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Carsten Nix
08.12.1998
1. SPS Hellersdorf (L)
Klasse 3
"Es war einmal..." - Märchen
1., 2. u. 3. Std.: Märchen
aus der Streichholzschachtel
Außerschulische Veranstaltung: Theaterbesuch bei der Gruppe Rumpelstiel:
"Der Märchenprinz, der nicht heiraten wollte. "
4. Std.: Märchenhafte Wörter - zusammengesetzte Nomen
5. Std.: Lesen: Gedicht vom Pfefferkuchenmann; Erzählen einzelner Streichholzschachtelmärchen
6. Std.: Märchenhafte Elfchen.
7. Std.: Märchenhafte Wörter - spielerisches Üben mit Sprüchen
und Reimen
8. Std.: Märchensprache - Alte Sprache: Heinzelmännchen
Außerschulische Veranstaltung im Rahmen von Projekttagen: "Das Märchen
von der Kürbisfrucht'.
9. Std.: Vorschrift zur Niederschrift: Erzählen/Schreiben eines eigenen
Märchens
10. Std.: Schreiben der Niederschrift
11. Std.: Märchensprache - Alte Sprache: Heinzelmännchen
12. Std.: Lesen: Gedicht vom Pfefferkuchenmann
Die Schüler/innen üben sich im schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch, indem sie Erzählkarten als Erzählhilfe in Form von "Märchen aus der Streichholzschachtel" anfertigen und mit Hilfe dieser ihre Märchen erzählen.
Die Schüler/innen untersuchen zusammengesetzte Nomen und lernen Pronomen als Stellvertreter des Nomens kennen.
Die Schüler/innen verfassen Gedichte mit märchenhaftem Inhalt.
Die Schüler/innen erkennen an sprachlichen Merkmalen Texte bzw. Märchen "von früher".
Die Schüler/innen üben im schrift- und sprachlichen Gebrauch märchenhafte Wörter (Nomen, Verben, Adjektive) und fertigen eine Wortsammlung an.
Die Schüler/innen verfassen ein eigenes Märchen.
Die Schüler/innen lernen die Gedichtform "Elfchen" kennen und verfassen eigene Gedichte in dieser Form.
Die Schüler und Schülerinnen
stimmen sich mit der Phantasiereise auf die folgende Stunde ein. Auf ihrer inneren Reise entspannen sie sich und lassen die Phantasie schweifen, was ihnen beim Schreiben der Märchen-Elfchen behilflich sein kann.
wissen, wie die Gedichtform "Elfchen" aufgebaut ist.
schreiben mit Hilfe ihrer eigenen Märchenwörter Elfchen.
Im Mittelpunkt der Stunde steht das selbständige Schreiben der Schüler. Sie verfassen Gedichte in Form von Elfchen zu den von ihnen gelesenen Märchen.
In den vorangegangenen Stunden konnten sich die Schüler für ein Märchen entscheiden (zur Auswahl standen die folgenden Märchen der Brüder Grimm: 1. Rapunzel, 2. Rumpelstilzchen, 3. Die Bremer Stadtmusikanten, 4. Sterntaler, 5. Die sieben Raben), zu dem sie jeweils ein Streichholzschachtelmärchen "entwarfen". Dabei sollten sie zu jedem gemalten Bild zwei bis drei Märchenwörter auf die Rückseite schreiben. Mit diesen Märchenwörtern schreiben sie nun die Elfchen.
Als Einstieg wird eine Phantasiereise erzählt, um die Schüler/innen auf diese Märchenstunde und das kreative Schreiben auch inhaltlich einzustimmen. Hierbei bietet sich der Lehrervortrag an.
Die Schüler/innen der Klasse 3a sind durch den Unterricht bei ihrer Klassenlehrerin den Umgang mit Märchen und Gedichten gewöhnt, jedoch lernten sie bisher noch nicht die Gedichtform "Elfchen" kennen. Aus diesem Grunde scheint die gemeinsame Besprechung der äußeren Form und des Aufbaus solcher Gedichte an der Tafel ratsam.
In der eigentlichen Schreibphase machen sich die Schüler/innen auf dem Übungsblatt zunächst noch einmal mit der Struktur des Gedichtes vertraut. Sie haben weiterhin Gelegenheit, sich beim Schreiben auch inhaltlich auszuprobieren. Ist dies geschehen, und
haben die Schüler/innen die richtige Schreibweise ihrer Wörter überprüft, können sie ihr Elfchen auf das farbige Veröffentlichungsblatt übertragen. Durch das bunte Papier wird der Ausstellungscharakter bei der Veröffentlichung hervorgehoben.
Die Schüler/innen schreiben ihre Elfchen in Einzelarbeit, da von ihnen unterschiedliche Märchen gelesen und zu diesen wiederum unterschiedliche Märchenwörter (entsprechend der gemalten Bilder des Streichholzschachtelmärchens) geschrieben wurden. Die Zusatzaufgabe, ermöglicht ein gemeinsames Arbeiten in Partner- oder Gruppenarbeit.
Einige Schüler/innen haben die Möglichkeit in der letzten Stundenphase ihre Elfchen vorzutragen. Es werden aber alle fertigen Elfchen an die Magnettafel gebracht. In den folgenden Stunden können dann nach und nach alle Schüler/innen ihre Gedichte vorstellen.
Beim, bzw. nach dem Vortragen einzelner Elfchen haben die Mitschüler/innen Gelegenheit, sich zu dem Gedicht, zum Aufbau, zum Inhalt, zum Verständnis, zur Wortwahl etc. zu äußern.
- L. leitet Phantasiereise an/liest
vor.
- Sch. begeben sich auf innere Reise und entspannen sich.
Aktions-, Sozialform, Medien: Lehrervortrag, frontal, Phantasiereise "Der fliegende
Teppich"
- L. nennt das Stundenthema und
zeigt an der Tafel ein selbstgeschriebenes Elfchen zu dem Märchen "Frau
Holle".
- Sch. äußern sich zu dem Elfchen; sagen, was ihnen auffällt.
- L. öffhet Tafel und zeigt das gleiche Elfchen mit dem hervorgehobenem,
charakteristischem Aufbau dieser Gedichtform.
- Sch. beschreiben diesen Aufbau mit Hilfe des Tafelbildes.
- L. bringt Wortkarten als inhaltliche Hilfestellung an die Tafel.
- L. erläutert die Vorgehensweise beim Schreiben der Elfchen.
Aktions-, Sozialform, Medien: Lehrer-Schüler-Gespräch, frontal, Tafelbilder
- Sch. schreiben zunächst,
mit ihren eigenen Märchenwörtern, auf dem Übungsblatt. Sch. überprüfen
die richtige Schreibweise. - Sch. übertragen ihr Gedicht auf das farbige
Papier.
- L. hilft auf Nachfrage.
Differenzierungsmaßnahmen:
- Fällt Enrico die gestellte Aufgabe zu schwer, erhält er das vereinfachte
Elfchen-Übungsblatt zu seinem Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten".
- Sch., die frühzeitig fertig sind, können gemeinsam Fortsetzungselfchen
schreiben oder ihr Elfchen mit Bildern versehen.
Aktions-, Sozialform, Medien: Einzelarbeit (evtl. Partner-/Gruppenarbeit), Arbeitsbögen,
farbiges Papier
- Sch. tragen ihre Elfchen vor.
- Sch. äußern sich zu vorgetragenen Elfchen.
- Sch. "heften" ihre Gedichte an den Elfensack.
Aktions-, Sozialform, Medien: Schülervortrag, Schüleräußerungen,
frontal, selbstgeschriebene Elfchen, Elfensack an Magnettafel
Fleißig
Das Mädchen
Schüttelt schwere Betten
Gold fällt als Belohnung
Glück
Fleißig
Eine Eigenschaft
Das Mädchen
Eine Person oder ein Gegenstand mit dieser Eigenschaft
Schüttelt schwere Betten
Mehr über diese Person/Gegenstand (Was tut sie /er? Wie ist sie/er?)
Gold fällt als Belohnunug
Was passiert noch? Noch mehr über diese Person/Gegenstand.
Glück
Ein abschließendes Wort (eine Stimmung, ein Gefühl, ein Gedanke)
Arbeitsauftrag:
1. Schreibe ein oder zwei Elfchen auf dem Übungsblatt zu deinem Märchen.
Verwende dabei Wörter aus deinem Märchen.
2. Überprüfe die richtige Schreibweise deiner Wörter.
3. Übertrage dein Elfchen ohne die Kästen auf das farbige Papier.
Zusatzaufgabe:
- Schreibe mit ein oder zwei Mitschülern ein Fortsetzungselfchen.
oder
- Male Bilder zu deinem Elfchen.
Bild einer Elfe mit einem Sack, auf den die fertigen Elfchen der Schüler/innen geheftet werden.
Wenn ihr mit den Elfchen, die ihr alleine schreiben solltet, fertig seid, könnt ihr ein Fortsetzungselfchen mit einem oder zwei Mitschülern schreiben. Das folgende Beispiel soll euch zeigen, wie sowas geht:
Elke, Anja und Peter wollen ein Fortsetzungselfchen zu dem Märchen "Frau Holle" schreiben. Jeder schreibt immer abwechselnd eine Zeile.
Elke
schreibt in die 1. Zeile:
Faul
Anja
schreibt in die 2. Zeile:
Hässliches Mädchen
Peter
schreibt in die 3. Zeile:
Arbeitet nicht gerne
Nun schreibt Elke wieder - in die 4. Zeile: Wird überschüttet mit Pech
Anja
schreibt in die 5. Zeile:
Unglück
Peter kann sich, wenn er mag, noch einen Titel zu dem Elfchen ausdenken: Faulheit wird bestraft
Das fertige Elfchen sieht dann so aus:
Faulheit wird bestraft
Faul
Hässliches Mädchen
Arbeitet nicht gerne
Wird überschüttet mit Pech
Unglück
Einigt euch nun gemeinsam auf ein Märchen, das ihr alle kennt und zu dem ihr ein Fortsetzungselfchen schreiben wollt. Jeder entscheidet dann aber für sich, was er in die einzelnen Zeilen schreibt.
Viel Spaß!
©opyright Carsten Nix, Berlin, Dezember 1998
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13.11.2006
Unterrichtsbeispiel Klasse 2: "Schreiben eines Herbstgedichtes (Elfchen)"
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