Silke Hermsdorf
1. SPS Hellersdorf (L)
November 1999
Klasse 4

Entwurf für eine Unterrichtsstunde im Vorfachlichen Unterricht - Deutsch
"Inhaltliches Erschließen von Sachtexten"

Planungszusammenhang

Lernziele

Voraussetzungen für die Unterrichtsstunde

Didaktisch - methodische Vorüberlegungen

Verlaufsplanung

Anlage Sachtexte

 

1. Planungszusammenhang

- Thema der Unterrichtseinheit: Sonne, Mond und Sterne

- Gliederung der Unterrichtseinheit:

2. Lernziele

2.1. Intentionen:

Die Schüler

2.2. Stundenziel:

Die Schüler geben wesentliche Inhalte eines Sachtextes, der ihrem individuellen Lesevermögen angepaßt ist, in schriftlicher Form wieder. Sie tun dies, indem sie zunächst in Einzelarbeit durch wiederholtes Lesen des Textes wesentliche Aussagen erfassen und markieren. In anschließender Gruppenarbeit erarbeiten die Schüler einen Konsens ihrer individuellen Vorleistung und fixieren diese schriftlich.

2.3. Feinziele:

Die Schüler

3. Voraussetzungen für die Unterrichtsstunde:

Die dargestellte Unterrichtsstunde ist innerhalb der Unterrichtseinheit die 7. Stunde. Die Schüler haben sich also bereits seit einiger Zeit mit dem Thema "Sonne, Mond und Sterne" und somit mit verschiedenen Aspekten, die den Weltraum betreffen, beschäftigt. Bereits zu Beginn der UE war zu bemerken, dass einige Schüler über ein beträchtliches Vorwissen zu dieser Thematik verfügen. Dies ist wohl auf ein individuelles Interesse und die Auseinandersetzung im außerunterrichtlichen Bereich zurückzuführen. Einige Schüler hingegen fielen durch sehr begrenzt vorhandene Kenntnisse auf. Problematisch ist vor allem das teilweise kaum vorhandene Vorstellungsvermögen von Sachverhalten oder Vorgängen, die nicht in unmittelbarer Form gegenständlich erfassbar sind.

Insgesamt sind die Schüler jedoch an Fragestellungen, die sich mit dem Weltraum, den Himmelskörpern, den Sternbildern etc. befassen sehr interessiert und verfolgen den Unterricht neugierig und motiviert.

Bezüglich der Lesefertigkeit (Lesetempo, Lesestrategie, Sinnerfassung) bestehen innerhalb der Klasse große individuelle Unterschiede. Während einige Schüler einen Text noch mittels Lautierung einzelner Buchstaben und Buchstabenfolgen erschließen, verfügen andere bereits über eine automatisierte, hypothesenbildende Lesefähigkeit und können situationsbezogen verschiedene Lesestrategien einsetzen. Daraus ergibt sich auch eine höchst differierende Lesemotivation.

Ein ebenso breites Leistungsspektrum findet sich im Bereich der Entwicklung der Schreibkompetenz. Während hier einigen Schülern selbst das Abschreiben von Texten große Schwierigkeiten bereitet, beherrschen andere Schüler sichere Fähigkeiten im selbständigen Verfassen von Texten. Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben treten immer im Zusammenhang auf.

Deshalb ist sowohl in den Unterrichtsphasen mit dem Schwerpunkt Lesen als auch in jenen mit dem Schwerpunkt Schreiben auf die individuellen Voraussetzungen der Schüler einzugehen und mit einem differenziertem Angebot zu reagieren.

4. Didaktisch - methodische Vorüberlegungen

4.1. Rahmenplanbezug:

Das Thema der Stunde entspricht den Forderungen des Berliner Rahmenplans aufgrund folgender Lernziele:

"Am Ende der Grundschulzeit sollen die Schüler (somit) in der Lage sein,..., aus Texten das Wesentliche herauszufinden, sich über den Inhalt von Texten zu äußern,.... Dieses läßt sich nur erreichen, wenn die Schüler:

Für die Klasse 4 weist der Rahmenplan aus:

4.2. Lerngegenstand und didaktische Konzeption:

Begreift man, orientiert an der kognitiven Entwicklungstheorie (wichtigster Vertreter: Piaget), den Entwicklungsprozeß des Aufbaus eines eigenen Weltbildes als das Ergebnis eines Ungleichgewichtes zwischen gegenwärtigem Wissen von der sozialen und materiellen Umwelt und derselben, wie sie wirklich ist, so werden vor allem dann kognitive Prozesse angeregt, wenn ein Kind entdeckt, daß seine eigenen Vorstellungen von der Welt nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Motiviert durch den Wunsch, die Welt in bestmöglicher Weise zu begreifen, wird es in aktiver Auseinandersetzung falsche, ungenaue oder unangemessene Vorstellungen revidieren und durch altersangemessene Denkmodelle ersetzen.

Nach dem Stufenmodell Piagets entwickelt sich in einem Alter von 10/11 Jahren der allmähliche Übergang von konkret-gegenständlichen hin zu abstrakt-logischen Denkprozessen. Dies erklärt, warum sich mit zunehmendem Grundschulalter Kinder für Wissensdaten interessieren, die die unmittelbar erfassbare, gegenständliche Ebene überschreiten.

Astronomische Phämonene wie z.B. der Wechsel zwischen Tag und Nacht, die Formveränderung des Mondes oder das Aufleuchten von Sternschnuppen am Nachthimmel sind Vorgänge, die die Kinder kennen. Eine gezielte pädagogische Problematisierung weckt das Bewußtsein, daß die bisherigen Kenntnisse für eine zufriedenstellende Erklärung solcher Phänomene nicht ausreichen und die Motivation, sich selbständig Wissen anzueignen.

Innerhalb der zahlreichen medialen Möglichkeiten, sich Sachwissen anzueignen, stellt die Informationsentnahme aus Texten eine wesentliche Technik dar, die die Kinder zunehmend befähigt, unabhängig und selbständig ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Dazu müssen die Schüler jedoch mit Arbeitstechniken vertraut gemacht werden, die es ihnen ermöglichen, aus einem Text gezielt Informationen zu entnehmen, deren Sinn zu erfassen, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, Informationen herauszuarbeiten und in angemessener Form wiederzugeben.

Sachtexte, die dem Lesevermögen angepaßt sind, die einen angemessenen Umfang, Informationsgehalt und Begrifflichkeiten beinhalten und die dem kognitiven Entwicklungsstand der Schüler entsprechen, sind besonders geeignet, um einen bewußten und zielgerichteten Umgang mit dem Medium Text zur Wissenserweiterung und Informationsentnahme zu üben.

4.3. Methodisch-didaktische Entscheidungen

Die Schüler sollen aus einem Sachtext wichtige Informationen entnehmen und diese in schriftlicher Form wiedergeben.

Vorangegangene Erfahrungen bezüglich der Wiedergabe von Textinhalten zeigten, dass die meisten Schüler dazu neigen, möglichst den gesamten Text nachzuerzählen. Die Selektionsfähigkeit, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, ist bei den meisten Schülern noch wenig ausgebildet. Teilschritte bestimmter Arbeitstechniken (z.B. Stichwörter herausarbeiten) sind den Schülern bekannt. Sie verfügen jedoch noch nicht über eine sichere Strukturierung einer solchen Vorgehensweise.

Aufgrund der geschilderten differierenden Voraussetzungen innerhalb der Klasse ist, um allen Schülern eine erfolgreiche Bewältigung zu ermöglichen, ein differenziertes Angebot an Texten und an Arbeitsschritten zu stellen.

Das Ziel für die Schüler ist es, wissenswerte Fakten über den Weltraum zusammenzutragen und durch ein Produkt (Teilbeitrag an einem Plakat) zu präsentieren.

Einleitend wird zunächst bereits vorhandenes Vorwissen reaktiviert und durch gezielte Fragestellungen eine Problemorientierung und Neugierhaltung (Differenz zwischen eigenem Wissen und benötigten Informationen) geschaffen.

Durch das differenzierte Angebot von insgesamt acht verschiedenen Sachtexten, die sich in Umfang, Textgestaltung (Schriftgröße, Zeilenanordnung) und Inhalt (Informationsdichte, kognitivem Anspruch bezüglich der Sinnerfassung) unterscheiden, erhält nun jeder Schüler den Auftrag, einer bestimmten Fragestellung nachzugehen. Leseschwache Schüler erhalten solche Fragestellungen, bei denen von vorhandenem Vorwissen ausgegangen werden kann.

Schrittweise und durch wiederholte Lesevorgänge sollen nun, über eine allgemeine Sinnerfassung hinaus, die wichtigsten Informationen herausgearbeitet und markiert werden.

Zur Selbstkontrolle erzählen die Schüler ihrem Nachbarn anhand ihrer markierten Textabschnitte was sie erfahren haben. An dem Feedback ihres Partners erkennen sie, ob die herausgearbeiteten Informationen den beabsichtigten Faktengehalt beinhalten oder dieser noch ergänzt werden muß.

In der anschließenden Gruppenarbeit (zu jeder Gruppe gehören 3 Schüler) muß nun, über die individuelle Entscheidung hinaus, ein sozialer Konsens über den Inhalt des zu präsentierenden Produktes gefunden werden. Es wird ein nochmaliges Auseinandersetzen mit dem Text und ein wiederholtes Lesen beabsichtigt. Die wichtigsten Informationen zur Beantwortung der jeweiligen Fragestellung werden in schriftlicher Form festgehalten, wobei lese- und schreibschwächeren Schülern zur Inhaltwiedergabe zusätzliche Hilfen gegeben werden, die ihren Blickwinkel unterstützend auf das Wesentliche begrenzen. Daher wird auch hier mit einer differenzierten Aufgabenstellung gearbeitet.

Die Präsentation ihres Beitrages auf einem großen Plakat soll jedem Schüler das Gefühl vermitteln, einen wesentlichen Teil zur Erstellung des Gesamtproduktes geliefert zu haben. Da sich die Schüler ja mit verschiedenen Fragestellungen auseinandergesetzt haben, liefert nun jede Gruppe Erkenntnisse, die ihren Mitschülern nicht bekannt sind. An der Reaktion ihrer Mitschüler (Ist die Informationswiedergabe inhaltlich und formal für alle nachvollziehbar?) wird ihnen verdeutlicht, ob sie ihre Aufgabe bewältigt haben oder woran in Zukunft weiter gearbeitet werden muß.

5. Verwendete Medien

6. Verwendete Literatur

- Vorläufiger Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule. Grundschule, Fach Bildende Kunst. Senatsverwaltung für Schule, Berufsbildung und Sport, 1991

- Bausteine Lesebuch 4. Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt am Main 1997

- Gilsenbach, R.: Rund um die Erde. Kinderbuchverlag Berlin 1970

- Lewin, B./ Radlowa, L.: Sonne, Mond und Sterne. Kinderbuchverlag Berlin, ohne Jahresangabe.

- Wedel-Wolff, v. A.: Üben im Leseunterricht der Grundschule. Westermann Schulbuchverlag GmbH, Braunschweig 1997

- Payrhuber, F.- J.: Schreiben lernen. Aufsatzunterricht in der Grundschule. Dürr und Kessler, Köln 1997

7. Verlaufsplanung

Phase/ Zeit

 

Geplante Lehreraktivität

Erwartete Schüleraktivität

Organi-sation

Medien/ Arb.-mittel

1. Einstimmung

(ca. 3-4 min)

- Einstimmung durch LV

 

- Präsentation der Problemstellungen

- Reaktivierung von Vorwissen und entwickeln von Motivation durch problemorientiertes Unterrichsgespräch

- Zielorientierung

- hören zu

 

 

- Entwicklung von Neugierde und Motivation

- erinnern sich an bereits Bekanntes

- entdecken eigene "Wissenslücken"

 

 

- Halb-kreis vor der Tafel

 

 

 

- Plakat mit Frage-stellungen

-Magnete

2.

Hinführungs-phase

(ca. 3 min)

 

- Erläuterungen zu der folgenden Arbeitsphase:

- Ankündigung der verschiedenen Sachtexte

- 1. Arbeitsschritt: Überfliegendes Lesen und Themenzuordnung

- 2. Arbeitsschritt: Wichtige Textstellen markieren

- 3. Arbeitsschritt: Selbstkontrolle

- Verteilen der Sachtexte

 

- hören zu

 

- Halbkreis vor der Tafel

 

 

 

 

 

 

 

 

Sachtexte

3. Erarbeitungs-phase

- steht für erforderliche Hilfestellung zur Vergügung

 

 

 

 

 

 

 

- erteilt Auftrag zur Selbstkontrolle:

- "Erzähle deinem Nachbarn, was du erfahren hast!", bzw.

- "Habe ich verstanden, was mit erzählt wird?"

 

- lesen wiederholt den Sachtext um die Aufgabenstellung zu erfüllen

- erkennen ihr Thema und schreiben die dazugehörende Frage auf ihr Blatt

- entscheiden sich für wichtige Informationen und markieren diese im Text

 

- arbeiten partnerweise und überprüfen ihre Entscheidungen zur Inhaltswiedergabe

- überarbeiten eventuell ihre Informationsauswahl durch nochmaliges Lesen

Einzelarbeit mit differen-zierten Texten

 

 

 

 

 

 

 

Partner-arbeit

Sachtexte

Sterne mit Frage-stellungen

4. Transfer

- erläutert die folgenden Arbeitsschritte in der Gruppenarbeit:

- Zusammenfinden der Schüler mit den gleichen Texten

- Vergleichen der markierten Textstellen

- Entscheiden für die wesentlichsten Textaussagen

- Verschriftlichen in kurzen Sätzen unter eventueller Nutzung der Hilfestellungen auf den Kärtchen (nicht bei allen Gruppen!)

 

- Verteilen der Arbeitsaufträge und der "Sterne"

 

 

 

- finden sich in ihren Gruppen zusammen

- setzen sich über die Auswahl der Informationen auseinander und finden einen Konsens

- geben -möglichst arbeitsteilig- die wesentlichsten Aussagen ihres Sachtextes in schriftlicher Form (3-4 Sätze) wieder

- Lehrer-vortrag

 

 

 

- Gruppen-arbeit mit differen-

zierten Arbeits-aufträgen

Sterne

Kartei-karten mit Arbeits-aufträgen

5. Präsentation

- lässt einige Arbeitsergebnisse vorstellen

- erteilt Höraufgabe: "Verstehe ich, wenn ich den Text nicht gelesen habe, was ausgesagt werden soll?"

- steuert das Auswertungsgespräch

- einige Gruppen präsentieren ihr Arbeitsergebnis

- bringen ihre "Sterne" am Plakat an

 

- nehmen Stellung zu den vorgestellten Produkten

- Schüler-

vortrag

 

 

 

- Unt.gespräch

Plakat

Sterne mit Schüler-

texten

Magnete

9. Anlage Sachtexte

Was ist eine Milchstraße?

Wenn die Nacht sehr klar ist, kann man ein langes, weißliches Band erkennen,das sich quer über den Himmel zieht. Man nennt es die Milchstraße. Lange Zeit war rätselhaft, woraus es bestand. Dann wurde das Fernrohr erfunden. In einer dunklen, klaren Winternacht im Jahre 1609 betrachtete der italienische Wissenschaftler Galileo Galilei den hellen Streifen am Himmel. Da erkannte er, dass es sich dabei um eine Ansammlung unzähliger Sterne handelt.

Die Milchstraße ist ein Sternennebel, in dem sich auch unsere Sonne mit der Erde und anderen Planeten befindet. Unser Sonnensystem ist nur ein winzig kleiner Teil davon. Könnte man die Milchstraße von außen betrachten, so würde sie wie eine spiralförmige, flache Scheibe aussehen, die sich im Uhrzeigersinn um sich selber dreht. Für eine einzige Umdrehung braucht sie 250 Millionen Jahre. Diese riesigen Entfernungen und diese Geschwindigkeit können wir Menschen uns nicht mehr vorstellen, sondern nur noch mit großen Computern errechnen.

Gisela Zach

  1. Lies den Text leise!

  2. Welche der Fragen an der Tafel beantwortet dein Text?
    Schreibe diese Frage in die Zeile über dem Text!

  3. Lies den Text nun noch einmal sehr sorgfältig! Unterstreiche die Wörter, die zur Beantwortung der Frage wichtig sind!

  4. Überprüfe leise: Kannst du mit den unterstrichenen Wörtern die Frage beantworten?

Warum ist der Mond nicht immer rund?

Im Laufe eines Monats verändert der Mond sein Aussehen. Eine Zeitlang sieht man ihn als schmale Sichel, dann als Halbmond, später in seiner ganzen Größe und schließlich ist von ihm garnichts mehr zu sehen.

Der Mond ist ein Satellit der Erde, die er während eines Monats einmal umkreist. Er besitzt eine kugelförmige Gestalt und sendet selbst kein Licht aus. Wir sehen immer nur den Teil des Mondes, den die Sonne gerade bescheint. Befindet sich der Mond zwischen der Erde und der Sonne, so wendet er uns die Seite zu, die von der Sonne nicht angestrahlt wird. Er ist von der Erde aus überhaupt nicht zu erkennen. Jede Nacht wandert der Mond ein Stückchen weiter, so dass immer ein wenig mehr von der Sonne beleuchtete Fläche von der Erde aus zu erkennen ist. So sehen wir zuerst eine schmale Sichel, die langsam zum Halbmond und schließlich zum Vollmond wird. Der Mond steht nun genau hinter der Erde und wir sehen die ganze beleuchtete Hälfte, die einer runden Scheibe gleicht. Wandert der Mond nun weiter, so nimmt die Fläche, die wir erkennen können, langsam wieder ab. Das wiederholt sich jeden Monat.

  1. Lies den Text leise!

  2. Welche der Fragen an der Tafel beantwortet dein Text?
    Schreibe diese Frage in die Zeile über dem Text!

  3. Lies den Text nun noch einmal sehr sorgfältig! Unterstreiche die Wörter, die zur Beantwortung der Frage wichtig sind!

  4. Überprüfe leise: Kannst du mit den unterstrichenen Wörtern die Frage beantworten?

Was sind Sternbilder?

Bei wolkenlosem Wetter ist der Himmel nachts über und über mit Sternen übersät, die wie helle Punkte aussehen.

Schon in alter Zeit beobachteten Menschen den Himmel. Sie dachten sich Verbindungslinien zwischen den hellen Punkten, so dass Bilder entstanden. Diesen Bildern gaben sie Namen.

Die alten Griechen wurden durch einige Sternbilder an ihre Helden erinnert, zum Beispiel an Herkules, Perseus und Andromedar. In anderen Sternbildern erkannten sie Tiere und Gegenstände, zum Beispiel einen Drachen, einen Schwan, eine Leier oder einen Wagen.

Heute verstehen die Wissenschaftler unter einem Sternbild einen genau begrenzten Teil des Himmels.

  1. Lies den Text leise!

  2. Welche der Fragen an der Tafel beantwortet dein Text?
    Schreibe diese Frage in die Zeile über dem Text!

  3. Lies den Text nun noch einmal sehr sorgfältig! Unterstreiche die Wortgruppen, die zur Beantwortung der Frage wichtig sind!

  4. Überprüfe leise: Kannst du die Frage beantworten, wenn du die unterstrichenen Wortgruppen benutzt?

Wie weit ist es bis zur Sonne und zum Mond?

Sonne und Mond erscheinen uns am Himmel etwa gleich groß.

Doch hier täuscht die Entfernung.

Ein Flugzeug hoch in der Luft sieht ja auch nicht größer aus als ein kleiner Vogel in der Nähe.

Die Sonne ist bedeutend weiter von uns entfernt als der Mond, dafür aber viele Male größer.

Die durchschnittliche Entfernung zwischen Erde und Mond beträgt 384 405 Kilometer. Ein Wanderer, der an einem Tag 30 Kilometer zurücklegt, müsste 35 Jahre lang gehen, um diese Strecke zurückzulegen.

Eine Weltraumrakete schafft die Entfernung schon in 80 Stunden.

Bis zur Sonne ist es etwa 400 mal weiter als bis zum Mond.

Für diese Strecke von 149 600 000 Kilometer müßte der Wanderer 13 700 Jahre laufen.

Könnte eine Weltraumrakete in die Nähe der Sonne fliegen, so wäre sie in 5 Monaten an ihrem Ziel.

  1. Lies den Text leise!

  2. Welche der Fragen an der Tafel beantwortet dein Text?
    Schreibe diese Frage in die Zeile über dem Text!

  3. Lies den Text nun noch einmal sehr sorgfältig! Unterstreiche die Wortgruppen, die zur Beantwortung der Frage wichtig sind!

  4. Überprüfe leise: Kannst du die Frage beantworten, wenn du die unterstrichenen Wortgruppen benutzt!

Warum gibt es Tag und Nacht?

Die Erde dreht sich in 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse.

Im Laufe dieser 24 Stunden wird es Tag und wieder Nacht. Tag herrscht immer auf der Seite der Erdkugel, die der Sonne zugekehrt ist und von ihren Strahlen erhellt wird. Die andere Hälfte ist zu dieser Zeit von der Sonne abgewandt und liegt im Schatten.

Deshalb herrscht dort Nacht.

  1. Lies den Text leise!

  2. Welche der Fragen an der Tafel beantwortet dein Text?
    Schreibe diese Frage in die Zeile über dem Text!

  3. Lies den Text nun noch einmal sehr sorgfältig! Unterstreiche die Textstellen, die deine Frage beantworten!

  4. Überprüfe leise: Kannst du die Frage beantworten, wenn du die unterstrichenen Textstellen benutzt?

Woher weiß man, dass die Erde eine Kugel ist?

Wenn man übers weite Land blickt oder auf das Meer hinaus, dann scheinen Land und Wasser eine ebene Fläche zu sein.

Vor langer Zeit glaubten deshalb die Menschen, die Erde sei eine flache Scheibe, über die der Himmel wie eine Glocke gestülpt ist.

Heute jedoch weiß jeder, dass die Erde rund ist. Man kann es sogar mit dem bloßen Auge erkennen, wenn man genau beobachtet. Fährt ein Schiff aufs Meer hinaus, so verschwindet es in der Ferne nicht plötzlich. Zuerst verschwindet am Horizont der Rumpf, dann das Deck und erst zum Schluss die Masten. Das geschieht, weil die Erdoberfläche gewölbt ist, weil die Erde eine kugelähnliche Gestalt hat.

Fotografien, die Astronauten aus dem Weltraum von der Erde machten, beweisen die runde Form der Erde.

  1. Lies den Text leise!

  2. Welche der Fragen an der Tafel beantwortet dein Text?
    Schreibe diese Frage in die Zeile über dem Text!

  3. Lies den Text nun noch einmal sehr sorgfältig! Unterstreiche die Textstellen, die deine Frage beantworten!

  4. Überprüfe leise: Kannst du die Frage beantworten, wenn du die unterstrichenen Textstellen benutzt?

Was sind Sternschnuppen?

Sternschnuppen haben eigentlich nichts mit den Sternen zu tun.

Die Forscher nennen sie Meteoriten. Sie sind die kleinsten Himmelskörper, die es gibt.

Metereoiten wandern durch den Weltraum. Wenn sie dabei zufällig die Erdbahn kreuzen und dabei die Lufthülle berühren, reiben sie sich an den Luftteilchen so stark, dass sie erhitzt werden. Die meisten Metereoite verglühen dabei.

Das erkennen wir am Nachthimmel als Sternschnuppe.

Manche Meteoriten sind so groß, dass sie nicht ganz verglühen. Der Rest fällt dann auf die Erde.

Der größte, bisher gefundene Meteorit heißt Huba und liegt in Afrika.

  1. Lies den Text leise!

  2. Welche der Fragen an der Tafel beantwortet dein Text?
    Schreibe diese Frage in die Zeile über dem Text!

  3. Lies den Text nun noch einmal sehr sorgfältig! Unterstreiche die Textstellen, die deine Frage beantworten!

  4. Überprüfe leise: Kannst du die Frage beantworten, wenn du die unterstrichenen Textstellen benutzt?

Welche Himmelskörper sind Planeten?

Nachts kann man oft Himmelskörper sehen, die den Sternen gleichen. Sie strahlen aber auch dann ein gleichmäßiges Licht aus,wenn die wirklichen Sterne stark funkeln.

Beobachtet man diese Himmelskörper mehrere Abende lang genau, so stellt sich heraus, dass sie sich langsam zwischen den anderen Sternen fortbewegen. Diese Himmelskörper nennt man Planeten. Sie kreisen, genau wie unsere Erde Sie ist auch ein Planet!, langsam um die Sonne herum.

Unser Sonnensystem besteht aus insgesamt 9 Planeten. Der Sonne am nächsten steht der Planet Merkur. Auf ihm herrscht eine Tagestemperatur von 400°C. Am weitesten von der Sonne entfernt zieht der Planet Pluto seine Bahn durch den Raum. Er ist mit dem Fernrohr kaum zu erkennen.

Planeten sind erkaltete Himmelskörper. Sie senden kein Licht aus. Wir sehen sie nur deshalb, weil sie von der Sonne beleuchtet werden.

  1. Lies den Text leise!

  2. Welche der Fragen an der Tafel beantwortet dein Text?
    Schreibe diese Frage in die Zeile über dem Text!

  3. Lies den Text nun noch einmal sehr sorgfältig! Unterstreiche die Wörter, die zum Beantworten der Frage wichtig sind!

  4. Überprüfe leise: Kannst du die Frage beantworten, wenn du die unterstrichenen Wörter benutzt?



©opyright Silke Hermsdorf, Berlin, Januar 2000


 

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06.04.2003


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