intentionen der Unterrichtseinheit
Die
Schülerinnen und Schüler
-
erweitern
ihre Fähigkeiten Bilder gründlich zu betrachten, diese zu
erschließen und sich auf sie einzulassen,
-
üben
durch die Bildbeschreibung ihren mündlichen Ausdruck.
-
fordern
und entwickeln ihre Kreativität und Fantasie bei der Entwicklung
von eigenen bzw. gemeinsamen Textideen und deren Umsetzung;
-
erweitern
ihre Fähigkeiten Texte unter Berücksichtigung inhaltlicher
und sprachlicher Kriterien zu planen, zu verfassen, zu überarbeiten
und zu beurteilen;
-
verfeinern
ihre sprachlichen Mittel zum mündlichen und schriftlichen Entfalten
von Erzählungen bzw. Erzähltexten;
-
erfahren
den Prozess der Entwicklung von eigenen Texten zu einem Bild sowie
die Gespräche darüber als austausche
nde
und bereichernde Tätigkeit.
2.2
Stundenziel
Die
Schüler/innen entwickeln, formulieren und fixieren schriftlich zu
einem Bild von Michael Sowa unter der Vorgabe bestimmter Kriterien Planungsideen
für Texte bzw. Geschichten.
2.3
Teillernziele
Die
Schüler/innen
-
werden
für die "Sache" motiviert, indem sie Sowas Bild gezielt betrachten,
es erschließen, ihre Wahrnehmungen und Eindrücke den anderen
mitteilen und sich
-
durch
die Faszination, die Überzeugungskraft und das Überraschungsmoment
des Bildes darauf einlassen;
-
überlegen
sich und formulieren mündlich erste spontane Erzählideen
für Texte, indem sie gemeinsam mit einem Partner oder alleine
über eine Einbindung der auf dem Bild dargestellten Situation
in eine mögliche Handlungsabfolge nachdenken und dies den anderen
mitteilen;
-
entfalten
und einigen sich auf eine bestimmte Handlungsidee und -abfolge unter
Berücksichtigung der zu beachtenden Kriterien und fixieren ihre
Planungsideen schriftlich;
-
nehmen
als Hörer/innen kriterienorientiert Stellung zu Planungsergebnissen
der Mitschüler/innen;
- nehmen
als Autoren und Autorinnen die "Wirkung" ihrer Planungsideen und die
Stellungnahmen der Zuhörerlinnen wahr.
zurück
nach oben
3
Sachdarstellung
Ein
Bild als Schreibanlass
Bilder
wecken bestimmte Vorstellungen, Assoziationen, Erinnerungen und lassen
unserer Imaginationsfähigkeit freien Lauf, da sie keine sprachlich
vorgefertigten Gedankenwege vorgeben. Ihrerseits verlangen die Imaginationen
aber nach einem sprachlichen Ausdruck, bei dessen Realisierung wieder
neue Assoziationen geweckt werden. Der Vorteil eines Bildes als Ausgangspunkt
zum Verfassen von Texten liegt darin, dass es dem Schreibenden Anregung
und Sicherheit gibt, aber keine Formulierungen. Ihm wird die Freiheit
gelassen die Sprache zu finden. Aus diesem Grunde haben Bilder als Impulse
vermehrt auch in der Praxis des kreativen Schreibens Einzug gehalten.
Wichtig ist hierbei, dass es nicht darum geht "irgendwelche Bilder beschreiben
zu lassen, sondern solche Bilder vorzulegen, die Sprache herbeirufen,
weit sie für den Betrachter bedeutsam, offen, beunruhigend, rätselhaft
sind" (Ludwig/Spinner 1992) oder, wie Dehn es ausdrückt, sollten
geeignete Bilder "Gefühle wecken, also den Betrachter abstoßen
oder anziehen; etwas enthalten, was auf den ersten Blick (und vielleicht
auch auf den zweiten) unerklärlich ist, befremdlich wirkt" (Dehn
2000). Folgende Beispiele können genannt werden:
-
Bilder
mit "Leerstellen", also Bilder, die zwar realistisch sind, aber dennoch
beim Betrachtenden Fragen hervorrufen;
-
Bilder,
in denen ein Augenblick eines Geschehens dargestellt wird. Hier stellt
sich oft die Frage, was diesem Moment vorangegangen sein und was ihm
noch folgen könnte.
-
surrealistische
Bilder, die in der Regel dazu anhalten unsere gewohnten Gedanken-
und Vorstellungsbahnen zu verlassen und fantastische Geschichten zu
entwerfen (vgl. Dehn 2000 und Ludwig/Spinner 1992, vgl. auch Sahr
1994).
Das Vorhaben
zu einem Bild selbstständig eine Geschichte zu entwerfen unrterscheidet
sich grundlegend vom Schreiben einer Bildergeschichte, denn hier wird
durch die Bildfolge ein bestimmter Geschehensablauf vorgegeben, der, wenn
er als Schreibplan genutzt wird, eine große Hilfe beim Schreiben
darstellen kann. Sollen die Schülerlinnen dagegen zu einem Einzelbild
schreiben stellt dies eine wesentlich höhere Anforderung dar, da
sie in ihrer Vorstellung mit Hilfe der Elemente des Bildes selbst den
Plan für eine Geschichte entwerfen müssen. Durch die Auseinandersetzung
mit dem Bild entstehen Ideen, die erst zu einem Handlungsablauf ausgebaut
werden müssen (vgl. Winter 19921- vgl. Haueis 1997). Es verhält
sich aber gegenüber dem schulischen Alltagsverständnis nicht
unbedingt so, dass leistungsschwächere Schülerlinnen größere
Schwierigkeiten mit einer solchen Thematisierung hätten, "im Gegenteil,
indem sie bei sich beginnen", das Bild also "nur" als Impuls für
eine eigene Geschichte dient und sie nicht an eine vorgegebene Handlungsfolge
gebunden sind, "kann das Schreiben zum Motor des Lernens werden" (Dehn
1999).
Michael
Sowa und sein(e) Bild(er)
Sowa
wurde 1945 in Berlin geboren und studierte hier an der Hochschule der
Künste. Seit 1975 arbeitet er als freier Maler. Die realistische
und naturgetreue Darstellung der Landschaft in seinen Bildern erinnert
an die großen klassischen Meister des 19. Jahrhunderts. Charakteristisch
für seine Werke sind "skurrile Verfremdungen, aberwitzige Bildfiguren
und die merkwürdigsten Zusammenkünfte von Menschen und Tieren,
oft in magisch nächtlicher Beleuchtung", die Sowa als einen Meister
des Fantastischen erscheinen lassen (Sowa 1997). Er verbindet ästhetisch
feine und spitzfindige Kompositionen mit komischen und zerrbildartigen
Einzelheiten. Dadurch bringt er Bilder zustande, die Fantastisches, Romantisches,
Komisches, Drastisches und Realistisches auf poetischem Wege verknüpfen.
Aus dieser ungewöhnlichen Zusammensetzung heraus (emp-) findet der
Betrachter Charme, Überzeugungskraft und Überraschung (vgl.
Sowa 1997).
Die beschriebene Charakteristik von Sowas Bildern trifft auch auf das
im Mittelpunkt der Stunde stehende Werk zu ("Zugschweine sammeln sich",
1990). Dargestellt ist eine Landschaft, die beispielsweise an die norddeutsche
Tiefebene erinnern könnte. Ein Straße führt sozusagen
vom Betrachter kommend in einer Kehre am linken Bildrand aus dem Bild
heraus. Umgeben wird die Straße beiderseitig von einer weiten Wiesen-
bzw. Feldebene. Links am Straßenrand steht ein Laubbaum in voller
Blätterpracht, rechterseits wird der Straßenverlauf von mehreren
Telegrafen- bzw. Telefonmasten gesäumt. Blickfang des Bildes sind
drei Schweine - zwei auf dem Telegrafendraht sitzend und eins im Baum.
Ein auf der Straße stehender Hund betrachtet diese Situation und
scheint die Überraschung und Verwunderung des Betrachters zu teilen.
Platziert hat Sowa diese skurrile Szene vor einem für ihn so typischen
grauen bis düsteren Himmel.
Neben der Faszination und der Überraschung, die das Bild auslöst,
wird der Betrachter vor allen Dingen vom Dargestellten angezogen. Durch
den ungewöhnlichen Aufenthaltsort der Schweine entstehen beim Betrachten
"Fragezeichen" ("Was ist vorher passiert?", "Wo kommen die Schweine her?",
"Was machen die Schweine dort?", "Was könnte nach der dargestellten
Situation passieren?" usw.), auf die es durch ein noch so langes Betrachten
keine Antwort gibt. Die Antwort liegt in dieser Stunde vielmehr in der
Fantasie und Kreativität der Schülerlinnen, welche die "Leerstellen"
des Bildes mit selbst gefundenen Antworten und weiteren Fragen füllen
können und sollen. Die von Dehn und Ludwig/Spinner (siehe oben) aufgestellte
Forderung, dass ein Bild, das als Schreibanlass dienen soll, auf den ersten
und vielleicht auch zweiten Blick etwas enthalten soll, was unerklärlich
ist und befremdlich wirkt, wird hier voll erfüllt. Sowas Bild besitzt
als Ausgangspunkt zum Verfassen von Texten einen hohen motivationalen
Aufforderungscharakter und lässt unterschiedliche Vorgeschichten
bzw. Fortführungen der auf dem Bild dargestellten Situation zu.
zurück
nach oben
4
Unterrichtsvoraussetzungen
4.1
Allgemeine Voraussetzungen
Seit
Beginn des neuen Schulhalbjahres unterrichte ich in der Klasse 4, die
ich seit September 1998 kenne, fünf Stunden wöchentlich im vorfachlichen
Unterricht (drei Deutschstunden, zwei Kunststunden), von denen ich vier
Stunden selbstständig und eine Stunde unter Anleitung erteile. Die
Klasse umfasst 29 Schüler/innen, 18 Mädchen und 11 Jungen. Die
Kinder stehen dem Deutschunterricht in der Regel aufgeschlossen und interessiert
gegenüber. Die Schülerlinnen nehmen mehrheitlich aktiv am Unterrichtsgeschehen
teil und sind es gewohnt über längere Zeit selbstständig
und konzentriert, auch in Paaren, zu arbeiten.
Mehrere Jungen (E., D., J. und F.) stören in unregelmäßigen
Abständen den Unterricht und lenken so ihre Mitschüler/innen
ab. D. stört das Unterrichtsgeschehen von Zeit zu Zeit durch "Quatschen",
Pfeifen und Geräusche unterschiedlichster Art. E. ist hyperaktiv.
Ihm bereitet es Schwierigkeiten sein Verhalten dauerhaft zu kontrollieren.
Oft reichen geringste Anlässe aus, um ihn aus der Ruhe zu bringen.
E. muss mehrmals am Tag ein Medikament einnehmen. Seine Mitschüler/innen
kennen die Hintergründe seiner Verhaltensauffälligkeit und akzeptieren
ihn mehrheitlich. Für E. besteht das Dauerangebot, den Raum zu verlassen,
sofern er das nach eigener Einschätzung für notwendig erachtet.
In seltenen Fällen musste er auch schon gegen seinen Willen aus dem
Klassenraum gebracht werden, konnte jedoch nach einer gewissen Zeit der
Beruhigung wieder am Unterricht teilnehmen.
4.2
Spezielle Voraussetzungen
Im
Bereich des Verfassens von Texten lag der Schwerpunkt bei der 4a in den
Klassenstufen drei und vier vor allem auf dem Überarbeitungsaspekt.
In besonderem Maße versuchte ich den Schülerlinnen zu vermitteln,
dass Texte nicht "einfach" geschrieben werden und dann fertig sind, sondern
dass selbst "richtige" Autoren ihre ersten schriftlichen Textideen und
Texte als Entwürfe und somit als überarbeitungswürdig und
-bedürftig betrachten. In diesem Zusammenhang wurde die Überarbeitungsform
der Schreibkonferenz eingeführt und bisher zweimal erprobt. Darüber
hinaus wurden konkrete Überarbeitungsgesichtspunkte besprochen und
an Beispieltexten exemplarisch verdeutlicht. Ferner wurden Schreib- und
Überarbeitungstipps schriftlich auf großen Plakaten festgehalten
und den Schülerlinnen somit während der Phase des Verfassens
und Überarbeitens ihrer Texte zugänglich gemacht.
Das
bewusste Planen von Texten wurde erst im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung
des letzten "Klassenaufsatzes" näher in den Blick genommen. Übergeordnetes
Thema der Unterrichtseinheit (auch in den Lernbereichen Sachkunde und
Kunst) war "Indianer". Die Schülerlinnen erhielten erstmalig von
mir den Auftrag ihre Texte zu planen, sich also Gedanken über eine
mögliche Handlungsidee und den Aufbau ihrer Geschichten zu machen,
und ihre Textideen in Stichworten oder ähnlicher Form schriftlich
zu fixieren. Vielen Schülerlinnen fiel diese Vorgehensweise schwer.
Diese Kinder schrieben ihre Ideen wie gewohnt in einem ersten zusammenhängenden
Textentwurf auf. Erst im anschließenden Auswertungsgespräch
und beim Vorstellen einiger "gelungener" Arbeitsergebnisse wurde den meisten
Schülerlinnen das Anliegen der Stunde richtig klar. In diesem Zusammenhang
wurden nochmals solche Kriterien wiederholt und besprochen, die beim Texte
verfassen generell zu berücksichtigen sind und solche, die besonders
in der Planungsphase verstärkt beachtet werden sollten.
Ebenfalls
erstmalig diente den Schülerlinnen dabei ein Gegenstand als Ausgangspunkt
ihrer Texte. So sollten sie ihre Erzählungen zu einem indianischen
dreamcatcher schreiben, den ich durch das Beschreiben seiner Herkunft
und weiterer Hintergrundinformationen einführte.
Das
Schreiben zu einem Bild ist den Kindern in dieser Form neu. Daraus folgt,
dass diesem Umstand bei der Planung der Unterrichtsstunde in Form von
exemplarischen Erzählideen zum Bild im gemeinsamen Sitzkreis zu Beginn
der Stunde und während der Arbeitsphase in Form weiterer Hilfemaßnahmen
Rechnung getragen werden muss.
zurück
nach oben
5
Didaktisch-methodischer Begründungszusammenhang
5.1
Begründung von Inhaltsakzentuierung und Zielsetzung
"Das
schriftliche Erzählen zu einem Bild bietet gegenüber den tradierten
Erzählformen z.B. den Vorteil, dass die Bilder zwar inhaltliche Anregungen
bieten, in Bezug auf das Thema als auch auf die Textform jedoch vielfältige
Möglichkeiten für eine individuelle Ausgestaltung eröffnen.,
Die Variationsbreite und Individualität der Texte hat ein gesteigertes
Hör- bzw. Leseinteresse bei den Mitschülerinnen und Mitschülern
zur Folge." (Wilde Planungsüberlegungen 2/1999).
Im
Mittelpunkt der Stunde steht das Planen von Texten zu einem Bild. Möchte
man eine Abkehr von der schreibfeindlichen Fixierung des Textes als fertiges
Produkt erreichen, müssen Kindern unterschiedliche Arrangements angeboten
werden, die sowohl das Planen als auch das Überarbeiten von Texten
als integrierte Komponente des Schreibens ermöglichen. Die vor allem
von Gudrun Spitta in Deutschland verbreitete Methode der Schreibkonferenz
hat viele Lehrerlinnen und dadurch auch Schüler/innen von der Notwendig-
und Sinnhaftigkeit eines Überarbeitungsprozesses überzeugt.
Dass auch das Planen von Texten vor dem eigentlichen ersten Entwurf seine
Berechtigung erfahren kann und sollte, zeigt nicht zuletzt der Rahmenplan
für das Fach Deutsch in seinen Zielen und Aufgaben zum Teilgebiet
Texte verfassen (vgl. 1.4 Bezug zum Rahmenplan). Doch auch dieser Bestandteil
des Schreibprozesses muss - wie die Tatsache, dass erste Entwürfe
überarbeitungswürdig und -bedürftig sind den Kindern langsam
und schrittweise vermittelt werden. Besonders der Umstand, dass der Planungsaspekt
erst beim letzten Vorhaben im Bereich 'Texte verfassen' zum Thema "lndianer"
schwerpunktmäßig thematisiert wurde, erfordert es zu berücksichtigen,
dass das Planen von Texten für die Schülerlinnen noch nicht
als selbstverständlich betrachtet wird. Darüber hinaus folgt
daraus, dass den Kindern entsprechende Hilfsmöglichkeiten angeboten
werden müssen (vgl. 4.2 Spezielle Voraussetzungen). Angesichts der
geschilderten Lernvoraussetzungen bzw. Vorerfahrungen der Schülerlinnen
und um diese nicht zu überfordern wird der Kriterienkatalog, nach
dem die Texte geplant und anschließend beurteilt werden sollen,
mit drei Kriterien relativ klein gehalten. Das Kriterium des schriftlichen
Fixierens der Textideen in Form von Stichpunkten soll vor allem hervorheben,
dass es in dieser Stunde zunächst noch nicht um das Verfassen "ganzer"
Texte, sondern um das Festhalten bestimmter Planungsideen geht.
Die
Betrachtung des Bildes stellt Ausgangspunkt, Schreibanlass, Gegenstand
und Motivation für diese und die kommenden Stunden im Bereich Texte
verfassen dar. Das Vorhaben mit Kindern Bilder zu betrachten und zu beurteilen
ist ein sehr komplexes, bei dem es viele Aspekte zu berücksichtigen
gibt. So müssen auf dem Weg zu einem Verständnis von Kunst und
einer "kompetenten" Kunstbeurteilung auch verschiedene Stufen des Beurteilungsprozesses
begangen werden (vgl. Wilde Seminarpapier 10/1999). Eine Auseinandersetzung
mit Sowas Bild in diesem Sinne ist jedoch nicht Anliegen dieser Stunde.
Das Bild, das natürlich auch beschrieben werden soll und mit dem
sich die Kinder auseinandersetzen sollen, dient hier in Form eines Impulses
als Anregung, Orientierung und Halt. Somit steht nicht die Bildbeschreibung
im Vordergrund. Sie und das Bild selbst soll vielmehr bei den Kindern
Ideen, Schreibanregungen und Sprache "an sich" herbeirufen.
5.2
Begründung der methodischen Grundsatzentscheidungen
Der
Motivation und dem Schreibanlass kommt am Anfang eines Schreibvorhabens
besondere Bedeutung zu. Hier werden schon die "Weichen" für das Gelingen
des gesamten Vorhabens gestellt. So sollen die Schülerlinnen in der
Phase des Einstiegs zunächst durch eine kurze Lehrererzählung
für die anschließende Bildbetrachtung aufgeschlossen und neugierig
gemacht werden. Durch die in der Erzählung vorkommende Aussage "in
jedem Bild steckt eine Geschichte" sollen die Kinder aber auch schon für
das die nächsten Stunden geplante Texte verfassen motiviert werden.
Der Hauptmotor der Motivation liegt jedoch im Bild selbst (vgl. 3 Sachdarstellung).
Durch die gezielte Betrachtung von Michael Sowas Bild soll das Bild erschlossen
und Wahrnehmungen und Eindrücke geäußert und anderen mitgeteilt
werden. Über das gemeinsame Gespräch wird die Faszination, die
Überzeugungskraft und die ungewöhnliche Situation des Abgebildeten
hervorgehoben, wodurch ein "sich Einlassen" auf das Bild und die dargestellte
Situation erzielt werden soll. Die gesamte Einstiegsphase findet vor der
Tafel in einem Doppelhalbkreis statt, da die Schülerlinnen so das
an der Tafel befestigte Bild am Besten sehen können. Im Anschluss
folgt eine kurze Phase (etwa 2-3 Minuten) des spontanen Überlegens
von Erzählideen, in der vorher schon festgelegte Paare gemeinsam
überlegen wie die auf dem Bild abgebildete Situation in eine Geschichte
eingebaut werden kann. Die von den Paaren erdachten Möglichkeiten
werden gegenseitig vorgestellt und können als Anregung und Impuls
für die eigene Textplanung dienen. An dieser Stelle geht es noch
nicht um ausgefeilte Planungsüberlegungen, sondern lediglich um die
Vorstellung grober Handlungsideen.
Nun
klärt der Lehrer das Vorhaben für die nächsten Stunden
(Texte zum Bild verfassen), benennt die Schreibintention (Veröffentlichung
der Texte in einem Geschichtenbuch) und die Adressaten (Mitschüler/innen
und Lehrer/in). Nachdem den Kindern auch noch der Schwerpunkt und das
Ziel der Stunde mitgeteilt wurde (Planen und anschließende Vorstellung
einiger Texte) sollen diese zu beachtende Kriterien beim Planen von Texten
benennen, die bereits gemeinsam erarbeitet wurden. Der Lehrer zeigt an
der Tafel ein zuvor gemeinsam erarbeitetes Kriterienplakat, auf dem die
von den Schülerlinnen genannten Aspekte verschriftlicht sind. Da
die Lerngruppe im Planen von Texten noch nicht lange geübt ist (siehe
4.2 Spezielle Voraussetzungen) ist der Kriterienkatalog für die Aufgabe
der Stunde auf drei Aspekte begrenzt. Die zu beachtenden Kriterien werden
der Deutlichkeit halber als Wortkarten nochmals separat an der Tafel befestigt.
Diese sind:
-
in
Stichpunkten schreiben,
-
Handlungsidee
(wer, was, wo?),
-
Gliederung
in Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Die
Einstiegsphase wird durch das Benennen konkreter
Arbeitshinweise und den Hinweis auf bei Bedarf zur Verfügung stehende
Hilfemaßnahmen beendet.
In
der Phase der Textplanung arbeiten die Schülerlinnen zu zweit an
der gestellten Aufgabe an ihren Tischen auf Planungsbögen. Die Sozialform
der Partnerarbeit soll nicht nur leistungsschwächeren Schülerlinnen
helfen. Durch das gemeinsame Vorgehen und Überlegen kommt es zu einer
umfassenderen Bildbetrachtung und Wahrnehmung (vier Augen sehen mehr als
zwei) und zu einer durch den Austausch der Einfälle intensiveren
und mehr Möglichkeiten in Betracht ziehenden Entfaltung einer gemeinsamen
Erzählidee, bei der die Bilderfahrungen und -deutungen sprachlich
verarbeitet werden. Unterstützt wird dies durch die auf jedem Tisch
ausliegenden Farbfotokopien von Sowas Bild. Sollten Paare in der zur Verfügung
stehenden Zeit mit dem Planen ihrer Texte schon fertig werden, können
diese bereits mit ihrem ersten Entwurf beginnen. Das Verständnis
von Planen und Schreiben als rekursiver Prozess erlaubt dieses Vorgehen
trotz des Stundenschwerpunktes auf dem Planungsaspekt (vgl. 1.3 Einordnung
der Stunde in die Unterrichtseinheit). Sollten die Schülerlinnen
im Rahmen der Aufgabe Schwierigkeiten haben die aufgestellten Kriterien
zu beachten und umzusetzen, können sie nach eigener Entscheidung
die entsprechenden Hilfsmittel in Anspruch nehmen. Diese Freiheit der
Entscheidung fördert die Selbstständigkeit der Schülerlinnen
und das selbstbestimmte Lernen. Sollte es trotz der Hilfsmöglichkeiten
noch Paare geben, die keinen Zugang zur gestellten Aufgabe finden, wird
der Lehrer diesen als weitere Differenzierungsmaßnahme mögliche
Geschichtenanfänge zur Verfügung stellen.
In
der abschließenden Präsentations- und Auswertungsphase kommt
es zur Vorstellung einiger (2 - 4) Schülerarbeiten und zur kriterienorientierten
Auswertung. Dabei dienen die aufgestellten Kriterien den Zuhörerlinnen
als Hörauftrag. Diese sollen beim (eventuell mehrmaligen) Vorlesen
darauf achten, ob die vereinbarten Kriterien von den jeweiligen Autorenpaaren
beachtet wurden. Die Verfasser bekommen somit ein Feedback darüber,
inwiefern sie wirklich eine "schlüssige" Handlungsidee entfaltet
und in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert bzw. strukturiert
haben. Die Kommentare der Mitschüler/innen können dabei als
hilfreiche Tipps für die Weiterarbeit bzw. für die Überarbeitung
dienen. Ein kurzer Ausblick auf die nächste Stunde beschließt
die heutige Arbeit an den Texten.
zurück
nach oben
6
Verlaufsplanung
1.
Phase: Einführung, ca. 12 - 15 Min.
-
Begrüßung
-
L.
erzählt kurze Geschichte
-
L.
klappt Tafel auf - Bild von Michael Sowa.
-
S.
betrachten das Bild.
-
S.
erzählen, was sie sehen und evtl. was sie empfinden.
-
S.
überlegen in Partnerarbeit (ca. 2 Min.), welche spontanen Erzählideen
ihnen für Texte/Geschichten zu dem Bild einfallen.
-
S.
teilen ihre Ideen den anderen mit.
-
L.
nennt Vorhaben für die nächsten Stunden, Schreibintention
und Adressaten der Texte.
-
L.
klärt Schwerpunkt der Stunde und fragt nach wichtigen Kriterien,
die beim Planen von Texten zu beachten sind.
-
S.
nennen einige Kriterien.
-
L.
zeigt bereits erarbeitetes Kriterienplakat an der Tafel.
-
L.
bringt die drei bei der folgenden Arbeit besonders zu beachtenden
Kriterien in Wortkartenform an die Tafel.
-
S.
erklären diese drei Kriterien zum besseren Verständnis.
- L. benennt
konkrete Arbeitshinweise und gibt Hinweis auf bei Bedarf zur Verfügung
stehende Hilfemaßnahmen
Aktionsfomen,
Sozialform, Medien
Sitzkreis, Lehrervortrag, S-L-Gespräch,
Partnerarbeit, S-S-Gespräch, Tafel, Bild von Michael Sowa ("Zugschweine
sammeln sich", 1990), Kriterienplakat, drei Wortkarten mit Kriterien
2.
Phase: Erarbeitung/Textplanung. ca. 20 Min.
-
L.
teilt Planungsbögen und kleine Farbfotokopien des Bildes pro
Schüler/innenpaar aus.
-
S.
entfalten und einigen sich auf eine bestimmte Handlungsidee und -abfolge
unter Berücksichtigung der zu beachtenden Kriterien und fixieren
ihre Planungsideen schriftlich auf dem Planungsbogen.
-
S.
greifen eventuell auf angebotene Hilfemaßnahmen zurück.
-
S.,
die frühzeitig fertig sind, beginnen mit dem Verfassen des ersten
Entwurfs.
-
L.
gibt Schülerlinnen mit Schwierigkeiten Hilfestellung.
-
L.
gibt Paaren, die keinen Zugang zur gestellten Aufgabe finden, mögliche
Geschichtenanfänge vor.
Aktionsfomen,
Sozialform, Medien
Partnerarbeit, Planungsbögen, kleine Farbfotokopie
des Bildes pro Paar, Tafel mit Bild von Michael Sowa, Kriterienplakat,
drei Wortkarten mit Kriterien, kriterienorientierte Hilfematerialien,
Wortkarten mit möglichen Ideen für Geschichtenanfänge
3.
Phase: Präsentation/Auswertung, ca. 10 - 13 Min.
-
L.
gibt Hörauftrag an Zuhörerlinnen: beachten, ob bei den vorgestellten
Ergebnissen die zuvor aufgestellten Kriterien beachtet wurden.
-
einige
Schüler/innenpaare lesen ihre Ergebnisse vor.
-
nehmen
als Hörer/innen kriterienorientiert Stellung zu Planungsergebnissen
der Mitschüler/innen;
-
nehmen
als Autoren und Autorinnen die "Wirkung" ihrer Planungsideen und die
Stellungnahmen der Zuhörerlinnen wahr.
-
L.
gibt kurzen Ausblick auf die nächste Stunde.
-
L.
sammelt Planungsbögen ein.
Aktionsform, Sozialform, Medien
Sitzkreis, Schüler/innenvortrag, S-S-L-Unterrichtsgespräch,
Planungsbögen, Tafel mit Bild von Michael Sowa, Ideenspeicherplakat,
Kriterienplakat, drei Wortkarten mit Kriterien, Wortkarten mit möglichen
Ideen für Geschichtenanfänge
zurück
nach oben
7
Literaturverzeichnis
Dehn,
Mechthild: Zu einem Bild schreiben. In: Praxis Deutsch. Heft 16112000.
S.26-28.
Dehn,
Mechthild: Texte und Kontexte. Schreiben als kulturelle Tätigkeit
in der
Grundschule. Berlin 1999.
Dick, Gisela u.a.: Leporello 4. Sprechen - schreiben - lesen. Braunschweig
2000.
Haueis,
Eduard: Ein Bild ist noch keine Geschichte. Eine Geschichte erarbeiten
und optimieren. In: Grundschule. Heft 1111997. S. 14-17.
Ludwig,
OttotSpinner, Kaspar H.: Schreiben zu Bildern. In: Praxis Deutsch. Heft
113/1992. S. 11-20.
Payrhuber,
Franz-Josef: Schreiben lernen. Aufsatzunterricht in der Grundschule. Köln
1996.
Rohmann,
Constanze: Entwurf einer Unterrichtsstunde im vorfachlichen Unterricht/Lernbereich
Deutsch zum Thema "Ein Bild als Schreibanlass" vom 24.03.1999.
Rusnok,
Toka-Lena: "Das war mal ein Stern, der war am Himmel und es war Nacht'.
In: Die Grundschulzeitschrift. Heft 13212000. S. 12-15.
Sahr,
Michael: Kinder schreiben zu geheimnisvollen Bildern. Schreiben nach Kinderbuch-Bildern.
In: Grundschule. Heft 1211994. S. 44-46.
Sowa,
Michael: Das Huhn und die Tänzerin. Dreissig phantastische Stücke.
Hamburg 1997.
Sowa,
Michael: Bilder aus zwei Jahrhunderten. Zürich 1995 (5. A.)
Senatsverwaltung
für Schule, Berufsbildung und Sport: Vorläufiger Rahmenplan
für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule. Grundschule
Klasse 1 bis 6. Deutsch. Berlin 1991.
Spinner,
Kaspar H.: Schreiben zu Bilderbüchern. In: Praxis Deutsch. Heft 113/1992.
S.11-20.
Wilde,
Dagmar: Planungsüberlegungen für eine Unterrichtsstunde im Fach
Deutsch zum Thema "Bilder als Schreibanlass" vom 24.02.1999.
Wilde,
Dagmar: Mit Kindern Bilder betrachten. Seminarpapier 10/1999
Winter,
Claudia: "Dann war der Kakadu fassungsloss". Grundschüler schreiben
zu einem Bild. In: Praxis Deutsch. Heft 11311992. S. 21-23.
8 Anhang
Farbfotokopie
des Bildes von Michael Sowa "Die Schwerkraft. Fluch oder Segen"
kriterienorientierte Hilfen für die Planungsphase
Wortkarten mit möglichen Geschichtenanfängen
Planungsbogen
Bogen für ersten Entwurf
9 Differenzierende
Lernhilfen / Arbeitskarten
1)
IN STICHPUNKTEN SCHREIBEN
Achtet
darauf, dass ihr eure Planungsideen in Stichpunkten aufschreibt! F>Iatluricoi,~eeri
im Stichpunkten aufschreibt!
Hier seht ihr einige Beispiele:
2)
WER - WO - WAS?
Achtet
bei der Planung eurer Geschichte, darauf, dass folgende Fragen beantwortet
werden:
Wer
spielt in eurer Geschichte mit? Welche Personen? Welche Tiere?...
Wo
spielt eure Geschichte? Nennt/beschreibt den Ort, die Landschaft...
Was
passiert in eurer Geschichte? Beschreibt zum Beispiel, wie es zur Situation
auf dem Bild gekommen ist oder wie es danach weitergehen könnte oder...
3)
EINLEITUNG - HAUPTTEIL - SCHLUSS
Achtet
auf den Aufbau eurer Geschichte!
Einleitung:
Plant eure Geschichte mit einer Einführung, die zum Beispiel wichtige
Personen/Tiere und den Ort, an dem eure Geschichte spielt, beschreibt.
Hauptteil:
Plant eure Geschichte zum Beispiel mit einem spannenden oder witzigen
oder überraschenden Höhepunkt.
Schluss:
Plant eure Geschichte zum Beispiel mit einem überraschendem oder
aufklärenden oder offenen Ende?
4)
drei
Schweine leben auf Bauernhof - Dorf in Brandenburg - Leben ist langweilig
- sie wollen etwas Aufregendes erleben - hauen ab - kommen an einer Fallschirmspringschule
vorbei - entschließen sich zu springen...
5)
drei
außerirdische Schweine fliegen im Raumschiff durch Weltraum - kommen
von fremdem Sonnensystem - suchen nach anderen Lebewesen - Raumschiff
geht kaputt stürzt ab...
6)
drei
Krähen leben in der Schorfheide - suchen täglich nach Futter
- plündern Getreidefelder in der Nähe - ein Feld gehört
einer Hexe - Hexe, verzaubert, Krähen in Schweine...
zurück
nach oben
©opyright
Carsten Nix, Berlin, Mai 2000
|
|